Bachelorarbeit, 2015
36 Seiten, Note: 1.0
Didaktik für das Fach Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
1. KAPITEL: Einführung in die Künstlerproblematik
1.1 Begriff des Künstlers
1.1.1 Künstler – Definition
1.1.2 Entwicklung des Begriffs
1.1.3 Der Künstler und die Gesellschaft
1.1.4 Der Künstler der Moderne
1.2 Das Motiv des Künstlers in der deutschen und polnischen Literatur
1.3 Anna Seghers – Leben, Werk und Kunstauffassung
1.4 Das Wirkliche Blau von Anna Seghers – kurze Zusammenfassung
2. KAPITEL: Analyse des Künstlermotivs in der Erzählung Das wirkliche Blau
2.1 Die Künstlerproblematik in Anna Seghers‘ Das wirkliche Blau
2.2 Der blaue Farbstoff in den Augen der Kundschaft und Benitos Einstellung zu dem Blau
2.3 Benitos Guerrero – Entwicklung des Künstlers
2.3.1 Anfang der Reise – innere Motivation
2.3.2 Die Träume und ihre Bedeutung
2.3.2.1 Der blaue Farbstoff und die „Blaue Blume“
2.3.3 Ambivalente Gefühle
2.3.4 Benitos Verhältnis zur Gesellschaft
2.3.4.1 Instrumentalisierung der Einwohner
2.3.4.2 Benitos Misstrauen
2.3.4.3 Der Wunsch nach Individualität
2.3.5 Reale Züge des „wirklichen Blaus“
2.3.5.1 Benitos Kunstauffassung
3. KAPITEL: Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht den Wandel des Töpfers Benito Guerrero in Anna Seghers' Erzählung „Das wirkliche Blau“, wobei insbesondere seine Entwicklung von einem einfachen Handwerker zu einem selbstständigen, künstlerisch handelnden Individuum analysiert wird.
2.3.5 Reale Züge des „wirklichen Blaus“
Nach dem Aufenthalt in Altamilpa setzt Benito seine Reise fort. An der letzten Strecke zur Farbmühle freut sich der Held - voller Hoffnung auf das baldige Treffen mit dem Neffen - auf die Fortsetzung der Reise, da er jetzt erneut das Ziel vor seinen Augen hat und die Initiative ergreift.
Zwar hatte er die Möglichkeit, die Farbe beim Don Marcel, einem Drogisten, zu erwerben, aber er wollte es nicht. Die Reise würde dann, so glaubt er, ihren Sinn verlieren. Damals im Don Marcels Laden, als er sich die einzelnen Blaufarbtöne bei dem Verkäufer ansieht, kommt er dazu, dass keine von ihnen angemessen sei: „Das helle war viel zu hell. Das dunkle war viel zu dunkel. Das Nachtblau war lila und keineswegs Blau.“ (B. 73) Aus einem unbekannten Grund fühlt sich der Held in diesem Moment erleichtert, obwohl er noch Schweres vor sich hat – den Rest des Abenteuers. Er beabsichtigt, seine erwünschte, ideale blaue Farbe selbst zu erwerben, ohne etwas bei dem „verdammten Don Marcel“ (B. 73) gekauft zu haben.
1. KAPITEL: Einführung in die Künstlerproblematik: Dieses Kapitel definiert theoretisch den Begriff des Künstlers und beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie die Rolle in der Gesellschaft und Literatur.
2. KAPITEL: Analyse des Künstlermotivs in der Erzählung Das wirkliche Blau: Hier findet die detaillierte Untersuchung von Benito Guerreros Charakterentwicklung, seinen Träumen, der Symbolik der Farbe Blau und seinem Verhältnis zur Außenwelt statt.
3. KAPITEL: Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet Benito Guerrero als einen neuen, bescheidenen Künstlertypus ein, der künstlerische Freiheit durch Selbstständigkeit erlangt.
Anna Seghers, Das wirkliche Blau, Benito Guerrero, Künstlerbild, Töpfer, künstlerische Entwicklung, Blaue Blume, Symbolik, Identitätsfindung, Handwerk, Autonomie, Literaturanalyse, Mexiko, Schöpfertum, kreative Existenz
Die Arbeit analysiert die Darstellung des Künstlers in der Erzählung „Das wirkliche Blau“ von Anna Seghers und untersucht, inwiefern der Protagonist, ein Töpfer namens Benito Guerrero, als Künstler betrachtet werden kann.
Die Arbeit verknüpft literaturwissenschaftliche Aspekte des Künstlerbegriffs mit der spezifischen Analyse von Motivation, symbolischen Träumen und der gesellschaftlichen Integration des Protagonisten.
Die zentrale Frage ist, wie sich Benito Guerrero von einem einfachen Handwerker zu einem selbstständigen Künstler entwickelt und welche Rolle dabei sein Streben nach einem spezifischen „wirklichen Blau“ spielt.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text auf Basis des Künstlerbegriffs interpretiert und dabei Vergleiche zu anderen literarischen Epochen und Werken zieht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und die konkrete Analyse von Benitos Reise, seinen psychologischen Wandlungsprozessen und seinem Verständnis von Kunst.
Die wichtigsten Begriffe sind Anna Seghers, Benito Guerrero, Künstleridentität, Selbstständigkeit, Symbolik der Farbe Blau und die Abgrenzung von Handwerk zu Kunst.
Die „Blaue Blume“ dient als literarischer Bezug zur Romantik und symbolisiert für Benito das ersehnte, ideale Blau, das seine künstlerische Vision verkörpert und ihn zur Tat motiviert.
Seine Unabhängigkeit signalisiert den Abschluss seiner künstlerischen Reifung: Er ist nun in der Lage, sein „Material“ selbst zu beschaffen, statt auf fremde Hilfe oder den Handel angewiesen zu sein.
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