Bachelorarbeit, 2015
105 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
1.1 Begriffsdefinitionen
1.2 Problemhintergrund
1.3 Fokus und Ziele
1.4 Aufbau
2. LUFTVERKEHRSINDUSTRIE
2.1. Betroffene Unternehmen
2.1.1 Große europäische Airline-Gruppe
2.1.2 Kleine europäische Airline
3. LITERATURANALYSE
3.1 UNTERNEHMENSKULTUR
3.1.1. Unternehmenskultur – ein Definitionsversuch
3.1.2 Scheins Drei-Ebenen-Modell
3.1.3 Starke versus Schwache Unternehmenskulturen
3.1.4 Subkulturen
3.1.5 Unternehmenskulturen nach Hofstede
3.2 INTEGRATIONSSTRATEGIEN NACH MARKS & MIRVIS
3.3 DIE ROLLE VON EMOTION BEI M&A
3.3.1. Studie zu Emotionen bei M&A
3.3.1.1 Entstehung von Emotionen
3.3.1.3 Einfluss von Emotionen auf den Erfolg von M&A
3.3.1.4 Ergebnisse der Studie von Kusstatscher und Cooper
3.3.2 Das Merger Syndrom
4. METHODE
4.1 Datenerhebung
4.2 Sample
4.3 Datenanalyse
5. ERGEBNISSE
5.1 Hintergrundinformationen
5.2 Kritische Interaktionsereignisse vor der Übernahme
5.3 Kritische Interaktionsereignisse während und nach der Übernahme
5.4. Auswirkungen kritischer Interaktionsereignisse auf den Unternehmenserfolg
5.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. CONCLUSIO
6.1 Zusammenfassungen der vorherigen Kapitel
6.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.3 Limitationen
6.4 Zukünftige Forschungsfelder
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die das Scheitern von Mergers and Acquisitions (M&A) im Kontext der Luftverkehrsbranche beeinflussen, mit besonderem Fokus auf die Rolle der Unternehmenskultur und die emotionalen Reaktionen der betroffenen Belegschaft. Ziel ist es, durch die Untersuchung einer spezifischen Übernahme ein theoretisches Modell zu entwickeln, das die Wirkungsmechanismen zwischen unternehmenskulturellen Unterschieden und Mitarbeiteremotionen auf den Unternehmenserfolg aufzeigt.
1.1 Begriffsdefinitionen
Bevor eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Themengebiet von Fusionen und Übernahmen möglich ist, muss zunächst definiert werden was sich hinter den zwei Begriffen verbirgt.
Fusionen und Übernahmen sind grundsätzlich zwei mögliche Unterkategorien von Unternehmenszusammenschlüssen. Dabei handelt es sich um die Verbindung von bisher rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen.
Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang die Differenzierung zwischen einer Unternehmenskooperation und Unternehmensvereinigung. Unternehmenskooperationen sind dadurch gekennzeichnet, dass die betroffenen Unternehmen wirtschaftlich weitgehend selbständig bleiben. Eine mögliche Kooperationsform, die auch in der Luftfahrtindustrie häufig anzutreffen ist, stellt die sogenannte strategische Allianzen dar. Bei Unternehmensvereinigungen hingegen verliert mindestens eines der beteiligten Unternehmen die wirtschaftliche Selbstständigkeit und gibt die eigene Autonomie zumindest teilweise oder vollkommen auf. (vgl. Glaum et al. 2010: 15-16).
Die Akquisition oder auch Übernahme genannt, bezeichnet den Erwerb der Kontrolle über ein bestehendes und zuvor unabhängiges Unternehmen. Dies führt zum Verlust der wirtschaftlichen Selbständigkeit des erworbenen Unternehmens und somit zur Ausdehnung des Machtbereiches des übernehmenden Unternehmens (Glaum et al. 2010: S17). Die beteiligten Unternehmungen behalten jedoch ihre Rechtspersönlichkeit (Grünert 2007: 27).
Als Fusion bezeichnet man die Verschmelzung von zwei oder mehr zuvor rechtlich selbstständigen Unternehmen zu einer einzigen rechtlichen Einheit. Bei Fusionen muss zwischen zwei Formen unterschieden werden. Zum einen gibt es Fusionen durch Aufnahme, zum anderen Fusionen durch Neugründung. Bei Fusionen durch Aufnahme verliert lediglich eine der beteiligten Unternehmungen die Rechtspersönlichkeit. Bei Fusionen durch Neugründung wird das Vermögen beider Beteiligten auf ein neugegründetes Unternehmen übertragen und Beide verlieren ihre Rechtspersönlichkeit (vgl. Grünert 2007: 28-29).
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe von Fusionen und Übernahmen, beleuchtet den Problemhintergrund in der Wirtschaft und legt den Fokus sowie die Zielsetzungen der Arbeit fest.
2. LUFTVERKEHRSINDUSTRIE: Hier werden die Rahmenbedingungen der europäischen Luftverkehrsbranche sowie die spezifischen Merkmale der untersuchten Unternehmen dargestellt.
3. LITERATURANALYSE: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über theoretische Modelle zur Unternehmenskultur, Integrationsstrategien und die Rolle von Emotionen in M&A-Prozessen.
4. METHODE: Die Forschungsmethode (Grounded Theory) und die Durchführung der Datenerhebung durch Interviews werden in diesem Kapitel beschrieben.
5. ERGEBNISSE: Hier werden die während der Übernahme identifizierten kritischen Interaktionsereignisse analysiert und deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg diskutiert.
6. CONCLUSIO: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Limitationen und benennt zukünftige Forschungsfelder.
M&A, Unternehmenszusammenschlüsse, Unternehmenskultur, Luftverkehrsbranche, Fusion, Akquisition, Integration, Emotionen, Mitarbeiterzufriedenheit, Merger Syndrom, Führung, Change Management, Grounded Theory, Leistungsbereitschaft, Unternehmenserfolg.
Die Arbeit untersucht das Scheitern von Unternehmenszusammenschlüssen, speziell im Luftfahrtsektor, unter Berücksichtigung von kulturellen und emotionalen Faktoren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Unternehmenskultur, der Entstehung und Wirkung von Emotionen bei Mitarbeitern während Übernahmen sowie der Analyse von Integrationsprozessen.
Es soll analysiert werden, warum Übernahmen häufig scheitern, und ein Modell entwickelt werden, das zeigt, wie Unternehmenskulturen und Emotionen den M&A-Erfolg beeinflussen.
Die Arbeit nutzt die Grounded Theory und gewinnt qualitative Erkenntnisse durch teilstrukturierte Interviews mit betroffenen Mitarbeitern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Literaturanalyse, die Beschreibung der Methodik und die detaillierte Präsentation sowie Diskussion der Ergebnisse aus den Interviews.
Kernelemente sind Unternehmenskultur, Fusion, Übernahme, Emotionen, Integrationsmanagement, Mitarbeiterbindung und der Erfolg von Unternehmenszusammenschlüssen.
Da laut Medienberichten bei der Zusammenführung dieser Unternehmen innerhalb des GEA-Konzerns besonders starke Konflikte auftraten, eignet sich dieser Fall ideal zur Untersuchung von Reibungspunkten.
Das Konzept beschreibt die psychologischen Auswirkungen des Übernahmeprozesses auf die Belegschaft, um Verhaltensweisen wie Widerstand oder Ängste erklärbar zu machen.
Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, wie etwa Ergebnis- vs. Prozessorientierung, führen zu Differenzen in der Erwartungshaltung und können bei fehlender Abstimmung den Erfolg mindern.
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