Masterarbeit, 2013
77 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Forschungsstand
2.2 Theoretische Vorannahmen
2.2.1 Geschlecht als Konstrukt
2.2.2 Medien als Konstrukteure von Wirklichkeit
2.2.3 Medien und Sozialisation
2.3 Das Medium Mädchenzeitschrift
2.4 Die BRAVO GIRL!
3 Empirischer Teil
3.1 Die Methode Qualitative Inhaltsanalyse
3.2 Vorgehensweise
3.3 Auswertung der Analyse
3.3.1 Themenfeld: Kommunikationsverhalten allgemein
3.3.2 Themenfeld: Verliebtsein, Flirten und Kennenlernen
3.3.3 Themenfeld: Probleme
3.3.4 Themenfeld: Das Äußere
3.3.5 Themenfeld: Sex und Petting
3.3.6 Themenfeld: Liebesbeziehung
3.3.7 Themenfeld: Schlussmachen
3.3.8 Themenfeld: Allgemeine Aussagen
3.3.9 Themenfelder-übergreifende Aussagen
4 Zusammenfassung/ Schlussteil
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Mädchen und Jungen in der Jugendzeitschrift BRAVO GIRL! im zweiten Halbjahr 2012, um die durch das Medium transportierten heteronormativen Geschlechterbilder zu entschlüsseln und ihre sozialisatorische Wirkung zu analysieren.
3.3.1 Themenfeld: Kommunikationsverhalten allgemein
In diesem Themenfeld finden sich ausschließlich "Entgegengesetzte Beschreibungskategorienpaare". Sie nehmen in ihren Ausformulierungen im Textmaterial direkten Bezug auf das 'weibliche' bzw. 'männliche' Gegenüber. Zum ersten ist dies das Beschreibungskategoriepaar lästernd bei den Mädchen und nicht lästernd bei den Jungen.
Mädchen wird empfohlen, nicht so viel zu lästern. „Lästern. Mit den Mädels den ganzen Abend im Kreis stehen und über andere Leute lästern wirkt abgehoben.“ (BRAVO GIRL!; Heft 23: 49) und mit Bezug auf Jungen: „Lästere nicht zu viel und nicht zu offensichtlich. Jungs finden es echt uncool, wenn ein Mädchen sich über alles und jeden das Maul zerreißt.“ (BRAVO GIRL!; Heft 18: 47). Noch offensichtlicher wird die Bezugnahme auf das jeweilige Gegenüber an folgender Textstelle: „Mädels! Im Gegensatz zu euch lästern wir aber nicht.“ (BRAVO GIRL!; Heft 17: 17) und „Bei euch Girls läuft das anders. Man muss sich wochenlang Lästereien anhören. Für Jungs gibt es nichts Nervigeres als diese ewigen Intrigen.“ (BRAVO GIRL!; Heft 22: 17). Jungen werden an drei von vier Textstellen in Abgrenzung zu Mädchen als nicht lästernd beschrieben, und umgekehrt erfolgt an selbigen drei Textstellen eine Zuweisung der Beschreibungskategorie lästernd an die Mädchen. Erste Textstelle kommt ohne Abgrenzungsmethodik aus, unterstützt in ihrem Inhalt jedoch die Beschreibungskategorie lästernd bei den Mädchen.
Zum zweiten findet man die Bezugnahme auf das Gegenüber im Textmaterial bei dem Beschreibungskategorienpaar wenig redend für Jungen und viel redend bei den Mädchen.
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsinteresses, das durch eine Debatte über sexistische Inhalte in der BRAVO GIRL! motiviert wurde, sowie Erläuterung der Forschungsfrage.
2 Theoretischer Teil: Darstellung des Forschungsstandes, theoretische Grundlagen zum Konstruktivismus, zur Medien-Sozialisation und eine Einordnung des Mediums Mädchenzeitschrift.
3 Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, der Vorgehensweise bei der Textauswahl sowie die umfassende Auswertung in Themenfeldern.
4 Zusammenfassung/ Schlussteil: Zusammenführende Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit zur heteronormativen Wirkung der BRAVO GIRL! auf das Geschlechterverständnis der Rezipientinnen.
BRAVO GIRL!, Mädchenzeitschrift, Geschlechterkonstruktion, Qualitative Inhaltsanalyse, Sozialisation, Doing Gender, heteronormatives Rollenbild, Jungenbild, Mädchenbild, Liebesbeziehung, Medienhandeln, Identitätsbildung, Kommunikation, Jugendliche.
Die Arbeit analysiert die medialen Darstellungen von Mädchen und Jungen in der Zeitschrift BRAVO GIRL! aus dem zweiten Halbjahr 2012.
Die Analyse umfasst Themen wie Kommunikationsverhalten, Flirtverhalten, Liebesbeziehungen, Probleme, das Äußere sowie Sex und Petting.
Das Ziel ist es, die in der BRAVO GIRL! konstruierten Rollenbilder zu identifizieren und zu verstehen, wie diese zur Sozialisation und Identitätsbildung der jungen Leserinnen beitragen.
Die Autorin verwendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, ergänzt durch quantitative Verfahren zur Korpusbildung.
Mädchen werden überwiegend als aktiv und beziehungsorientiert dargestellt, während Jungen oft als unsicher, konfliktscheu und in ihrer Emotionalität eingeschränkt beschrieben werden.
Zentrale Begriffe sind Geschlechterkonstruktion, Heteronormativität, Jugendmedien und Doing Gender.
Die Analyse zeigt, dass Jungen häufig als wenig redend über Gefühle, konfliktscheu und teils unehrlich in der Kommunikation beschrieben werden, um Distanz zu wahren.
Mädchen werden fast ausschließlich als die aktiven Akteurinnen bei der Anbahnung von Kontakten und der Initiierung von Problemlösungen in Beziehungen dargestellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

