Diplomarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 1,0
1. Gang der Argumentation
2. Überblick über die Entwicklung der Innovationstheorie
2.1 Der Begriff der Innovation
2.2 Der Begründer der Innovationstheorie: Joseph Alois Schumpeter
2.3 Neoklassische Ansätze
2.3.1 Wichtige Vertreter der neoklassischen Innovationsforschung
2.3.2 Entscheidungstheoretische neoklassische Ansätze
2.3.3 Spieltheoretische neoklassische Ansätze
2.3.4 Neoklassische und neue Wachstumstheorie
2.4 Evolutionsökonomische Ansätze
2.4.1 Das Nelson-Winter-Modell
2.4.2 Institutionenökonomische Innovationstheorie
2.5 Nachfragetheoretische Ansätze
3. Der Innovationskontext als wirtschaftshistorischer Analyserahmen
3.1 Technology Push und Demand Pull
3.2 Der verbundene Innovationsprozess
3.3 Die Netzwerkanalyse von Michael Porter
3.4 Innovationssysteme und Innovationsräume
3.5 Der Innovationskontext
3.5.1 Lead-Märkte als entscheidender Innovationskontext
3.5.2 Arten von Innovationskontexten
3.5.3 Kontextabhängige Organisationsformen
3.5.4 Die Rolle von Wissen, Transfereinrichtungen und Lernen in der kontextuellen Sichtweise
3.5.5 Die Rolle von Staaten, Staatenverbünden und Technologiepolitik im Innovationskontext
3.5.6 Fragestellungen zur Identifikation weiterer wichtiger Kontextfaktoren
4. Möglichkeiten zur Messung von Innovationsaktivitäten
4.1 Input-Indikatoren aus Forschung und Entwicklung
4.1.1 Personal in Forschung und Entwicklung
4.1.2 Ausgaben für Forschung und Entwicklung
4.2 Ausgewählte Output-Indikatoren
4.2.1 Zahl der Patente
4.2.2 Technometrischer Indikator
4.2.3 Zählung von Innovationen
4.2.4 Umsatzstruktur
4.3 Der Lebenszyklusaufwand als ganzheitliche Bewertungsmethode
4.4 Klassifikation von Messverfahren
4.4.1 Lagging-Verfahren
4.4.2 Echtzeitmessverfahren
4.4.3 Leading-Verfahren
4.4.4 Lern-Verfahren
4.5 Innovationsindikatoren im Innovationskontext
5. Schlussbetrachtung
6. Quellenverzeichnis
6.1 Quellen der Literaturzitate
6.2 Quellen der Darstellungen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Analyserahmen für Innovationsaktivitäten zu entwickeln, der über rein technisch-ökonomische Perspektiven hinausgeht und den Innovationskontext in den Mittelpunkt stellt. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie komplexe Kontextfaktoren – wie kulturelle, soziale und politische Bedingungen – die Entstehung und den Erfolg von Innovationen beeinflussen und wie diese Aktivitäten adäquat gemessen werden können.
3.3 Die Netzwerkanalyse von Michael Porter
Michael Porter führte 1990 zur Erklärung der Innovationsfähigkeit den Begriff des Clusters ein, der die vernetzten Beziehungen zwischen verwandten und unterstützenden Industrien umfasst. Branchencluster ermöglichen z.B. schnelleren Zugang zu Informationen, den Austausch von Forschung und Entwicklung, gemeinsame Problemlösungen und somit schnellere und effektivere Ergebnisse. Besondere Bedeutung kommt den Beziehungen zu Zulieferern, Abnehmern, sowie Herstellern von Komplementärgütern und unvollkommenen Substituten zu, wie in Darstellung 6 ersichtlich.
Porter sieht Cluster als ein „Mittel, Vielfalt zu erhalten und Selbstbespiegelung, Trägheit, Unbeweglichkeit und Absprachen unter Konkurrenten zu verhindern, die eine Aufwertung des Wettbewerbs und Neuzugänge verschleppen oder blockieren.“ Die Konsequenz, die sich daraus ergibt, ist, dass die Innovationsdynamik horizontal und vertikal verwandter Branchen in einem offenen, flexiblen Cluster durch Information, Kommunikation und Interaktion in einem sich selbst verstärkenden Prozess wechselseitig vorangetrieben wird. Aufgrund der Koexistenz von Wettbewerbsbeziehungen und kooperativen Maßnahmen können einzelbetriebliche Innovationsanreize erhalten bleiben und Wissen und Neuerungen trotzdem rasch diffundieren.
Porter legt bei dieser Betrachtung besonderen Wert auf die dynamische Komponente von Innovations- und Wettbewerbsprozessen. „Das Wesen des wirtschaftlichen Wettbewerbs ist nicht das „Gleichgewicht“, sondern ständiger Wandel. Verbesserungen und Innovationen in einer Branche sind nie endende Vorgänge, nicht ein einmaliges Ergebnis.“
1. Gang der Argumentation: Einleitung in die Problematik, dass bisherige Theorien Innovationen nur einseitig erklären, und Vorstellung des Innovationskontextes als ganzheitlicherer Ansatz.
2. Überblick über die Entwicklung der Innovationstheorie: Chronologische Aufarbeitung der Innovationsforschung von Schumpeters „kreativer Zerstörung“ bis hin zu neoklassischen und evolutionsökonomischen Modellen.
3. Der Innovationskontext als wirtschaftshistorischer Analyserahmen: Zentrale Analyse, wie soziale, kulturelle und politische Rahmenbedingungen Innovationen jenseits reiner Technikmodelle beeinflussen.
4. Möglichkeiten zur Messung von Innovationsaktivitäten: kritische Betrachtung gängiger Input- und Output-Indikatoren sowie Vorstellung des Lebenszyklusaufwandes als Bewertungsmethode.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über den Nutzen des Innovationskontextes für die zukünftige Planung und Analyse von Innovationsvorhaben.
6. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Darstellungsquellen.
Innovation, Innovationskontext, Schumpeter, Wissensmanagement, Innovationssysteme, Porter-Cluster, Lead-Markt, Technologiepolitik, Innovationsmessung, Produktlebenszyklus, Forschungs- und Entwicklung, Netzwerkanalyse, Technologietransfer, Wettbewerbsvorteil, Innovationsdynamik.
Die Arbeit untersucht Innovationen nicht nur als rein technische oder ökonomische Phänomene, sondern bettet sie in einen umfassenden wirtschaftshistorischen „Innovationskontext“ ein, der soziale, kulturelle und politische Rahmenbedingungen einbezieht.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Innovationstheorie, die Rolle von Netzwerken und Clustern, Innovationssysteme sowie die Herausforderungen bei der Messung von Innovationsaktivitäten in Unternehmen.
Das primäre Ziel ist es, den Innovationskontext als einen ganzheitlichen Analyserahmen darzustellen, der Unternehmen eine bessere Planung und ein tieferes Verständnis für die Bedingungen erfolgreicher Innovationen ermöglicht.
Der Autor stützt sich auf eine Literatur- und Theorieanalyse bestehender Ansätze der Innovationsökonomik und Wirtschaftsgeschichte, ergänzt durch eine konzeptionelle Modellbildung, um die vielfältigen Einflussfaktoren von Innovationen zu systematisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Innovationstheorien, die detaillierte Beschreibung des Innovationskontextes inkl. seiner Akteure und Messverfahren sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Messbarkeit qualitativer Faktoren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Innovationskontext, Innovationsfähigkeit, Wissensmanagement, Cluster-Bildung und die ganzheitliche Messung von Innovationsaktivitäten über den Produktlebenszyklus definiert.
Sie dient als historischer Ausgangspunkt und theoretische Basis, um den Zusammenhang zwischen Marktstruktur, Unternehmensgröße und Innovationsbereitschaft in der neoklassischen Innovationsforschung zu erklären.
Der Autor argumentiert, dass viele gängige Indikatoren (wie Patente oder F&E-Ausgaben) das Innovationsgeschehen nur unvollständig oder verzerrt abbilden und wichtige qualitative Aspekte, wie die Innovationskultur, oft gar nicht quantifizierbar sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

