Masterarbeit, 2016
144 Seiten, Note: 2,7
2. Abstract
3. Vorwort
4. Theoretische Grundlagen, Begriffsklärung und Darstellung des Forschungsstands
4.1 Theoretische Grundlagen
4.1.1 Die Salutogenese als theoretische Basis
4.1.2 Gesundheitsvorstellungen: Theorie und Empirie
4.1.3 Die Modelle im Themenfeld Arbeit und Gesundheit
4.2 Das Berufsfeld der Heilpraktiker
4.2.1 Die Geschichte der Heilpraxis in Deutschland unter Beachtung rechtlicher Regelungen
4.2.2 Unterschiede zwischen konventioneller und alternativer Medizin
4.2.3 Die Akzeptanz der Heilpraxis in Deutschland
4.2.4 Die Demografie, Organisationsformen und der europäische Vergleich der Heilpraxis
4.3 Der Forschungsstand im Themenfeld Gesundheitsvorstellungen von Heilpraktikern
4.3.1 Vorgehen bei der Recherche zum Forschungsstand
4.3.2 Ergebnisse der Suchmachinenrecherche
4.3.3 Detaillierte Studienbeschreibung für den Forschungsstand
5. Die Darstellung der Fragestellung
5.1 Die primäre Fragestellung: Gesundheitsvorstellungen von Heilpraktikern
5.2 Die sekundäre Fragestellung: Der Einfluss von Arbeit auf Gesundheit aus der Sicht der Heilpraktiker
6. Methodisches Vorgehen
6.1 Qualitative Methoden (Ansatz und Designs)
6.2 Samples (Kriterien/ Zugang zum Feld/ Anzahl)
6.3 Datenerhebung und Durchführung (Leitfaden und Interviews)
6.4 Auswertungsmethoden (Transkribtion und qualitative Inhaltsanalyse)
7. Die Darstellung der Ergebnisse der Untersuchung
7.1 Die Ergebnisse der Gesundheitsvorstellungen bei Heilpraktikern
7.1.1 Die Darstellung deduktiver Ergebnisse anhand bisheriger Kategorien
7.1.2 Die Darstellung induktiver Ergebnisse anhand neuer Kategorien
7.2 Die Ergebnisse zum Einfluss von Arbeit auf Gesundheit bei Heilpraktikern
7.2.1 Die Darstellung deduktiver Ergebnisse anhand bisheriger Kategorien
7.2.2 Die Darstellung induktiver Ergebnisse anhand neuer Kategorien
7.3. Gesamtzusammenfassung der Ergebnisse
8. Diskussion
8.1 Einordnung der Forschungsergebnisse
8.2 Methodische Reflexion
8.3 (Betriebliche) Gesundheitsförderung als Potential für die Heilpraxis
Diese Arbeit untersucht die subjektiven Gesundheitsvorstellungen von Heilpraktikern als Nicht-Laien, um ein tieferes Verständnis für deren ganzheitliches Menschenbild zu entwickeln. Zudem wird erforscht, wie Heilpraktiker auf Basis ihres Erfahrungswissens den Einfluss der Arbeitswelt auf die Gesundheit ihrer Patienten beurteilen.
Die Salutogenese als theoretische Basis
In die gesundheitswissenschaftliche und gesundheitspolitische Diskussion hat Aaron Antonovsky diesen Begriff eingebracht. Er kritisiert zunächst die rein pathogenetisch kurative Betrachtungsweise, das ihn zu seiner Hauptfrage leitet: Wie die Menschen es schaffen trotz ungünstiger Bedingungen gesund zu bleiben? (Faltermaier T. , 2005, S. 50) Die Salutogenese fragt nach den Bedingungen von Gesundheit und Faktoren, die diese schützen. Das hat Vorrang vor der Suche nach Ursachen von Krankheiten und Risikofaktoren. Somit erfolgt ein Paradigmenwechsel in dem von einem krankheitszentrierten Modell der Pathogenese hin zu einem gesundheitsbezogenen, ressourcenorientieren Modell der Salutogenese (ebenda). In folgender Übersicht werden nach Faltermaier die grundlegenden Paradigmen der beiden Modelle Salutogenese und Pathogenese zusammengefasst:
In zwei Hauptwerken von Antonovsky wird das Modell genauer beschrieben: „Health, stress and coping. New perspectives on mental and physical well-beeing“. (1979) und “Unraveling the mystery of health. How people manage stress and stay well” (1987) (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2001, S. 11).
Hauptfragen der Salutogenese (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2001, S. 10):
• Warum bleiben Menschen – trotz vieler potentiell gesundheitsgefährdender Einflüsse- gesund?
• Wie schaffen sie es, sich von Erkrankungen wieder zu erholen?
• Was ist das Besondere an Menschen, die trotz extremster Belastungen nicht krank werden?
4. Theoretische Grundlagen, Begriffsklärung und Darstellung des Forschungsstands: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ansätze der Salutogenese und Gesundheitsvorstellungen sowie die Modelle zu Arbeit und Gesundheit, beschreibt das Berufsfeld der Heilpraktiker und den Forschungsstand.
5. Die Darstellung der Fragestellung: Hier werden die primäre Forschungsfrage zu den Gesundheitsvorstellungen von Heilpraktikern und die sekundäre Frage zum Einfluss der Arbeit auf die Gesundheit definiert.
6. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Fundament der Einzelfallanalyse nach Mayring, die Auswahl der Stichprobe und die Durchführung der leitfadengestützten Interviews.
7. Die Darstellung der Ergebnisse der Untersuchung: Hier werden die empirischen Erkenntnisse aus den Interviews präsentiert, unterteilt in die Gesundheitsvorstellungen der Heilpraktiker und deren Einschätzung zum Einfluss der Arbeitswelt.
8. Diskussion: Das Kapitel vergleicht die Forschungsergebnisse mit existierender Literatur, reflektiert die Methodik kritisch und beleuchtet das Potenzial heilpraktischer Ansätze in der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Gesundheitsvorstellungen, Heilpraktiker, Salutogenese, Arbeitswelt, qualitative Studie, Erfahrungswissen, Betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheit, Krankheit, Ganzheitlichkeit, Ressourcenorientierung, Stress, Kohärenzgefühl, Patienteninterviews, Methoden der Gesundheitsförderung
Die Arbeit untersucht die Gesundheitsvorstellungen von Heilpraktikern und wie diese als Experten (Nicht-Laien) Gesundheit und Krankheit definieren.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Salutogenese, das Berufsbild des Heilpraktikers sowie der Einfluss der Arbeitswelt auf die Patientengesundheit.
Ziel ist es, das Erfahrungswissen von Heilpraktikern zu explorieren, um deren subjektive Theorien von Gesundheit zu verstehen und zu systematisieren.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus leitfadengestützten Experteninterviews mit neun Heilpraktikern, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, das methodische Vorgehen sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Ergebnisse aus den Interviews.
Neben Gesundheitsvorstellungen und Salutogenese sind Begriffe wie Arbeitsbelastung, Ressourcen, Ganzheitlichkeit und qualitative Inhaltsanalyse prägend.
Die Heilpraktiker äußern sich teilweise kritisch, betonen aber überwiegend ihren Respekt vor der Schulmedizin und ihren Wunsch nach einer stärkeren interdisziplinären Kooperation.
Die Heilpraktiker erkennen die Arbeitswelt als einen signifikanten Stressfaktor an, betonen jedoch gleichzeitig das Potenzial heilpraktischer Interventionen in Betrieben zur Gesundheitsförderung.
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