Diplomarbeit, 2009
227 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Aspekte des Übersetzens
2.1 Kommunikationsmodell
2.2 Die Zentralrolle des Übersetzers
2.3 Text als wichtiger Komponent des Übersetzens
2.4 Übersetzen als Prozess
2.4.1 Textanalyse
3 Übersetzungsprobleme
4 Die Rolle des Internets für Übersetzer
4.1 Internetsprache HTML
4.1.1 Technische Aspekte des Übersetzens von Internetseiten
4.1.2 Übersetzen mit einem HTML-Editor
4.1.3 Übersetzen mit across
5 Kurs 5 Englisch-Russisch
6 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und methodischen Ansätze beim Übersetzen von Internetseiten, illustriert am konkreten Beispiel eines frei zugänglichen englischsprachigen E-Learning-Kurses zum Thema „Sexuelle Gesundheit“, der in die russische Sprache übertragen werden soll. Im Zentrum stehen dabei die technischen Anforderungen der Lokalisierung, sprachliche Äquivalenzprobleme sowie die strategische Vorgehensweise bei der Übersetzung von Web-Inhalten.
3 Übersetzungsprobleme
Christiane Nord unterscheidet erstmals 1987 (Vgl. Nord 1999: 352) zwischen subjektiven Übersetzungsschwierigkeiten und objektiven Übersetzungsproblemen. Unter Übersetzungsschwierigkeiten versteht sie die Kompetenz des Übersetzers: Sprachen- und Kulturenkenntnisse, Allgemeinwissen, freier Umgang mit den Hilfsmittel und so weiter. Die Übersetzungsprobleme jedoch ergeben sich aus dem Übersetzungsprozess. Nord unterscheidet 4 Kategorien von Übersetzungsproblemen:
1. Pragmatische Übersetzungsprobleme
Nach Nord sind pragmatische Übersetzungsprobleme „der Kontrast von Ausgangs- und Zielsituation einschließlich der Konstellation der Kommunikationspartner und der intendierten Textfunktion(en)“ (Nord 1993: 209). „Die Beziehungen zwischen Sprachbenutzern und Sprachzeichen können für den Sender und den Empfänger einer Mitteilung jeweils andere sein. Denken wir nur an unterschiedliche Assoziationen, die, aufgrund unterschiedlicher Lebenserfahrungen oder Temperamente, ein Sprachzeichen auslösen kann.“ Reiss (Reiss 2000: 69). Für den einen erzeugt das Bild von „Glockenläuten“ eine schöne Verbindung mit Weihnachten, für den anderen ist es Lärmbelästigung, da er jeden Morgen um sechs von den Glocken geweckt wird und nie ausschlafen kann.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Projektthema der Übersetzung eines englischsprachigen E-Learning-Kurses ins Russische ein und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Aspekte des Übersetzens: Hier werden theoretische Grundlagen des Translationsprozesses beleuchtet, einschließlich Kommunikationsmodellen und der zentralen Rolle des Übersetzers.
3 Übersetzungsprobleme: Dieses Kapitel kategorisiert nach Christiane Nord verschiedene Arten von Übersetzungsproblemen und diskutiert diese anhand konkreter Beispiele aus dem E-Learning-Kurs.
4 Die Rolle des Internets für Übersetzer: Hier werden die technischen Besonderheiten bei der Lokalisierung von Internetseiten sowie der Einsatz von Hilfsmitteln wie HTML-Editoren und Translation-Memory-Systemen analysiert.
5 Kurs 5 Englisch-Russisch: Dieses Kapitel präsentiert das praktische Ergebnis der Diplomarbeit, die Übersetzung des Kurses „Sexual Dysfunctions and Their Treatment“.
6 Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert über die gesammelten Erfahrungen bei der technischen Umsetzung der Übersetzung und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Übersetzungssoftware.
Übersetzen, Übersetzungsprozess, Internetseiten, Lokalisierung, HTML, Übersetzungsprobleme, Fachtermini, across, Sprachwissenschaft, E-Learning, Sexuelle Gesundheit, Sprachbarriere, Textanalyse, Äquivalenz, Adäquatheit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten des Übersetzens von Internetseiten vom Englischen ins Russische, exemplarisch angewendet auf einen E-Learning-Kurs zur sexuellen Gesundheit.
Die Arbeit behandelt die Übersetzungstheorie, die spezifischen Herausforderungen bei der Web-Lokalisierung sowie die Anwendung technischer Übersetzungswerkzeuge.
Das primäre Ziel ist die fachgerechte Übersetzung des Kurses „Sexual Dysfunctions and Their Treatment“ unter Berücksichtigung der technischen und inhaltlichen Anforderungen für ein russischsprachiges Publikum.
Die Arbeit stützt sich auf translationstheoretische Modelle zur Textanalyse und zur Klassifizierung von Übersetzungsproblemen, insbesondere nach Christiane Nord und Katharina Reiss.
Im Hauptteil werden allgemeine Aspekte des Übersetzens, eine systematische Klassifizierung von Übersetzungsproblemen sowie die technische Komplexität beim Übersetzen in HTML-Formaten und der Einsatz von Softwaretools wie „across“ erörtert.
Wichtige Begriffe sind Lokalisierung, Übersetzungsprozess, HTML-Übersetzung, translatorische Kompetenz und Fachterminologie.
Durch die Verwendung spezialisierter Editoren wie NUV und des Softwarepakets „across“, um eine 1-zu-1-Kopie der Kursstruktur unter Beibehaltung der HTML-Steuerzeichen zu ermöglichen.
Weil der Übersetzer neben der reinen Sprachübertragung auch sicherstellen muss, dass technische Elemente wie Links, Formatierungen und das Layout der Internetseiten trotz Sprachwechsel korrekt erhalten bleiben.
Sie ist entscheidend, da Begriffe in der Ausgangskultur anders assoziiert werden können als in der Zielkultur. Der Übersetzer muss einen „kulturellen Filter“ nutzen, um diese pragmatischen Unterschiede auszugleichen.
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