Magisterarbeit, 2003
120 Seiten, Note: 1,0
Diese Magisterarbeit untersucht die zentrale Rolle der Entfremdung im Werk von Jean-Jacques Rousseau. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexe Konzeption der Entfremdung bei Rousseau zu beleuchten und zu analysieren, wie diese den Möglichkeiten eines authentischen Menschseins im Angesicht gesellschaftlicher Denaturierung gegenübersteht.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Thematik der Entfremdung und des Ausdrucks in Rousseaus Werk einführt. Im zweiten Kapitel wird der Begriff der Entfremdung anhand der Syntagmata ,aliénation' und ,être hors de soi' untersucht, die in Rousseaus Schriften eine zentrale Rolle spielen. Das dritte Kapitel analysiert die Entfremdungsproblematik in den Discours sur les Sciences et les Arts und Discours sur l'origine, et les fondemens de l'inégalité parmi les hommes, wobei der Fokus auf den Naturzustand, den Naturmenschen, die Perfectibilité, die Freiheit und den Verlust der Unmittelbarkeit liegt. Das vierte Kapitel betrachtet den Essai sur l'origine des langues und untersucht die Entstehung der Sprache und den Verlust der unmittelbaren Kommunikation. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit dem Contract Social und der Frage, wie eine Überwindung der Entfremdung durch die Entwicklung einer neuen sozialen Ordnung möglich ist. Das sechste Kapitel beleuchtet den Ausdruck des Selbst in den Rêveries du Promeneur Solitaire, einem autobiographischen Text, der die Suche nach Selbstverständigung und die Bedeutung von Natur, Solitude und Imagination für Rousseau thematisiert. Das letzte Kapitel bietet ein Resümee der wichtigsten Erkenntnisse.
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der Entfremdung, des Ausdrucks, der Natur, der Freiheit, der Gesellschaft, der Sprache und der Kommunikation im Werk von Jean-Jacques Rousseau. Insbesondere die Syntagmata ,aliénation' und ,être hors de soi' werden analysiert, um Rousseaus spezifisches Entfremdungskonzept zu verstehen. Die Arbeit beleuchtet die Entstehung der Entfremdung im Naturzustand und den Verlust der Unmittelbarkeit durch die Entwicklung der Gesellschaft. Sie untersucht die Möglichkeiten der Überwindung der Entfremdung durch die Entwicklung einer neuen sozialen Ordnung und die Bedeutung des Ausdrucks des Selbst in Rousseaus Schriften.
Entfremdung beschreibt bei Rousseau den Zustand, in dem der Mensch in Distanz zu seinem ursprünglichen Wesen gerät und sich durch gesellschaftliche Einflüsse selbst fremd wird.
„Aliénation“ bezieht sich oft auf die Entäußerung von Rechten oder des Selbst, während „être hors de soi“ das Gefühl beschreibt, außerhalb seiner selbst zu existieren und von der Meinung anderer abhängig zu sein.
In seinen „Discours“ argumentiert Rousseau, dass Wissenschaften, Künste und die Entwicklung von Eigentum den Naturzustand zerstören und den Menschen korrumpieren.
Ja, durch den „Contract Social“ (Gesellschaftsvertrag) und die „Aliénation totale“ kann der Mensch eine neue Form der Freiheit und ein authentisches Menschsein in der Gemeinschaft finden.
Im „Essai sur l’origine des langues“ untersucht Rousseau, wie der Verlust unmittelbarer Kommunikation zur Entfremdung zwischen den Menschen beigetragen hat.
Es ist ein autobiographischer Spätwerk, in dem Rousseau durch Einsamkeit, Naturerfahrung und Imagination versucht, zu sich selbst zurückzufinden.
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