Bachelorarbeit, 2015
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlegende technologische Aspekte von Industrie 4.0
2.2 Mittelständische Automobilzulieferer
2.2.1 Begriffsbestimmung: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
2.2.2 Quantifizierung von mittelständischen Automobilzulieferer-KMU
3 Stand der Forschung
3.1 Wirtschaftspolitische Maßnahmen
3.1.1 Förderung von qualifiziertem Nachwuchs
3.1.2 Ausbau der Kommunikationsinfrastruktur
3.1.3 Verbesserung der IT-Sicherheit
3.1.4 Förderung von Leuchtturmprojekten und Start-Ups
3.2 Effekte von Industrie 4.0 auf Automobilzulieferer-KMU
3.2.1 Vernetzungseffekte
3.2.2 Digitale Geschäftsmodelle
3.2.3 Komplexitätssteigerung in der Produktion
4 Herleitung der Forschungsfragen
5 Methodik
5.1 Literaturrecherche
5.2 Experteninterviews
5.3 Auswertung nach Mayring
6 Auswertung der Experteninterviews
6.1 Beschreibung der befragten Unternehmen
6.2 Industrie 4.0 im Allgemeinen
6.3 Relevanz von Industrie 4.0
6.4 Probleme und Potenziale von Industrie 4.0 für KMU
6.4.1 Hauptrisiken/ -probleme aus der Sicht der Befragten
6.4.2 Potenziale von Industrie 4.0 für KMU
6.5 Veränderungen auf das Geschäftsmodell durch Industrie 4.0
6.6 Wirtschaftspolitische Maßnahmen und Technologie-Trends
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Bedeutung von Industrie 4.0 für Automobilzulieferer-KMU
7.2 Gesamtwirtschaftliche Maßnahmen
7.3 Hemmnisse bei der Umsetzung von Industrie 4.0 und Potenziale
7.4 Digitale Geschäftsmodelle
8 Fazit
8.1 Zusammenfassung
8.2 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der Bedeutung von Industrie 4.0 für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der deutschen Automobilzuliefererbranche sowie die Untersuchung notwendiger wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Potenziale und Risiken der digitalen Transformation für diesen spezifischen Unternehmenssektor.
3.1.3 Verbesserung der IT-Sicherheit
Betriebsausfälle bzw. -unterbrechungen können allerdings nicht nur aufgrund von unzureichend leistungsfähigen Kommunikationsnetzen eintreten. Sie können ebenso durch mangelhafte IT-Sicherheit und Datendiebstahl herbeigeführt werden. Daher ist in Zeiten der Digitalisierung und eines zunehmend komplexer werdenden Vernetzungsgrads, die Informationssicherheit ein wichtiges und ganzheitliches Thema. Zudem gilt ein hohes Maß an IT-Sicherheit als wichtiger Standortfaktor und schafft mitunter Wettbewerbsvorteile.
Um Datensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten müssen zunächst allgemeine und international einheitliche Standards für die Datenverschlüsselung etabliert werden. Die Umsetzung von kostspieligen Verschlüsselungskonzepten ist jedoch oft für KMU finanziell nur schwer möglich. Daher steht auf der Agenda des BITKOM die Durchsetzung von staatlicher Unterstützung für die Finanzierung solcher Konzepte durch beispielsweise „Wertgutscheine“, welche dann bei Verschlüsselungs-Dienstleistern einzulösen sind. Ein wichtiges Mittel zur klaren Identifizierung von sicheren IT-Infrastrukturen stellt die offizielle Zertifizierung dieser dar (Dorst & Heyer, 2015). Als Beispiel für die Datenschutzzertifizierung lässt sich das Technologieprogramm „Trusted Cloud“ des BMWi benennen. Ziel ist es dabei, sichere und rechtskonforme Cloud-Lösungen zu entwickeln, zu testen und zu zertifizieren. Davon sollen besonders mittelständische Unternehmen profitieren (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2014, S. 6). Die Cloud-Technologie wird auch als „Enabler-Technologie“ bezeichnet und ist nötig um die Datenflut zu bewältigen und effizient nutzen zu können (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2015, S. 8-9). Die zunehmende Bedeutung des Cloud Computing lässt sich anhand von Abb. 2-2 erkennen. Während 2011 28 Prozent der 458 befragten Unternehmen Cloud-Nutzer waren, waren es 2014 bereits 44 Prozent der Befragten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik Industrie 4.0 ein und verdeutlicht die wirtschaftliche Relevanz mittelständischer Automobilzulieferer in Deutschland.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die technologischen Aspekte von Industrie 4.0 erläutert und die KMU-Struktur innerhalb der Automobilzuliefererbranche definiert.
3 Stand der Forschung: Dieses Kapitel fasst aktuelle politische Maßnahmen zur Digitalisierung zusammen und analysiert die Effekte von Industrie 4.0 auf KMU.
4 Herleitung der Forschungsfragen: Aus der identifizierten Forschungslücke bezüglich der Bedeutung von Industrie 4.0 für KMU werden hier die konkreten Forschungsfragen entwickelt.
5 Methodik: Es werden die angewandte Literaturrecherche sowie die Durchführung und qualitative Auswertung von Experteninterviews nach Mayring beschrieben.
6 Auswertung der Experteninterviews: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Befragung von fünf mittelständischen Unternehmen zu Industrie 4.0 und deren Auswirkungen.
7 Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Theorie und den Experteninterviews werden hier vergleichend diskutiert.
8 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beleuchtet Limitationen der Arbeit und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Industrie 4.0, Automobilzulieferer, KMU, Digitalisierung, Vernetzung, Cyber-Physical Systems, IT-Sicherheit, Innovationsmanagement, Geschäftsmodell, Automobilindustrie, Wirtschaftspolitik, Netzwerkeffekte, Produktion, Fachkräftemangel, Datenmanagement.
Die Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung und Auswirkungen der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der deutschen Automobilzuliefererbranche.
Die Arbeit behandelt technologische Grundlagen, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für KMU, digitale Geschäftsmodelle sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung vernetzter Produktionsprozesse.
Ziel ist es, die spezifischen Chancen und Risiken von Industrie 4.0 für mittelständische Automobilzulieferer wissenschaftlich zu analysieren und den Bedarf an politischer Unterstützung zu ermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, angewandt auf Experteninterviews mit Führungskräften mittelständischer Unternehmen.
Der Hauptteil erörtert den aktuellen Forschungsstand, leitet Forschungsfragen ab, beschreibt die Methodik und wertet die Experteninterviews in Bezug auf Relevanz, Risiken, Potenziale und Geschäftsmodellveränderungen aus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industrie 4.0, Automobilzulieferer, KMU, Vernetzung, IT-Sicherheit und digitale Transformation charakterisiert.
Die Mehrheit sieht Industrie 4.0 aktuell eher als eine langsame Evolution denn als Revolution und erkennt bisher eine geringe unmittelbare Relevanz, erwartet jedoch für die Zukunft eine wachsende Bedeutung.
Zu den größten Hindernissen zählen hohe Investitionskosten, fehlende Standardisierung der Kommunikation, Mangel an qualifiziertem Personal sowie die Gefahr durch Cyberkriminalität.
Die Einschätzungen sind gemischt: Einige Experten halten die Prognose für realistisch, während andere den Zeitrahmen für zu kurz bemessen, da die Unternehmen oft noch grundlegende Digitalisierungsschritte vollziehen müssen.
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