Masterarbeit, 2016
141 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Arbeit
2.1.1 Geschichte
2.1.2 Definition
2.2 Sucht
2.2.1 Definition
2.2.2 Stoffgebundene vs. Stoffungebundene Süchte
2.3 Arbeitssucht
2.3.1 Definition
2.3.2 Exzessives Arbeiten vs. Zwanghaftes Arbeiten
2.3.3 Merkmale der Arbeitssucht
2.3.4 Typen der Arbeitssucht
2.3.5 Verlauf der Arbeitssucht
2.4 Top-Management
2.4.1 Definition Management
2.4.2 Definition & Begriffsabgrenzung Top-Management
2.5 Profisport
2.5.1 Definition und Abgrenzung
2.6 Instrumente & Messung der Arbeitssucht
2.6.1 Work Addiction Risk Test (WART)
2.6.2 Bergen Work Addiction Scale (BWAS)
2.6.3 Dutch Work Addiction Scale (DUWAS)
2.7 Aufstellung der Hypothesen
3 Methoden-Teil
3.1 Forschungsdesign & Durchführung
3.2 Erhebungsinstrument
3.2.1 Fragebogen
3.2.2 Bildmaterial
3.3 Auswahl der Stichprobe & Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Überprüfung der Hypothesen
4.2.1 Vergleich Gesamtscore
4.2.2 Vergleich Exzessives Arbeiten & Zwanghaftes Arbeiten
4.2.3 Zusammenhang Arbeitsstunden & Arbeitssucht
4.2.4 Zusammenhang Frage & Bildmaterial
4.3 Zusammenfassung
5 Diskussion & Interpretation
5.1 Top-Management vs. Profisport
5.2 Handlungsempfehlungen
5.2.1 Unternehmen
5.2.2 Sportvereine
5.2.3 Zusammenfassung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Arbeitssucht, um herauszufinden, ob sich überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz im Alltag und Erleben von Top-Managern und Profisportlern ähnelt oder unterscheidet. Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung Handlungsempfehlungen für die Erkennung und Prävention von Arbeitssucht in diesen beiden Bereichen zu entwickeln.
2.3.2 Exzessives Arbeiten vs. Zwanghaftes Arbeiten
In Anlehnung an Schaufeli et al. (2008), welche Arbeitssucht als „the tendency to work excessively hard in a compulsive way“ (Schaufeli, Taris, & Bakker, 2008, S. 204) definieren, setzt sich das Phänomen der Arbeitssucht demnach aus zwei Hauptkomponenten bzw. Dimensionen zusammen - dem exzessiven Arbeiten sowie dem zwanghaften Arbeiten. Diese bilden zudem die beiden Skalen der Dutch Work Addiction Scale (DUWAS), welche die Grundlage des in dieser Arbeit verwendeten Fragebogens darstellt (vgl. Kapitel 2.6.3).
Betroffene, welche exzessiv arbeiten, verbringen im Vergleich zu anderen wichtigen Lebensbereichen übermäßig viel Zeit mit der Arbeit und setzen die Ziele und Schwerpunkte ihrer Arbeit jenseits der erwarteten wirtschaftlichen und unternehmerischen Anforderungen. Zwanghaftes Arbeiten bedeutet, dass die Betroffenen besessen sind von ihrer Arbeit sowie intensiv und ununterbrochen an diese denken. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie gerade tatsächlich arbeiten oder einer anderen Beschäftigung nachgehen (vgl. Schaufeli, Taris, & Bakker, 2008). Wenn der Betroffene zwanghaft arbeitssüchtig ist, bildet die Arbeit den Hauptsinn seines Lebens. Durch die Ausführung seiner Arbeit erreicht er eine Art Rauschzustand. Sobald dieser unterbrochen wird, gerät er in einen unkontrollierbaren Angstzustand (vgl. Flaßpöhler, 2011).
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage zum Thema Arbeitssucht in Deutschland sowie das Forschungsziel und den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Vermittelt die theoretischen Basisinformationen zu den Begriffen Arbeit, Sucht und Arbeitssucht sowie eine Definition der relevanten Personengruppen.
3 Methoden-Teil: Erläutert das Forschungsdesign, das Erhebungsinstrument (Online-Fragebogen mit Bildmaterial) sowie die Datenauswertung.
4 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Statistik der Stichprobe und die Auswertung der Hypothesentests.
5 Diskussion & Interpretation: Diskutiert die Untersuchungsergebnisse kritisch und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Sportvereine ab.
6 Fazit und Ausblick: Fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die gesellschaftliche Relevanz der Thematik.
Arbeitssucht, Top-Management, Profisport, exzessives Arbeiten, zwanghaftes Arbeiten, Leistungsgesellschaft, Leistungsdruck, soziale Isolation, Prävention, psychische Gesundheit, DUWAS, empirische Untersuchung, Arbeitsstunden, Burnout, Selbstreflexion
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Phänomens Arbeitssucht in zwei spezifischen, leistungsorientierten Bereichen: dem Top-Management und dem Profisport.
Zentrale Themen sind die Definition und Merkmale von Arbeitssucht, der Vergleich von Arbeitsweisen und Belastungen zwischen Managern und Sportlern sowie die Messbarkeit von Arbeitssucht durch standardisierte Skalen.
Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, ob sich überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz und dessen Auswirkungen auf das Erleben bei Top-Managern und Profisportlern signifikant unterscheiden.
Es wurde eine empirische Untersuchung mittels anonymisierter Online-Fragebögen durchgeführt, die sowohl klassische Skalenfragen als auch eine innovative Kombination aus Bildmaterial und Skalen nutzte.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der statistischen Ergebnisse sowie eine ausführliche Diskussion und Interpretation dieser Ergebnisse.
Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffe wie Arbeitssucht, exzessives und zwanghaftes Arbeiten, Leistungsdruck sowie die Prävention und den Umgang mit arbeitsbezogenen Belastungen.
Die Arbeit identifiziert Faktoren wie den enormen Leistungsdruck, die prekäre und risikoreiche Natur des Profisports, die soziale Isolation sowie den durch sportliche Erfolge bedingten Rauschzustand als mögliche Ursachen.
Das Bildmaterial diente als unterstützende Methode, um zu prüfen, ob visuelle Reize zur Messung von Arbeitssucht herangezogen werden können, wobei die Ergebnisse jedoch als eher ungeeignet eingestuft wurden.
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