Diplomarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlagen
2.1 Supply Chain Management
2.1.1 Entwicklung des SCM
2.1.2 Motive für SCM
2.1.2.1 Dynamik in der Supply Chain
2.1.2.2 Kundenorientierung
2.1.2.3 Konzentration auf Kernkompetenzen
2.1.3 Grundprinzipien des SCM
2.1.4 Ziele und Aufgaben des SCM
2.1.5 Instrumente des SCM
2.1.6 Der Einsatz von Kennzahlen im SCM
2.2 Beschaffung in Industriebetrieben
2.2.1 Entwicklung der Beschaffungsfunktion
2.2.2 Ziele und Aufgaben der Beschaffung
2.2.3 Instrumente der Beschaffung
2.2.4 Der Einsatz von Kennzahlen in der Beschaffung
3 Auswirkung von SCM auf die Beschaffung in Industriebetrieben
3.1 Die Beschaffung als Teilbereich der SCM-Aktivitäten
3.2 Betrachtung der Funktionsebenen von SCM
3.2.1 Auswirkungen auf Gestaltungsebene (Supply Chain Design)
3.2.1.1 Grundtypen des Supply Chain Designs
3.2.1.2 Merkmale der Grundtypen
3.2.1.3 Konsequenzen der Grundtypen für die Beschaffung
3.2.1.3.1 Schlanke Supply Chains
3.2.1.3.2 Bewegliche Supply Chains
3.2.1.3.3 Verbundene Supply Chains
3.2.1.3.4 Schnelle Supply Chains
3.2.2 Auswirkungen auf Planungsebene (Supply Chain Planning)
3.2.2.1 Strategien der Beschaffungspolitik
3.2.2.1.1 Umbau der Beschaffungsprozesse
3.2.2.1.2 Beschaffungsorganisation und -aufgaben
3.2.2.1.3 Kooperationen mit Lieferanten
3.2.2.2 Sourcingstrategien
3.2.2.2.1 Single Sourcing
3.2.2.2.2 Modular Sourcing
3.2.2.2.3 Global Sourcing
3.2.2.3 Strategien der Materialbereitstellung
3.2.2.3.1 Einstufige Lagerkette
3.2.2.3.2 Just-in-Time (JiT)
3.2.2.3.3 Just-in-Sequence (JiS)
3.2.3 Auswirkungen auf Ausführungs- und Kontrollebene (Supply Chain Execution and Controlling)
3.2.3.1 Konsequenzen des Servicelevels
3.2.3.2 Konsequenzen der Flexibilität
3.2.3.3 Konsequenzen der Supply-Chain-Gesamtkosten
3.2.3.4 Konsequenzen des Gesamtbestands
3.3 Potenziale und Problembereiche von SCM in der Beschaffung
4 Praxisbeispiel: Ford Europa
4.1 Das Unternehmen
4.2 Umsetzung von SCM im Unternehmen
4.3 Auswirkungen der SCM-Strategie auf die Beschaffung
5 Resümee und Ausblick
6 Literaturverzeichnis
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen und Implikationen des Supply Chain Management (SCM) auf die Beschaffungsfunktion in Industriebetrieben systematisch zu untersuchen und zu bewerten, wobei ein besonderer Fokus auf der Optimierung der Prozessabläufe und der strategischen Neuausrichtung liegt.
Dynamik in der Supply Chain
Als Hauptmotiv für SCM dienen dynamische Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, die Handlungsbedarfe im Gesamtprozess aufzeigen. Eine wesentliche Aufgabe im Management von Supply Chains besteht in der Beachtung dieser Dynamik. Ein grundlegendes Problem von unternehmensübergreifenden Supply Chains ist die Verzögerung oder Störung des Informationsflusses. Dies führt zu einer nachhaltigen Verstärkung von Auftragsschwankungen. Das von Forrester bereits 1958 beschriebene Phänomen wird in der Literatur als Bullwhip-Effekt bezeichnet. So führen kleine Änderungen des Bedarfs beim Endkunden zu immer größeren Schwankungen in den Bedarfen, je weiter man die Wertschöpfungskette zurückverfolgt. Dabei können sich Schwankungen von zehn Prozent in der Endkonsumentennachfrage zu Ausschlägen von bis zu 50 Prozent bei den Rohstofflieferanten aufschaukeln.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderten Wettbewerbsbedingungen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Implikationen des SCM für die Beschaffung zu beleuchten.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Konzepte von Supply Chain Management und industrieller Beschaffung sowie deren Ziele, Aufgaben und Kennzahlensysteme dargestellt.
3 Auswirkung von SCM auf die Beschaffung in Industriebetrieben: Dieses Hauptkapitel analysiert die Auswirkungen von SCM auf drei verschiedenen Funktionsebenen – Gestaltung, Planung sowie Ausführung und Kontrolle – unter Einbeziehung verschiedener Sourcing- und Bereitstellungsstrategien.
4 Praxisbeispiel: Ford Europa: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Umsetzung von SCM-Konzepten am Beispiel von Ford Europa und dokumentiert die damit verbundenen Veränderungen in der Beschaffungslogistik.
5 Resümee und Ausblick: Hier werden die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des SCM in der industriellen Beschaffung aufgezeigt.
6 Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Supply Chain Management, Beschaffung, Industriebetrieb, Sourcingstrategien, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Kennzahlen, Bullwhip-Effekt, Just-in-Time, Modular Sourcing, Lieferantenmanagement, Bestandsreduktion, Ford Europa, Supply Chain Design, Global Sourcing
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Beschaffung in Industriebetrieben durch die Anwendung ganzheitlicher Managementkonzepte des Supply Chain Management.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Beschaffungsprozessen, dem Einsatz von Sourcingstrategien wie Single oder Modular Sourcing sowie der Steuerung mittels Kennzahlen.
Ziel ist es, die Auswirkungen von SCM-Strategien auf die industrielle Beschaffung zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten, um Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementkonzepte sowie der Anwendung dieser theoretischen Modelle auf ein konkretes Praxisbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Betrachtung auf drei Ebenen: Gestaltung (Design), Planung sowie Ausführung und Kontrolle, ergänzt durch die Analyse von Potenzialen und Problemen.
Wichtige Begriffe sind Supply Chain Design, Prozessorientierung, Lieferantenintegration, Bestandsmanagement, Durchlaufzeitverkürzung und die BSC als Controllinginstrument.
Ford Europa dient als anschauliches Praxisbeispiel, da das Unternehmen SCM erfolgreich implementiert hat, um durch sequentielle Anlieferung und Industrieparks komplexe Herausforderungen in der Automobilproduktion zu lösen.
Lieferanten wandeln sich von reinen Zulieferern zu strategischen Wertschöpfungspartnern, die durch Konzepte wie Modular Sourcing zunehmend Verantwortung für Teilprozesse übernehmen.
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