Bachelorarbeit, 2016
46 Seiten, Note: 11,5
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Fragestellung
2 Aufbau der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
2.1 Organisation des Rettungsdienstes in der BRD
2.2 Personal des Rettungsdienstes in der Bundesrepublik
3 Bisheriger Forschungsstand zur Gewalt gegen Rettungsfachpersonal
3.1 Definition von Gewalt
3.2 Ausweitung des § 112 StGB
4 Datenanalyse und Auswertung
4.1 Einsatzort
4.2 Geschlecht der Täter
4.2.1 Alter der Täter
4.2.2 Ethnische Herkunft
4.2.3 Patient/ Nicht-Patient
4.2.4 Begleitumstände und mögliche Auslöser der Tat
4.3 Zeitliche Aspekte der Tat
4.3.1 Wochentag bei Begehung
4.3.2 Zeitpunkt der Tat
4.4 Deliktkategorien
4.4.1 Beleidigung, Bedrohung, Nötigung
4.4.2 Physische Übergriffe
4.4.3 Fallzahlen nach § 114 StGB
4.5 Folgen der Opfer
5 Maßnahmen und Prävention
5.1 Einsatzplanung/ Einsatzübernahme
5.2 Debriefing/ Einsatznachbesprechung
5.3 Meldewege und Dokumentation
5.4 Fortbildung in Einsatzkommunikation und Deeskalation
5.5 Selbstverteidigung/ Selbstschutz
5.6 Repression
6 Fehlerbetrachtung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das tatsächliche Ausmaß von Gewalt gegenüber Rettungsfachpersonal im Einsatzgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, auf Basis existierender Studien und statistischer Daten zu analysieren, ob ein signifikanter Anstieg von Gewalttaten vorliegt, das Täterprofil zu bestimmen sowie präventive Handlungsstrategien zum Schutz des Personals abzuleiten.
4.2.1 Alter der Täter
Der „typische“ Täter, der laut Auer Gewalt gegen das Rettungsfachpersonal ausübt, befindet sich im Alter zwischen 21 und 40 Jahren (Auer, 2009; S. 52).
Auch hier gibt es zur Analyse von Schmidt keine nennenswerten Unterschiede, die eine ähn lich Altersspanne zwischen 20 und 40 Jahren als Hauptakteure benennt (Schmidt, 2012; S. 15).
Weiter führt sie aus, dass somit auch der durch die Medien postulierte allgemeine Glaube an eine stetig zunehmende Jugendkriminalität widerlegt sei und beruft sich auf eine KfN-Studie (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen) von 2009 „ Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“ Laut ihren Erkenntnissen spielen Jugendliche bei den Über griffen mit lediglich 8,8 Prozent ein deutlich untergeordnete Rolle.
Ein Aufzeigen der verzerrten medialen Berichterstattung bei Gewalttaten mit dem Hinweis auf diesen Aspekt wird durch den Autor erneut als starke Kritik der Medien gesehen, da so mit ein deutlich manipuliertes Bild der Realität für die Öffentlichkeit geschaffen wird.
Baumanns Ergebnisse aus Hamburg wichen ebenfalls nicht ab. Im zweijährigen Betrach tungszeitraum waren in 38,3 Prozent die Täter zwischen 20 und 39 Jahre alt (Baumann, 2014; S. 23).
Zusammengefasst kann man feststellen, dass Übergriffe von unter 20 jährigen und über 60 jährigen keine Rolle spielen und die Hauptklientel in einem Alter von 20-40 angesiedelt ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Gewalt gegen Rettungsfachpersonal ein und beschreibt das Ziel sowie den methodischen Fokus der Bachelorarbeit.
2 Aufbau der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben: In diesem Kapitel wird der Rettungsdienst als Teil der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr definiert und die verschiedenen Organisationen sowie ihre Rollen erläutert.
3 Bisheriger Forschungsstand zur Gewalt gegen Rettungsfachpersonal: Das Kapitel gibt einen Überblick über existierende Studien zum Thema und definiert den Begriff Gewalt sowie die rechtliche Ausweitung der Schutzparagraphen.
4 Datenanalyse und Auswertung: Hier werden statistische Daten zu Einsatzorten, Täterprofilen, zeitlichen Mustern, Deliktkategorien und Folgen für die Opfer detailliert ausgewertet.
5 Maßnahmen und Prävention: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Lösungsansätze wie verbesserte Einsatzplanung, Debriefing-Konzepte, Dokumentation, Deeskalationstraining und Selbstverteidigung.
6 Fehlerbetrachtung: Eine kritische Analyse der Datenlage und der methodischen Schwierigkeiten bei der Erfassung von Gewalttaten gegen Rettungskräfte.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für die Zukunft.
Gewalt gegen Rettungskräfte, Rettungsdienst, Einsatzgeschehen, Deeskalation, Prävention, Einsatznachbesprechung, Täterprofil, PKS, Gefahrenabwehr, Rettungsfachpersonal, Körperverletzung, Eigensicherung, Dokumentation, NIDA, Gewaltprävention
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Gewaltproblematik gegenüber Rettungsfachpersonal im Einsatzgeschehen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.
Zentral sind die Analyse der Fallzahlen, die Bestimmung von Risikofaktoren wie Täterstruktur oder Tatzeiten sowie die Bewertung von Präventions- und Schutzmaßnahmen.
Das Ziel ist es, das tatsächliche Ausmaß der Übergriffe zu objektivieren, die mediale Darstellung zu hinterfragen und effektive Handlungsmöglichkeiten zur Risikominimierung aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Auswertung bestehender kriminologischer Studien (z.B. Schmidt, Auer, Baumann) sowie der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Datenlage zur Täter- und Tatortstruktur, eine Untersuchung der Deliktkategorien sowie die Diskussion von Präventionsansätzen wie Einsatzplanung und Nachbesprechungen.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Rettungsdienst, Gewaltprävention, Einsatznachbesprechung, Eigensicherung und Fallzahlanalyse charakterisiert.
Statistiken zeigen, dass ein Großteil der Täter, insbesondere in der Altersgruppe 21-40 Jahre, zum Zeitpunkt der Übergriffe alkoholisiert ist oder unter dem Einfluss anderer Substanzen steht.
Das VAN-Modell (Vorbereitung, Aktion, Nachbereitung) wird als zielführender Ansatz diskutiert, um durch strukturierte Vorbereitung und Einsatznachbesprechung (Debriefing) die Sicherheit des Personals zu erhöhen.
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