Bachelorarbeit, 2016
35 Seiten
I Einleitung
II Theoretischer Hintergrund
2.1 Der Begriff „Unterrichtsstörungen“
2.2 Ursachen für Unterrichtsstörungen
2.3 Pädagogische Handlungsmöglichkeiten bei Unterrichtsstörungen
III Schulpraktische Untersuchung
3.1 Zielsetzung
3.2 Ergebnisse der angewandten Verhaltensanalyse
3.3 Festlegung des Zielverhaltens und der Maßnahmen
3.4 Darstellung und Durchführung der Maßnahmen
3.5 Datenerhebung mittels Beobachtung
3.6 Auswertung der Untersuchungsergebnisse
IV Fazit und Ausblick
V Anhänge
Tabellen
Abbildungen
VI Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer qualitativen Einzelfallstudie, ob durch den gezielten Einsatz ausgewählter pädagogischer Strategien Unterrichtsstörungen bei einem Schüler der 2. Klasse reduziert und sein Lern- und Arbeitsverhalten positiv modifiziert werden können.
3.4 Darstellung und Durchführung der Maßnahmen
Individuelle Verhaltenspläne, wie der Smileyplan, sind auf der Grundlage von Eintauschverstärkern im Unterricht gut einsetzbar. Der Schüler E. erhält einen Verstärkerplan, in dem die erwünschten Zielverhaltensweisen aufgeführt sind. Zudem ist dieser Plan für E. ein Instrument der Selbstkontrolle, indem er zur Selbstbeobachtung und Selbstbewertung seines Verhaltens angeregt wird. Eine sofortige, häufige und schriftliche Rückmeldung der Lehrkraft soll sein Arbeits- und Lernverhalten verbessern.
In dem vorgefertigten Smileyplan, welchen im Anhang auf Seite 24 die Tabelle 5 illustriert, steht zunächst die Aufforderung an den Schüler E. nach jeder Mathematikstunde zum Lehrer zu kommen, um sein positives oder negatives Verhalten mittels Smileys zu bewerten. Dieser Plan folgt dem Muster eines „Intervallplans“, d.h. die Verstärkung erfolgt nach der Schulstunde. Weiter unten sind im Smileyplan alle vier Regeln des Zielverhaltens genannt (d.h. Regel 1 bis Regel 4). E. hat die Möglichkeit drei verschiedene Smileys zu erhalten: einen lachenden , einen grimmigen und einen traurigen Smiley . Im Smileyplan wird dem Schüler E. das Ziel vorgegeben mindestens 12 lachende und höchstens 8 traurige Smileys in einer Woche zu sammeln, um eine Belohnung zu erhalten. Eine genaue Bedeutung der verschiedenen Smileys samt Bewertungskriterien (d.h. die Anzahl der Regelverstöße) ist im unteren Bereich dieses Plans erläutert. Auf diese Weise hat E. die Möglichkeit sein Verhalten individuell zu bewerten.
I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Unterrichtsstörungen ein und definiert die zentrale Fragestellung der Fallstudie zur Verhaltensmodifikation eines Schülers.
II Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Begriff und die Ursachen von Unterrichtsstörungen und stellt verschiedene pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des Classroom Managements vor.
III Schulpraktische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung der Fallstudie, die angewandte Verhaltensanalyse, die konkreten Maßnahmen sowie die Auswertung der gesammelten Daten.
IV Fazit und Ausblick: Hier werden die Untersuchungsergebnisse zusammengefasst, die Leitfrage diskutiert und Möglichkeiten zur Stabilisierung des Zielverhaltens aufgezeigt.
V Anhänge: Dieser Teil enthält die verwendeten Tabellen und Erläuterungen zu den Instrumenten wie Beobachtungsbogen und Verstärkerplan.
VI Literaturverzeichnis: Dies ist eine Zusammenstellung der gesamten in der Arbeit verwendeten Fachliteratur.
Unterrichtsstörungen, Classroom Management, Verhaltensmodifikation, Smileyplan, Einzelfallstudie, Pädagogik, Lernverhalten, Schüler, Verstärkungslernen, Klassenführung, Beobachtung, Interventionsziele, Sozialverhalten, Konzentrationsmangel, Schulpraxis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Unterrichtsstörungen und der praktischen Erprobung von Maßnahmen zur Verbesserung des Lern- und Arbeitsverhaltens eines Schülers der 2. Klasse.
Die zentralen Felder umfassen Classroom Management, die Ursachenforschung bei störendem Schülerverhalten, proaktive sowie reaktive Interventionsstrategien und die Arbeit mit Belohnungssystemen.
Das Ziel ist es, mittels einer Einzelfallstudie durch proaktive und reaktive Strategien eine positive Modifikation des Verhaltens eines auffälligen Schülers im Mathematikunterricht zu erreichen.
Es wird ein qualitativer Ansatz im Rahmen einer Einzelfallstudie verfolgt, der durch eine strukturierte Beobachtung und eine quantitative Verhaltensaufzeichnung ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Umgang mit Unterrichtsstörungen sowie die detaillierte schulpraktische Untersuchung inklusive der Analyse von Zielverhalten und der Evaluation durchgeführter Maßnahmen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Classroom Management, Verhaltensmodifikation, Smileyplan, Unterrichtsstörungen und positive Verstärkung.
Der Smileyplan wurde als Instrument der Selbstkontrolle und zur Motivation eingeführt, um dem Schüler durch eine strukturierte Rückmeldung und die Aussicht auf Belohnungen zu helfen, sein Verhalten bewusster zu steuern.
Die Karten dienen der sofortigen, nonverbalen Rückmeldung während des Unterrichts, wodurch der Unterrichtsfluss weniger gestört wird und der Schüler sein Verhalten unmittelbar reflektieren kann.
Innerhalb des vierwöchigen Untersuchungszeitraums konnte eine deutliche positive Tendenz beobachtet werden, jedoch weist der Autor darauf hin, dass eine dauerhafte Stabilisierung erst durch weiteres Üben und das Ausschleichen der Verstärker erreicht werden kann.
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