Diplomarbeit, 2004
96 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Geschichte der kanadischen Literatur
2.1 Die Literatur der Kolonialzeit
2.1.1 Historische Entwicklungen
2.1.2 Entwicklung der Literatur und des Identitätsbegriffes
2.2 Die Literatur des „Dominions“ bis zum Ersten Weltkrieg
2.2.1 Historische Entwicklungen
2.2.2 Entwicklung der Literatur und des Identitätsbegriffes
2.3 Die Literatur vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zu den 1960ern
2.3.1 Historische Entwicklungen
2.3.2 Entwicklung der Literatur und des Identitätsbegriffes
2.4 Die Literatur der 1960er bis heute
2.4.1 Historische Entwicklungen
2.4.2 Entwicklung der Literatur und des Identitätsbegriffes
3 Die Romane
3.1 Margaret Atwood: Der lange Traum
3.1.1 Leben und Werk
3.1.2 Inhaltsabriss
3.1.3 Struktur und Erzählperspektive
3.1.4 Hauptthemen
3.1.5 Protagonisten
3.1.6 Sprache und Stil
3.1.7 Botschaft des Romans
3.2 Michael Ondaatje: In der Haut eines Löwen
3.2.1 Leben und Werk
3.2.2 Inhaltsabriss
3.2.3 Struktur und Erzählperspektive
3.2.4 Hauptthemen
3.2.5 Protagonisten
3.2.6 Sprache und Stil
3.2.7 Botschaft des Romans
3.3 Jane Urquhart: Fort
3.3.1 Leben und Werk
3.3.2 Inhaltsabriss
3.3.3 Struktur und Erzählperspektive
3.3.4 Hauptthemen
3.3.5 Charaktere
3.3.6 Sprache und Stil
3.3.7 Botschaft des Romans
4 Quervergleich der Romane
5 Zusammenfassung und Ausblick
6 Ausstellungsprojekt
6.1 Belletristik
6.2 Sachbücher: Landeskunde, Reiseführer, Bildbände
6.3 Plakatvorschläge
7 Anhang: Interview mit Astrid Holzamer
8 Literaturverzeichnis
8.1 Primärliteratur
8.2 Interviews
8.3 Sekundärliteratur
8.3.1 Monographien
8.3.2 Aufsätze aus Sammelwerken
8.3.3 Aufsätze aus Zeitungen und Zeitschriften
8.3.4 Sonstige Quellen
8.4 Abbildungsnachweise
Die vorliegende Arbeit untersucht das kulturelle Selbstverständnis Kanadas anhand dreier zeitgenössischer Romane. Dabei wird analysiert, wie sich Kanada durch seine Literatur gegenüber der US-Dominanz abgrenzt, welche Themen die nationale Identität prägen und inwieweit die Literatur als Medium zur Reflexion historischer sowie gesellschaftlicher Prozesse fungiert.
3.1.4.1 Selbstfindungsprozess der Protagonistin
Jeder der drei Teile des Romans stellt eine Etappe der Identitätssuche der Protagonistin dar. Zu Beginn des Romans erlebt man die Protagonistin als einen Menschen, den das Leben in der modernen, schnelllebigen und anonymen Welt der Großstadt negativ geprägt hat. Sie ist entwurzelt, isoliert („[Anna] ist meine beste Freundin; ich kenne sie seit zwei Monaten“, S.10), gefühlskalt („[...] ich übte Gefühle ein, benannte sie: Freude, Frieden, Schuld, [...]“, S.14) und beschreibt sich selbst als „gesellschaftlich zurückgeblieben“ (S.89). Doch die Rückkehr in ihre Heimat löst seltsame Empfindungen in ihr aus: „[... mein Heimatland] ist mir fremd geworden. [...] Es hat sich alles verändert [...]. Gleich fange ich an zu weinen, das wäre furchtbar, keiner wüsste, was er mit mir anfangen solle, auch ich nicht. [...] Wenn es weh tut, erfinde einen anderen Schmerz. Es geht wieder.“ (S.14) Anfangs schafft sie es zwar noch, ihre Gefühle und damit auch ihre Vergangenheit zu unterdrücken, doch sie spürt immer mehr, dass in der Umgebung ihrer Kindheit etwas in ihr „auftauchen“ will.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die bisherige Wahrnehmung kanadischer Literatur als "Dornröschenschlaf" und begründet die Auswahl der drei zu analysierenden Romane vor dem Hintergrund des wachsenden Interesses an kanadischer Kultur.
2 Die Geschichte der kanadischen Literatur: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden historischen Überblick von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart und arbeitet die Entwicklung eines spezifisch kanadischen Identitätsbegriffes in der Literatur heraus.
3 Die Romane: Im Hauptteil werden die Werke von Margaret Atwood, Michael Ondaatje und Jane Urquhart detailliert auf Struktur, Hauptthemen, Protagonisten und ihre jeweilige Botschaft untersucht.
4 Quervergleich der Romane: Hier werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Romane hinsichtlich ihrer Thematisierung von Identitätssuche, Immigration und dem Verhältnis von Zivilisation und Natur gegenübergestellt.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel bündelt die Ergebnisse der Analyse und reflektiert die Rolle der Literatur als Spiegel des kulturellen Selbstverständnisses Kanadas in einer zunehmend globalisierten Welt.
6 Ausstellungsprojekt: Es wird ein praktisches Konzept für eine Bibliotheksausstellung entworfen, das ausgewählte Belletristik und Sachbücher sowie Gestaltungsvorschläge für Plakate umfasst.
7 Anhang: Interview mit Astrid Holzamer: Das Interview bietet durch die langjährige Expertise der Kulturreferentin der kanadischen Botschaft vertiefende Einblicke in die Rezeption kanadischer Literatur in Deutschland.
8 Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis aller verwendeten Quellen, unterteilt in Primär-, Sekundärliteratur und sonstige Referenzen.
Kanada, kanadische Literatur, kulturelle Identität, Margaret Atwood, Michael Ondaatje, Jane Urquhart, Identitätssuche, Postmoderne, Immigranten, Zivilisation, Natur, Literaturgeschichte, Kulturpolitik, Survival, historiographic metafiction
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem kulturellen Selbstverständnis Kanadas, wie es sich in der zeitgenössischen anglokanadischen Literatur widerspiegelt, und ergänzt diese wissenschaftliche Analyse durch praktische Impulse für die Bibliotheksarbeit.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der kanadischen Identität, die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landes, die spezifische Situation von Einwanderern sowie den Konflikt zwischen Natur und Zivilisation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Kanada durch seine Literatur eine eigene Stimme im nordamerikanischen Kontext erarbeitet hat und wie diese Werke zur nationalen Identitätsbildung beitragen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die historische Kontexte mit einer detaillierten inhaltlichen und formalen Untersuchung dreier ausgewählter Romane verknüpft, ergänzt durch ein Experteninterview zur Rezeption.
Im Hauptteil werden die Romane "Der lange Traum" von Margaret Atwood, "In der Haut eines Löwen" von Michael Ondaatje und "Fort" von Jane Urquhart hinsichtlich ihrer Intention, Struktur und Thematik tiefgreifend interpretiert.
Wesentliche Begriffe sind Kanada, Identitätssuche, "literary renaissance", Immigrationserfahrung, sowie spezifische literaturwissenschaftliche Konzepte wie "historiographic metafiction" und die kanadische "Survival"-Symbolik.
Die Auswahl erfolgte nach dem Bekanntheitsgrad der Autoren und der Repräsentativität ihrer Werke für unterschiedliche historische Abschnitte Kanadas (19. Jahrhundert bis zur Gegenwart), um ein breites Spektrum literarischer Auseinandersetzung abzubilden.
Der Anhang bietet Bibliothekaren ein direkt anwendbares Konzept, um kanadische Literatur einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, inklusive kuratierter Bücherlisten und kreativer Gestaltungsvorschläge für Ausstellungsplakate.
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