Bachelorarbeit, 2016
30 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Bonus-Zertifikate – Die Grundlagen
2.1 Allgemein
2.2 Funktionsweise
2.3 Varianten von Bonus-Zertifikaten
3 Capped Bonus-Zertifikate
3.1 Funktionsweise und Abgrenzung
3.2 Chancen und Risiken aus Anlegersicht
3.3 Konstruktion und Duplikation
3.3.1 Zero Strike Call
3.3.2 Down-and-Out Put
3.3.3 Short Call
3.3.4 Capped Bonus-Zertifikat
3.4 Bewertung
3.4.1 Zero Strike Call
3.4.2 Down-and-Out Put
3.4.3 Short Call
3.4.4 Capped Bonus-Zertifikat
3.5 Empirische Studie
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse von strukturierten Produkten, mit einem spezifischen Fokus auf Capped Bonus-Zertifikate. Es wird untersucht, wie diese Produkte aufgebaut sind, welche Mechanismen ihrer Preisbildung zugrunde liegen und wie sie in der Praxis bewertet werden können.
3.3.1 Zero Strike Call
Die Partizipation am Kursverlauf des Basiswertes wird durch den Kauf (Long-Position) eines Zero Strike Calls gewährleistet. Hierbei handelt es sich um eine europäische Plain Vanilla Call Option, deren Basispreis (engl. Strike Price) null beträgt. Die Option liegt demnach tief im Geld. Der Unterscheid zum Basiswert selbst besteht in der Berücksichtigung des Dividendenanspruchs. Der Wert des Zero Strike Calls entspricht dem des Basiswertes vermindert um den Barwert der während der Laufzeit erwarteten Dividenden. Ein Zero Strike Call, dem eine Aktie als Basiswert zugrunde liegt, entspricht also im Prinzip einer Aktie ohne Dividendenanspruch und ohne Stimmrecht. Aufgrund dieses Dividendenabschlags ist der Zero Strike Call auch immer günstiger als der Basiswert selbst. Der Abschlag zum Kurs des Basiswertes vergrößert sich hierbei mit steigenden Dividendenerwartungen und zunehmender Laufzeit. Denn mit zunehmender Laufzeit steigt auch die Zahl der Dividendentermine und damit die Höhe der potenziellen Dividendenausschüttungen. Zur Konstruktion von Capped Bonus-Zertifikaten sind Basiswerte, die hohe Dividendenrenditen aufweisen, daher besonders geeignet. Denn je höher die Dividende, desto günstiger der Zero Strike Call. Die Ausschüttungen des Basiswertes werden vom Emittenten zur Finanzierung der Bonuskomponenten genutzt.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen der Anleger in einem Niedrigzinsumfeld und führt in die Bedeutung strukturierter Produkte als Anlagealternative ein.
2 Bonus-Zertifikate – Die Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Einordnung, die Funktionsweise und die wesentlichen Varianten klassischer Bonus-Zertifikate.
3 Capped Bonus-Zertifikate: Hier wird der Fokus auf die spezifischen Merkmale der Capped-Variante gelegt, inklusive der Konstruktion mittels Optionen und den mathematischen Modellen zur Bewertung.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Komplexität und Preisbildung der Produkte zusammen und kritisiert die Intransparenz seitens der Emittenten.
Capped Bonus-Zertifikate, Strukturierte Produkte, Derivate, Bonus-Zertifikate, Barriere, Bonuslevel, Cap, Duplikationsportfolio, Black-Scholes-Merton, Optionsprämie, Volatilität, Dividendenrendite, Risikomanagement, Zertifikatebewertung, Finanzmathematik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Strukturierung und der theoretischen sowie praktischen Bewertung von Capped Bonus-Zertifikaten.
Die zentralen Themen sind die Funktionsweise von Bonus-Zertifikaten, die Zerlegung dieser Produkte in einzelne Optionskomponenten sowie deren mathematische Preisbildung.
Das Ziel ist es, die Funktionsweise und den komplexen Aufbau dieser Finanzprodukte zu analysieren und zu prüfen, ob die am Markt gestellten Kurse mit dem theoretisch berechneten Wert übereinstimmen.
Die Arbeit verwendet das Prinzip des Duplikationsportfolios und wendet die modifizierte Black-Scholes-Merton-Formel zur Bewertung der enthaltenen Optionskomponenten an.
Im Hauptteil werden neben den Grundlagen der Capped Bonus-Zertifikate deren Konstruktion durch Zero Strike Calls, Down-and-Out Puts und Short Calls detailliert beschrieben und bewertet.
Wichtige Begriffe sind Capped Bonus-Zertifikate, Duplikationsportfolio, Barrier-Optionen und die Bewertungsparameter wie Volatilität und Dividendenrendite.
Der Hauptunterschied liegt im "Cap", einer Obergrenze für die Rückzahlung, wodurch die Partizipation an Kursgewinnen über dem Bonuslevel begrenzt ist, was jedoch durch attraktivere Bonuskomponenten kompensiert wird.
Die erwarteten Dividenden mindern den Preis der Komponenten und werden von Emittenten aktiv zur Finanzierung des Bonuszahlungsanspruchs genutzt.
Die Gründe liegen in einer gewissen Intransparenz der Emittenten, unterschiedlichen Annahmen zu Parametern wie dem risikolosen Zinssatz oder der impliziten Volatilität sowie der Tatsache, dass Dividendenschätzungen prognosebasiert sind.
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