Bachelorarbeit, 2016
269 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Praktische Relevanz und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Definitorische Grundlagen
2.1 Gesundheit
2.1.1 Definition
2.1.2 Arbeitsfähigkeit - Gesundheit als Faktor der Gesunderhaltung
2.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung
2.3 Arbeits - und Gesundheitsschutz
3 Betriebliche Gesundheitsförderung im Krankenhaus
3.1 Instrumente der betrieblichen Gesundheitsförderung
3.1.1 Einführung von Gesundheitszirkeln
3.1.2 Mitarbeiterbefragung
3.1.3 Betrieblicher Gesundheitsbericht
3.1.4 Arbeitsunfähigkeitsanalyse
3.2 Das Krankenhaus als Arbeitsplatz
3.2.1 Arbeitsbedingungen und - belastungen der Pflegekräfte
3.2.2 Arbeiten im Nacht- und Schichtdienst
3.2.3 Berufskrankheiten und krankheitsbedingte Fehlzeiten
3.3 Darstellung der betrieblichen Gesundheitsförderung im deutschen Krankenhauswesen
3.3.1 Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung im Krankenhaus
3.3.2 Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (DNGfK)
3.3.3 Die Krankenkassen
3.3.4 Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst - und Wohlfahrtspflege (BGW)
3.3.5 Initiative für neue Qualität der Arbeit (INQA)
3.3.6 Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
3.4 Darstellung der betrieblichen Gesundheitsförderung im österreichischen Krankenhauswesen
3.4.1 Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung im Krankenhaus
3.4.2 Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG)
3.4.3 Fonds Gesundes Österreich (FGÖ)
3.4.4 Wiener Allianz für Gesundheitsförderung
4 Praxisprojekte zur Gesundheitsförderung im Krankenhaus
4.1 Projekt ‚Gemeinsam Gesünder‘ im Krankenhaus Barmherzige Brüder Eisenstadt
4.2 Projekt ‚Fit und Vital - unser Spital‘ im Bezirkskrankenhaus Schwaz
4.3 Das Gesundheitsprogramm Carus Vital des Universitätsklinikums Dresden
4.4 Projekt ‚Gezieltes Rückentraining für Mitarbeiter‘ im Städtischen Klinikum Solingen
5 Vergleichende Analyse und kritische Beurteilung
6 Fazit
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Ansätze der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in Krankenhäusern in Deutschland und Österreich, mit einem besonderen Fokus auf die speziellen Arbeitsbelastungen des Pflegepersonals. Das primäre Ziel besteht darin, die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit ausgewählter BGF-Projekte in beiden Ländern zu prüfen und zu bewerten, um Best-Practice-Ansätze zu identifizieren.
3.1.1 Einführung von Gesundheitszirkeln
Wie bereits im Kapitel 2.2 erwähnt, finden in der Betrieblichen Gesundheitsförderung verschiedene Instrumente Anwendung um Informationen über Arbeitsbedingungen, Krankenstände und Arbeitsbelastungen herauszufinden, diese zu analysieren und entsprechende Interventionen einzuleiten. Die verschiedenen Instrumente lassen sich entsprechend in verschiedene Phasen gliedern. Diese werden als ‚Konstituierungs- und Zielfindungsphase‘, ‚Planung und Analyse‘, ‚Durchführung von Interventionen‘ und ‚Auswertung und Evaluation‘ bezeichnet (Tabelle 1). Wie in der aufgeführten Tabelle ersichtlich finden pro Phase in der Praxis verschiedene Instrumente Anwendung.
Im Folgenden werden vier Instrumente beschrieben, welche sich in der betrieblichen Gesundheitsförderung gut etabliert und bewährt haben. Diese Instrumente nennen sich Gesundheitszirkel, Mitarbeiterbefragung, betrieblicher Gesundheitsbericht und Krankenstandsanalyse. Das Instrument ‚Gesundheitszirkel‘ wird zur Ermittlung von Risiken am Arbeitsplatz sowie zur Entwicklung von Lösungsvorschlägen herangezogen. Gesundheitszirkel nehmen einen angesehenen Platz im betrieblichen Gesundheitsmanagement ein und haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Funktion von Gesundheitszirkeln besteht darin, die Arbeitssituation der Beschäftigten unter gesundheitsfördernden Aspekten zu durchleuchten und gesundheitsbelastende Verhaltens- oder Arbeitsweisen zu erkennen. Die Erarbeitung und Entwicklung von Lösungsvorschlägen zur Förderung und Verbesserung gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen und dem Gesundheitsbewusstsein ist dabei das Ziel. Zusätzlich sollen die Selbstkompetenz sowie das Pflichtbewusstsein der Angestellten zur Herstellung und Umsetzung der eigenen Gesundheits- und Arbeitssituation gestärkt werden. Im Zentrum der Zirkelarbeit steht der Erfahrungsschatz der Mitarbeiter über tägliche Arbeitsbedingungen- und belastungen sowie die Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit. Der Gesundheitszirkel besteht demnach aus maximal sechs bis acht freiwilligen Mitarbeitern eines bestimmten Arbeitsbereichs. Gesundheitszirkel werden immer unter der Leitung eines Moderators durchgeführt. Dies geschieht während der Arbeitszeit und sollte in regelmäßigen Abständen stattfinden. Bei der Erstellung eines Zirkels gilt es darauf zu achten, Mitarbeiter aus der gleichen Hierarchieebene ohne die Einbindung eines Vorgesetzten, zu wählen. Dies nicht zu beachten, kann dazu führen, dass die Beschäftigen bevormundet oder beeinflusst werden, sodass kreative Vorschläge oder auch Kritik nicht geäußert werden.
1 Einleitung: Beleuchtung der hohen physischen und psychischen Belastungen des Pflegepersonals und Einführung der Fragestellung zum BGF-Vergleich zwischen Deutschland und Österreich.
2 Definitorische Grundlagen: Klärung der Begriffe Gesundheit, Arbeitsfähigkeit sowie Abgrenzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) und Betrieblicher Gesundheitsförderung.
3 Betriebliche Gesundheitsförderung im Krankenhaus: Detaillierte Darstellung der Instrumente, Akteure und Rahmenbedingungen für die Gesundheitsförderung in beiden Ländern.
4 Praxisprojekte zur Gesundheitsförderung im Krankenhaus: Vorstellung von vier spezifischen BGF-Projekten (zwei aus Österreich, zwei aus Deutschland) zur praktischen Anwendung der Instrumente.
5 Vergleichende Analyse und kritische Beurteilung: Gegenüberstellung der untersuchten Projekte anhand von Kriterien wie Instrumenteneinsatz, externe Partner, Führungsschulung und Evaluation.
6 Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse, Bestätigung der These zur besseren strukturellen Verankerung der Projekte in Österreich und Schlussfolgerungen für die deutsche Praxis.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Krankenhaus, Pflegepersonal, Arbeitsbelastung, Gesundheitszirkel, Mitarbeiterbefragung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz, Prävention, Salutogenese, Österreich, Deutschland, Evaluation, Projektmanagement, Gesundheitskompetenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) im Krankenhaussetting, speziell für das Pflegepersonal, und vergleicht dabei die Ansätze in Deutschland und Österreich.
Die zentralen Felder umfassen Arbeitsbedingungen von Pflegekräften, Belastungsfaktoren wie Schichtarbeit, Methoden des Gesundheitsmanagements sowie die organisatorische Struktur der Gesundheitsförderung.
Das Hauptziel ist es, Unterschiede in der Umsetzung der Gesundheitsförderung in Krankenhäusern beider Länder aufzuzeigen und zu prüfen, ob österreichische Projekte nachhaltiger und organisatorisch besser verankert sind.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine vergleichende Analyse von Praxisbeispielen aus verschiedenen Krankenhäusern, ergänzt durch Experteninterviews.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Akteure in beiden Ländern sowie vier konkrete Praxisprojekte im Detail vorgestellt und anschließend vergleichend analysiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere BGF, Krankenhaus, Pflegepersonal, Arbeitsbelastung, Prävention, Gesundheitszirkel und Gesundheitsmanagement.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass Projekte in Österreich aufgrund einer klareren Organisationsstruktur, stärkerer Förderung durch nationale Fonds und einer systematischeren Evaluation nachhaltiger und wirksamer agieren.
Die Evaluation ist entscheidend, um den Nutzen von Maßnahmen wissenschaftlich zu belegen, Lücken zu identifizieren und Anpassungen an geänderte Bedingungen zielgerichtet vornehmen zu können.
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