Bachelorarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. NAFTA als nordamerikanisches Modell des Freihandels
2.1 Überblick
2.2 Der Abbau von Handelshemmnissen
2.3 Erwartungen und Ängste
2.4 Überblick über die Entwicklung des Handels
2.5 Exkurs: Unvorhersehbare nationale und internationale Ereignisse
3. Theoretisch-empirische Analyse des bilateralen Handels
3.1 Das Heckscher-Ohlin-Modell
3.2 Empirische Analyse des bilateralen Handels
3.3 Implikationen auf die Verteilung des Einkommens
3.4 Ergebnis
4. NAFTA im Kontext der Neuen Außenhandelstheorie
4.1 Das Krugman-Modell des intra-industriellen Handels
4.2 Intra-industrieller Handel zwischen den NAFTA-Staaten
4.3 Ergebnis
5. Zusammenfassung und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Einflusses des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) auf den internationalen Handel und die Einkommensverteilung, mit besonderem Fokus auf den bilateralen Warenaustausch zwischen den USA und Mexiko.
3.1 Das Heckscher-Ohlin-Modell
Das von Eli Heckscher und Bertil Ohlin entwickelte Heckscher-Ohlin-Modell erklärt den internationalen Handel über komparative Vorteile, die auf der unterschiedlichen Ausstattung der Länder mit Produktionsfaktoren beruhen. Die folgende Darstellung des Modells basiert, soweit nicht anders vermerkt, auf dem Buch International Economics von Husted und Melvin.
Die im Folgenden vorgestellte „2x2x2-Variante“ des Modells betrachtet zwei Ländern, die zwei unterschiedliche Güter mit den beiden einzigen Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital herstellen. Die beiden Länder unterscheiden sich in ihrer Ausstattung mit diesen Produktionsfaktoren. Im Folgenden wird angenommen, dass Land A ein relativ kapitalreiches Land ist, während Land B reich mit dem Faktor Arbeit ausgestattet ist.
Ebenso unterscheiden sich die beiden Güter, im folgenden Autos und Textilien, in ihren Faktorintensitäten. Zur Produktion eines Autos werden mehr Einheiten Kapital pro Einheit Arbeit als bei der Produktion von Kleidungsstücken benötigt, sodass das Gut Auto als relativ kapitalintensives Gut bezeichnet werden kann. Demgegenüber sind Kleidungsstücke ein arbeitsintensives Gut.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Abkommen NAFTA vor, umreißt die politische Debatte und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss auf Handel und Einkommen zu untersuchen.
2. NAFTA als nordamerikanisches Modell des Freihandels: Dieses Kapitel erläutert die Ziele, den Abbau von Handelshemmnissen in verschiedenen Sektoren und die öffentliche Erwartungshaltung gegenüber dem Abkommen.
3. Theoretisch-empirische Analyse des bilateralen Handels: Hier erfolgt die Anwendung des Heckscher-Ohlin-Modells zur theoretischen Erklärung der Handelsströme und eine Überprüfung dieser Theorie durch empirische Beobachtungen.
4. NAFTA im Kontext der Neuen Außenhandelstheorie: Dieses Kapitel führt das Krugman-Modell ein, um den intra-industriellen Handel zwischen den USA und Mexiko zu erklären, und zeigt die Bedeutung der Produktvielfalt auf.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bewertet den Erfolg von NAFTA kritisch und ordnet die Ergebnisse in den Kontext der aktuellen handelspolitischen Herausforderungen ein.
NAFTA, Freihandel, Handelshemmnisse, Heckscher-Ohlin-Modell, Krugman-Modell, Außenhandelstheorie, Intra-industrieller Handel, Einkommensverteilung, Reallöhne, Mexiko, USA, Skaleneffekte, Produktvielfalt, Extensive Margin, Intensive Margin.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) auf den bilateralen Handel zwischen den USA und Mexiko sowie dessen Konsequenzen für die Einkommensverteilung.
Zentrale Felder sind der Abbau von Handelshemmnissen, die Entwicklung der Handelsströme in den Industrien Automobil, Landwirtschaft und Textilien sowie die theoretische Fundierung durch klassische und neue Außenhandelstheorien.
Das Ziel ist es, den Einfluss von NAFTA auf den internationalen Handel und die Einkommensverteilung zu untersuchen und dabei Theorie (Heckscher-Ohlin und Krugman) mit empirischen Handelsdaten abzugleichen.
Es handelt sich um eine theoretisch-empirische Analyse, bei der außenhandelstheoretische Referenzmodelle zur Auswertung von Handelsdaten aus der UN-Comtrade-Datenbank herangezogen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine klassische Analyse mittels Heckscher-Ohlin-Modell und eine Untersuchung unter dem Paradigma der neuen Außenhandelstheorie, wobei der intra-industrielle Handel im Vordergrund steht.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie NAFTA, Außenhandelstheorie, Faktorproportionentheorem, intra-industrieller Handel und Produktvielfalt beschreiben.
Die Bilanz fällt gemischt aus: Während der Handel intensiviert wurde und Handelshemmnisse abgebaut wurden, blieb das Versprechen einer Konvergenz der Einkommen oder eines Aufstiegs zum Erste-Welt-Land unerfüllt.
Die Realität verletzt wichtige Prämissen des Modells, wie etwa die Annahme identischer Produktionsfunktionen oder die Immobilität von Produktionsfaktoren, insbesondere durch das Auftreten von ausländischen Direktinvestitionen.
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