Masterarbeit, 2016
67 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
2. Flüchtlingskrise: Ein Überblick
2.1. Generelle Zahlen
2.2. Internationale Richtlinien im Asylrecht
2.3. Rechtliche Grundlage von Asylsuchenden in Deutschland
2.4. Die Rolle der Türkei
3. Die Auswirkungen vergangener Flüchtlingsströme auf den Arbeitsmarkt
3.1. Der Jugoslawienkrieg
3.2. Allgemein
4. Arbeitsmarkttheorie
4.1. Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie
4.2. Arbeitsangebotsschock
4.3. Arbeitsangebotsschock bei variablem Kapital
4.4. Arbeitsangebotsschock mit heterogener Arbeit
5. Potenzielle Auswirkungen der Flüchtlingsströme auf den Arbeitsmarkt
5.1. Zusammenführung der bisherigen Ergebnisse
5.2. Die Heterogenität des Arbeitsangebots
5.3. Potenzielle Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt
6. Fazit
Die vorliegende Masterthesis untersucht auf wissenschaftlicher Basis die potenziellen Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf den deutschen Arbeitsmarkt, um bestehende Unsicherheiten in der öffentlichen Debatte zu adressieren und durch literaturbasierte Forschung zu klären.
2.2. Internationale Richtlinien im Asylrecht
Kurz nach dem zweiten Weltkrieg verabschiedeten die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ am 10. Dezember 1948 (Vereinte Nationen 1948/1951). Durch dieses Dokument erkannten die unterzeichnenden Nationen die in Artikel 14 festgeschriebenen Rechte von Asylsuchenden an. Dieser besagt, dass jede Person das Recht hat, in anderen Ländern Asyl vor Verfolgung zu suchen. Von diesem Recht ausgeschlossen sind jene Personen, die aufgrund eines nicht politisch motivierten Verbrechens strafverfolgt werden und dieses Verbrechen gegen die Grundsätze der Vereinten Nationen verstößt. Darauf aufbauend wurde die Genfer Flüchtlingskonvention im Juli 1951 von den meisten Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen unterzeichnet.
Diese verfeinerte die Bedingungen, die erfüllt sein mussten, damit eine Person als Flüchtling anerkannt wird. Demnach muss jedem Menschen Asyl gewährt werden, der aufgrund seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt wird (Art. 1 A Nr. 2 GFK). Interessant für die Thematik dieser Masterthesis sind vor allem die Gesetze zur Erwerbstätigkeit von Flüchtlingen innerhalb der Genfer Flüchtlingskonvention. Diese besagen grob zusammengefasst, dass Flüchtlinge in ihrem Recht auf Arbeit den Einheimischen gleichgestellt werden sollen und keine einschränkenden Maßnahmen seitens des Staates auferlegt werden dürfen, die sie an diesem Recht behindern.
Nichtselbstständige Arbeit darf demnach durch jeden rechtmäßig anwesenden Flüchtling ausgeübt werden und soll durch den verantwortlichen Staat begünstigt werden (Art. 17 GFK). Dies gilt ebenfalls für eine selbstständige Tätigkeit (Art. 18 GFK). In den Artikeln wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass die rechtlichen Grundlagen innerhalb des Staates keine höheren Freiheitsgrade für nicht-asylsuchende Ausländer gewähren dürfen, als die Gesetze, denen Flüchtlinge unterliegen. Gewisse soziale Leistungen, welche mit der Aufnahme eines Arbeitsplatzes einhergehen (Arbeitszeit- und Überstundenregelungen, bezahlter Urlaub, Mindestalter für Beschäftigung, Lehrzeit und Berufsausbildung, Tarifverträge, etc.), sowie soziale Sicherheit (Absicherung bei Arbeitsunfällen, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit, etc.) müssen ebenfalls gleichsam für Flüchtlinge wie für Einheimische gelten (Art. 24 Nr. 1 GFK).
1. Einführung: Es wird die Problemstellung der Flüchtlingskrise, deren Ursprünge sowie die Relevanz für den deutschen Arbeitsmarkt dargelegt.
2. Flüchtlingskrise: Ein Überblick: Dieses Kapitel liefert aktuelle Daten zur Flüchtlingssituation, rechtliche Grundlagen und analysiert die politische Rolle der Türkei.
3. Die Auswirkungen vergangener Flüchtlingsströme auf den Arbeitsmarkt: Es werden historische Beispiele wie der Jugoslawienkrieg herangezogen, um deren arbeitsmarktliche Konsequenzen zu analysieren.
4. Arbeitsmarkttheorie: Das Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen der neoklassischen Arbeitsmarkttheorie unter Einbezug von Angebotsschocks und heterogener Arbeit.
5. Potenzielle Auswirkungen der Flüchtlingsströme auf den Arbeitsmarkt: Hier werden Theorie und Empirie zusammengeführt, um Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt zu prognostizieren und die Thesen zu beantworten.
6. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die wirtschaftlichen sowie politischen Implikationen für Deutschland.
Flüchtlingskrise, Arbeitsmarkt, Deutschland, Arbeitsangebotsschock, Humankapital, Integration, Qualifikationsniveau, Jugoslawienkrieg, Migrationspolitik, neoklassische Arbeitsmarkttheorie, Arbeitslosigkeit, Lohnniveau, Flüchtlingsabkommen, Beschäftigung, Heterogenität.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf den deutschen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und empirischer Erkenntnisse.
Zu den Kernbereichen zählen die Arbeitsmarkttheorie, der historische Vergleich mit früheren Flüchtlingsbewegungen sowie die Analyse der Qualifikationsstruktur von Flüchtlingen.
Das Ziel ist es, auf wissenschaftlicher Basis zu klären, ob Flüchtlingsströme zu Lohndruck oder einer höheren Arbeitslosenquote führen und inwiefern sie eine Gefahr für die Arbeitsplätze der Einheimischen darstellen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich mit ökonomischen Studien vergangener Fluchtbewegungen (insbesondere Jugoslawienkrieg), um Prognosen für die aktuelle Situation zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung über Arbeitsmarktmodelle und eine empirische Betrachtung, die Qualifikationsunterschiede und Integrationsfaktoren in den Vordergrund stellt.
Schlüsselbegriffe sind Arbeitsangebotsschock, Humankapital-Heterogenität, Skills-Downgrading, Substituierbarkeit und Komplementarität.
Das Bildungsniveau beeinflusst maßgeblich die Kompatibilität mit dem deutschen Arbeitsmarkt; eine Diskrepanz zwischen den Qualifikationen führt häufig zu einem sogenannten Skill-Downgrading.
Die Türkei fungiert als zentraler Akteur, dessen politische Entscheidungen und das Flüchtlingsabkommen direkten Einfluss auf die Steuerung der Migrationsströme nach Europa und Deutschland haben.
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