Bachelorarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Theoretische Grundlagen zur Dependenzgrammatik und Valenztheorie
2.1.1 Dependenz
2.1.2 Dependenzgrammatik
a) Konnexion
b) Junktion
c) Translation
2.1.3 Valenztheorie
2.1.4 Verbvalenzen
a) Avalente Verben
b) Monovalente Verben
c) Divalente Verben
d) Trivalente Verben
e) Tetravalente Verben
f) Pentavalente Verben
g) Experiment: Hexavalente Verben
h) Fazit
2.1.5 Ergänzungen und Angaben
a) Obligatorische und fakultative Ergänzungen
b) Angaben
2.1.6 Grammatische Proben
a) Tests zur Identifikation von Syntagmen
b) Tests zur Unterscheidung von Ergänzung und Angabe
2.2 Analyse der Satzsyntax in Halloween (Noche de Brujas)
a) Satz 1
b) Satz 2
c) Satz 3
d) Satz 4
e) Satz 5
f) Satz 6
g) Satz 7
3 Schluss
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Anwendung der Dependenzgrammatik und Valenztheorie auf das Spanische. Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Dependenz und Valenz, basierend auf Lucien Tesnières Grammatikmodell, zu erläutern und ihre Anwendbarkeit anhand von sowohl konstruierten Beispielsätzen als auch einer Analyse eines authentischen spanischen Artikels (Halloween (Noche de Brujas)) zu überprüfen und zu verifizieren.
2.1.1 Dependenz
Der Terminus Dependenz ist nicht nur der Sprachwissenschaft vorbehalten. Man begegnet ihm gleichermaßen in ganz anderen Gebieten der Wissenschaft. So wird die Dependenz z.B. im Psychologie-Lexikon definiert als „das Ausmaß, in dem andere Personen als Quelle der Zustimmung, Unterstützung, Hilfe und Bezug gebraucht werden“ (Papadakis 2014, s.v. Dependenz). Oder innerhalb Kants kategorischer Dependenz, wo sie im Zusammenhang mit der Relation von „Kausalität und Dependenz (Ursache und Wirkung)“ (Röd 2006, 40; Kern 2007, 109) als Wirkung verstanden wird. Dennoch fällt in beiden Verwendungsweisen auf, dass es sich immer um spezifische Wechselbeziehungen zweier oder mehrerer Elemente handelt. Im Duden wird als Synonym Abhängigkeit angeboten (s.v. Dependenz), was sich schlicht und einfach als das nichtfremdsprachliche Pendant anführen lässt. Das beweist zudem der Blick in jedes spanisch-deutsche Wörterbuch. Zum Stichwort dependencia wird immer die Übersetzung ‘Abhängigkeit’ geliefert. Das ist zugleich die primäre Bedeutung in der Linguistik, wie auch die Definition von Bußmann oben zeigt.
In ihrer sprachwissenschaftlichen Arbeit Systemstrukturen des Deutschen beschreibt Blidschun die Dependenz als eine spezielle Art der syntaktischen Abhängigkeit und erläutert, dass ein Dependenzverhältnis zwischen zwei Elementen vorliegt, „wenn das übergeordnete Element (= Regens) ohne das untergeordnete (= Dependens) vorkommen kann, das untergeordnete aber nicht ohne das übergeordnete“ (2011, 30). Das soll anhand eines Beispiels verdeutlicht werden.
(1) a) La chica lleva una blusa roja. ‘Das Mädchen trägt eine rote Bluse.’
b) La chica lleva una blusa. ‘Das Mädchen trägt eine Bluse.’
c) *La chica lleva una roja. *‘Das Mädchen trägt eine rote.’
Der Fokus liegt zunächst nur auf dem Nominalsyntagma blusa roja. In Beispiel (1) ist blusa das Regens und roja das Dependens, was nun genauer erläutert wird.
1 Einleitung: Einführung in die Dependenzgrammatik und Valenztheorie sowie Erläuterung der Motivation für die Übertragung auf das Spanische.
2 Hauptteil: Theoretische Herleitung der Konzepte Dependenz, Valenz, Ergänzungen und Angaben, ergänzt durch methodische Analysen spanischer Beispielsätze und eines Textes.
3 Schluss: Resümee über die erfolgreiche Anwendbarkeit der Theorie auf das Spanische und Diskussion der dabei aufgetretenen sprachlichen Besonderheiten.
Dependenzgrammatik, Valenztheorie, Verbvalenz, Spanische Sprache, Syntax, Dependenz, Ergänzung, Angabe, Regens, Dependens, Satzstruktur, Baumdiagramm, Grammatische Proben, Aktant, Valenzhierarchie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Grundlage der Dependenzgrammatik und Valenztheorie und deren Anwendung auf die spanische Sprache, um die Satzstruktur des Spanischen syntaktisch zu analysieren.
Die zentralen Themen sind die Definition und Abgrenzung von Dependenz und Valenz, die Klassifikation von Verbvalenzen (von null- bis pentavalent) sowie die Unterscheidung von obligatorischen/fakultativen Ergänzungen und freien Angaben.
Das Ziel ist die Erprobung und Verifikation der etablierten dependenzgrammatischen Modelle durch die Anwendung auf spanische Beispielsätze und einen authentischen Text aus einem spanischen Blog.
Es werden gängige grammatische Proben (Reduktionstest, Folgerungstest, Anschlusstest) eingesetzt, um Syntagmen zu identifizieren und die Rolle von Satzgliedern (Ergänzungen vs. Angaben) zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Fachtermini, eine detaillierte Aufstellung der Verbvalenzen und eine praktische Analyse eines spanischen Zeitungsartikels, inklusive der graphischen Darstellung mittels Baumdiagrammen.
Die wichtigsten Begriffe sind Dependenz, Valenz, Verbvalenz, spanische Syntax und Satzanalyse.
Die Autorin nutzt Engel'sche Verfahren wie den Reduktions- und Folgerungstest, um festzustellen, ob ein Satzglied vom Verb gefordert wird (Ergänzung) oder lediglich eine kontextuelle Information liefert (Angabe).
Da das Spanische eine sogenannte "Pro-Drop-Sprache" ist, kann das Subjekt oft durch die Verbalmorphologie identifiziert werden, weshalb es nicht explizit realisiert werden muss.
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