Bachelorarbeit, 2016
85 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Ziele und Forschungsfragen
1.3 Methodische Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Geldmarkt
2.2 Gütermarkt
2.3 Makroökonomische Grundlagen nach Keynes
2.3.1 IS-LM Modell
2.3.2 Klassische Quantitätstheorie
2.3.3 Keynesianische Geldnachfrage
2.3.4 Expansive Geldpolitik nach Keynes
2.4 Die Geldtheorie
2.4.1 Die Funktionen des Geldes
2.4.2 Geldmengenkonzepte
2.4.3 Geldschöpfung
2.5 Die Europäische Zentralbank
2.5.1 Historie der EZB
2.5.2 Aufbau der EZB
2.5.3 Ziele und Aufgaben der EZB
2.6 Betrachtung der Instrumente der EZB
2.6.1 Geldpolitik
2.6.2 Offenmarktgeschäfte
2.6.3 Mindestreserven
2.6.4 Ständige Fazilitäten
3. Analyse
3.1 Betrachtung der Auswirkungen auf Geld- und Gütermarkt
3.1.1 Auswirkungen auf den Geldmarkt
3.1.1.1 Betrachtung der Entwicklung der Geldmenge M3
3.1.2 Auswirkungen auf den Gütermarkt
3.1.2.1 Betrachtung der Investitionstätigkeit der europäischen Unternehmen
3.1.3 Überprüfung der Auswirkungen anhand des IS-LM Modell
3.1.3.1 Investitions- und Liquiditätsfalle
3.1.4 Weitere Auswirkungen
3.1.4.1 Auswirkungen auf die privaten Haushalte
3.1.4.2 Auswirkungen auf den Wohnimmobilienmarkt
3.1.4.3 Finanzielle Repression
3.1.5 Bezug zur EZB
3.1.5.1 Erwartete Auswirkungen bei Änderung der Leitzinsen
3.1.5.2 Erreichung der Ziele der EZB
3.2 Zusammenfassung der Analyseergebnisse
3.3 Interpretation der Ergebnisse
4. Reflexion und Ausblick
4.1 Reflexion der Vorgehensweise
4.2 Beantwortung der Forschungsfragen
4.3 Kritische Betrachtung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf den realen Geld- und Gütermarkt im Euroraum und analysiert kritisch, inwieweit die gesetzten Ziele, wie die Preisniveaustabilität, erreicht werden.
3.1.3.1 Investitions- und Liquiditätsfalle
Mögliche Fehlentwicklungen durch eine expansive Geldpolitik werden durch Keynes als Investitions- und Liquiditätsfalle beschrieben. Diese Entwicklungen können eintreten, wenn die, eher als kurzfristige Maßnahme deklarierte, expansive Geldpolitik langfristig eingesetzt wird oder die Unternehmen von einem Nachlassen der konjunkturellen Entwicklung ausgehen.94
Die Investitionsfalle beschreibt eine im Lot verlaufende gesamtwirtschaftliche Nachfragekurve siehe nachfolgende Abbildung 8. Die Unternehmen führen also keine Erweiterungs-, sondern ausschließlich Ersatzinvestitionen durch. Diese Situation entsteht beispielsweise nach dem Abzeichnen eines konjunkturellen Abschwungs. Somit wird die, durch expansive Geldpolitik gebotene, neue abzurufende Geldmenge nicht genutzt und die Maßnahme bleibt erfolglos, trotz niedrigerer Kosten des Geldes, also niedrigerem Zins, erhöht sich die Gesamtwirtschaftliche Nachfrage nicht. Sie ist somit vollkommen zinsunelastisch.95
1. Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Untersuchung der EZB-Geldpolitik.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der ökonomischen Modelle wie IS-LM, Geldtheorie und EZB-Instrumente.
3. Analyse: Kritische Bewertung der Auswirkungen auf Geld- und Gütermarkt sowie Überprüfung der EZB-Ziele.
4. Reflexion und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Schlussbetrachtung.
EZB, expansive Geldpolitik, Geldmenge M3, Leitzins, Gütermarkt, Geldmarkt, Investitionsquote, Preisniveaustabilität, IS-LM Modell, Liquiditätsfalle, Investitionsfalle, Finanzielle Repression, Inflation, Eurozone, Wirtschaftsleistung.
Die Arbeit analysiert kritisch die Auswirkungen der von der EZB betriebenen expansiven Geldpolitik auf den realen Geld- und Gütermarkt im Euroraum.
Zentrale Themen sind die Geldtheorie, die Funktionsweise der EZB, die Entwicklung der Geldmenge M3, Investitionstätigkeiten sowie makroökonomische Modelle wie das IS-LM-Modell.
Die Hauptziele sind die Untersuchung der Auswirkungen der expansiven Geldpolitik auf den Geld- und Gütermarkt, die Überprüfung, ob die EZB ihre Ziele erreicht, und die Analyse der Effekte auf private Haushalte.
Die Arbeit nutzt eine theoretische fundierte Analyse, ergänzt durch die Auswertung valider Daten (z. B. Geldmenge M3, Investitionsquote) und deren Interpretation mithilfe makroökonomischer Modelle.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen der EZB-Maßnahmen auf Geld- und Gütermarkt, prüft diese anhand des IS-LM-Modells und diskutiert mögliche Fehlentwicklungen wie Liquiditäts- oder Investitionsfallen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind EZB, expansive Geldpolitik, Geldmenge M3, Preisniveaustabilität, Investitionsquote und Finanzielle Repression.
Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Zinssenkungen zwar die Refinanzierung der Banken begünstigten, aber nicht im erwarteten Maße zu einer Steigerung der Investitionsnachfrage oder des Preisniveaus führten.
Die Autorin überprüft die Merkmale nach Shaw und McKinnon und kommt zu dem Ergebnis, dass die Merkmale für eine finanzielle Repression derzeit nicht auf den Euroraum zutreffen.
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