Bachelorarbeit, 2016
26 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung und inhaltliche Abgrenzung
2.1 Moderne Medien
2.2 Lokale politische Präferenzen und Wahlverhalten
3 Neuerungen durch das Internet
3.1 Unterschiede zum Fernsehen
3.2 Soziale Medien
3.3 Verdrängung traditioneller Medien und Crowding-Out-Effekt
4 Auswirkungen des Internets
4.1 Wählerinformation
4.2 Wahlbeteiligung
4.3 Medienwettbewerb und Wahlkampf
4.4 Politische Präferenzen und Wahlverhalten
5 Ergebnisse
6 Kritische Würdigung
7 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Internets und neuer Kommunikationstechnologien auf lokale politische Präferenzen und das Wahlverhalten in demokratischen Gesellschaften. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob und wie die digitale Transformation das Informationsverhalten von Wählern verändert und welche Konsequenzen dies für die Wahlbeteiligung sowie den politischen Wettbewerb hat.
3.2 Soziale Medien
Um die Auswirkungen der neuen Medien, besonders die des Internets, auf das Wahlverhalten und die Präferenzen zu untersuchen, ist die Betrachtung der sozialen Medien unabdingbar. Soziale Medien werden heutzutage nicht nur dazu genutzt, Informationen zu übermitteln, sondern auch um Protestaktionen vorzubereiten und zu koordinieren. Als wohl bekanntestes Beispiel gilt der Arabische Frühling, der eine im Jahr 2010 beginnende Serie von Aufständen und Protesten in der arabischen Welt bezeichnet und bei dem sich die Protestierenden durch intensive Nutzung der sozialen Medien organisiert haben (Ananyev, Petrova und Zudenkova, 2015, S.3).
Soziale Medien erweitern den Distributionskanal für Mainstream-Medien und sind ein offener Kommunikationsraum, der neben den klassischen Medien auch Regierungen, sozialen Bewegungen, unabhängigen Journalisten und Aktivisten zur Verfügung steht. Die über die Sozialen Medien kommunizierten Inhalte wirken auf das politische und gesellschaftliche System ein. So entsteht ein wichtiger neuer Aktionsraum im Kampf um politische Informations- und Deutungshoheit, was sich darin manifestiert, dass Soziale Medien mitunter Gegenstand von Regulierung, Zensur und Überwachung sind (Strohmaier und Zens, 2014, S.80).
Eine der wenigen Studien über die Auswirkung sozialer Medien auf das individuelle und aggregierte Verhalten stellt Siegel (2013) an. Er entwickelt dazu ein Modell über aggregierte Meinung und aggregiertes Verhalten, indem eine heterogene Bevölkerung zwischen alternativen Möglichkeiten entscheiden kann. Das Individuum wird hierbei von sozialen Medien und Massenmedien beeinflusst. Im Gegensatz zu den Massenmedien, die Aufschluss über das aggregierte Verhalten geben, zeigen soziale Netzwerke die Meinung derer an, zu denen man in einer persönlichen Beziehung steht und bieten zudem eine Plattform für Interaktion in allen politischen Bereichen. Die Grundannahme des Modells besagt, dass je mehr andere Individuen eine Wahl treffen, desto eher ist das Individuum geneigt, diese Wahl ebenso zu treffen. Nutzer sozialer Medien tauschen ihre Meinung über Themen von öffentlichem Interesse mit denjenigen aus, mit denen sie sozial verbunden sind und betrachten deren Verhalten als potenzielles Modell für das eigene (Siegel, 2013, S.786).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Internets für politische Prozesse ein und formuliert die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung und inhaltliche Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert moderne Medien und stellt die theoretischen Grundlagen für Wahlverhalten sowie politische Präferenzen auf.
3 Neuerungen durch das Internet: Hier werden die technologischen Unterschiede zum Fernsehen sowie die Rolle sozialer Medien und der Crowding-Out-Effekt erläutert.
4 Auswirkungen des Internets: Das Kapitel analysiert empirisch die Effekte des Internets auf die Wählerinformation, die Wahlbeteiligung und den Medienwettbewerb.
5 Ergebnisse: Die zentralen Befunde der Arbeit werden zusammengefasst und die Einflüsse auf das Wahlverhalten synthetisiert.
6 Kritische Würdigung: Es werden methodische Einschränkungen und Faktoren diskutiert, die in den untersuchten Studien nicht vollständig berücksichtigt wurden.
7 Fazit: Das Fazit beantwortet die Ausgangsfrage und ordnet die gewonnenen Erkenntnisse über den Einfluss des Internets auf die politische Landschaft ein.
Internet, Wahlverhalten, politische Präferenzen, Soziale Medien, Wahlbeteiligung, Massenmedien, Wählerinformation, Demokratie, Crowding-Out-Effekt, Online-Wahlkampf, Digitalisierung, politische Partizipation, Mediennutzung, Informationsbeschaffung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die zunehmende Bedeutung des Internets und der sozialen Medien die politische Kommunikation sowie das Wahlverhalten der Bürger beeinflusst.
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel der Medienlandschaft, der Einfluss auf die Wählerinformation, die Dynamik von Online-Wahlkämpfen und die Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss neuer Medientechnologien auf lokale politische Präferenzen und Wahlen zu analysieren und zu bewerten, ob das Internet die politische Partizipation tatsächlich fördert.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung bestehender empirischer Studien, ergänzt durch anschauliches Datenmaterial zur Mediennutzung.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen geklärt, anschließend der technologische Wandel und dessen Auswirkungen auf das Informationsverhalten sowie spezifische empirische Ergebnisse zu Wahlbeteiligung und Wahlkampf diskutiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internet, Wahlverhalten, soziale Medien, Crowding-Out-Effekt, politische Präferenzen und Wählerinformation.
In vielen der betrachteten Studien wird ein negativer Effekt festgestellt, da neue Medienangebote (Crowding-Out) Zeit beanspruchen, die zuvor für die politische Information genutzt wurde.
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