Bachelorarbeit, 2013
37 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Kinder- und Jugendliteratur (KJL)
2.1 KJL als Forschungsgegenstand in der Translationswissenschaft
2.2 Charakteristika des kinderliterarischen Übersetzens
2.3 Problematik der Übersetzung von Kulturspezifika in der KJL
3 Der Roman Susis geheimes Tagebuch/Pauls geheimes Tagebuch
3.1 Die Autorin Christine Nöstlinger
3.2 Die Übersetzerin Marinella Terzi
3.3 Thema und Inhalt
3.4 Sprache und Stil
4 Javier Franco Aixelá: Culture Specific Items (CSI)
4.1 Allgemeine Aspekte
4.2 Übersetzungsverfahren von Culture Specific Items
4.2.1 Conservation
4.2.2 Substitution
4.3 Explanatory variables
4.3.1 Supratextual Parameter
4.3.2 Textual Parameter
4.3.3 The nature of the CSI
4.3.4 Intratextual Parameter
5 Textanalyse
5.1 Vorbemerkungen zur Analyse
5.2 Toponyme
5.3 Währungseinheiten
5.4 Kinderspiele
5.5 Ernährungsgewohnheiten
5.6 Unmittelbare Lebensumwelt und Wohnsituation
5.7 Kraftausdrücke
5.8 Schule und Ausbildung
5.9 Diminutive
5.10 Explanatory variables nach Franco
5.11 Zusammenfassung der Textanalyse
6 Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht anhand der spanischen Übersetzung des Kinderbuchs "Susis geheimes Tagebuch/Pauls geheimes Tagebuch" von Christine Nöstlinger, wie kulturspezifische Elemente in der Kinder- und Jugendliteratur übersetzt werden. Ziel ist es, die angewandten Übersetzungsstrategien zu identifizieren, deren Wahl zu begründen und zu bewerten, wie Nöstlingers spezifischer kindlich-authentischer Schreibstil in der Zielsprache erhalten bleibt.
5.6 Unmittelbare Lebensumwelt und Wohnsituation
Wie für viele Erzählungen von Nöstlinger charakteristisch, spielt sich die Handlung in einem Wiener Arbeiterviertel ab, wo die Autorin selbst ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Die Besonderheiten und Eigenheiten dieser Lebensumwelt werden oft sehr genau beschrieben, wodurch sich insbesondere Wiener Stadtkinder sehr gut mit dieser identifizieren können. Die Übersetzerin versucht in ihren Beschreibungen gewisse, diese Wiener Hinterhofatmosphäre prägende Elemente (z.B.: Klopfstangen) zu erhalten, entscheidet sich aber in einigen Fällen auch für der Kategorie substitution zugehörige Übersetzungsverfahren.
Beispiel 11
„Die Mama hat eine Wohnung gemietet. Eine kleine Wohnung. Sie hat nicht einmal ein Bad. Nur eine Dusche in der Küche. Vorzimmer gibt es auch keines. Außer der Küche hat die Wohnung noch ein Zimmer und ein Kabinett.“ (AT1:11)
„Mamá ha alquilado un piso. Uno pequeño. Ni siquiera tiene bañera. Sólo una ducha. Tampoco tiene vestíbulo. Además de la cocina, hay una habitación y el cuarto de estar.“ (ZT1:11)
[Mama hat eine Wohnung gemietet. Eine kleine. Sie hat nicht einmal eine Badewanne. Nur eine Dusche. Vorzimmer hat sie auch keines. Außer der Küche gibt es noch ein Zimmer und das Wohnzimmer.]
Nöstlinger beschreibt in diesem Textausschnitt die neue Unterkunft, in die Paul und seine Mutter einziehen werden. Wie dies in kleinen Altbauwohnungen in deutschen bzw. österreichischen Großstädten vorkommen kann, verfügt die Wohnung lediglich über eine Dusche in der Küche. Diese Eigenheit wird in der Übersetzung nicht übernommen. Es wird hingegen erwähnt, dass es nur eine Dusche gibt. Diese Anpassung ist dem Verfahren absolute universalization zuzuordnen.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Hypothese einer Teiladaptation und Erläuterung des gewählten Analyserahmens.
2 Kinder- und Jugendliteratur (KJL): Theoretische Verortung der KJL in der Translationswissenschaft und Erörterung der spezifischen Herausforderungen bei der Übersetzung für Kinder.
3 Der Roman Susis geheimes Tagebuch/Pauls geheimes Tagebuch: Biografische Informationen zu Autorin und Übersetzerin sowie inhaltliche und stilistische Analyse des Untersuchungsgegenstands.
4 Javier Franco Aixelá: Culture Specific Items (CSI): Detaillierte Präsentation des Analysemodells von Franco Aixelá, inklusive der verschiedenen Übersetzungsverfahren und der erklärenden Parameter.
5 Textanalyse: Praktische Anwendung des Modells auf diverse Kulturspezifika, unterteilt in thematische Kategorien von Toponymen bis hin zu Diminutiven.
6 Schlussfolgerung: Zusammenfassende Bestätigung der Hypothese, dass die Übersetzung eine Teiladaptation darstellt, bei der der Österreich-Bezug gewahrt, der authentische Stil jedoch abgeschwächt wurde.
Kinder- und Jugendliteratur, KJL, Translationswissenschaft, Kulturspezifika, Culture Specific Items, CSI, Christine Nöstlinger, Teiladaptation, Übersetzungsverfahren, absolute universalization, domestizierende Übersetzung, literarische Übersetzung, spanische Übersetzung, Kinderbuchübersetzung, Vermittlerinstanzen
Die Bachelorarbeit untersucht, wie kulturspezifische Elemente beim Übersetzen des Kinderbuchs "Susis geheimes Tagebuch/Pauls geheimes Tagebuch" von Christine Nöstlinger aus dem Deutschen ins Spanische übertragen wurden.
Die zentralen Themen umfassen die Problematik der Übersetzung von Kulturspezifika in der Kinder- und Jugendliteratur, die Anwendung des CSI-Modells nach Javier Franco Aixelá und die Untersuchung von Adaptationsstrategien.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Übersetzungsverfahren bei kulturspezifischen Elementen angewandt wurden, warum diese gewählt wurden und wie mit dem für Nöstlinger typischen authentischen Schreibstil umgegangen wurde.
Zur Untersuchung wird eine Textanalyse durchgeführt, die auf dem Modell der "Culture Specific Items" (CSI) von Javier Franco Aixelá basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur KJL, die Vorstellung des Analysemodells und eine umfangreiche, kategorisierte Textanalyse, die von Toponymen bis hin zu grammatikalischen Besonderheiten reicht.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kinder- und Jugendliteratur (KJL), Kulturspezifika, Culture Specific Items (CSI), Teiladaptation und Übersetzungsanalyse.
Die Analyse zeigt, dass die Übersetzerin zu einer Teiladaptation tendiert; sie behält Handlungsorte wie Wien bei, neutralisiert jedoch stark kulturspezifische Begriffe (z.B. bei Kinderspielen oder Ernährung) durch Verfahren wie die "absolute universalization".
Die Übersetzerin tendiert dazu, Nöstlingers kindliche Ausdrucksweise (etwa Wortwiederholungen oder dialektale Diminutive) zugunsten einer formelleren, standardsprachlichen Ausdrucksweise zu glätten, wodurch die spontane, kindliche Alltagssprache des Originals abgeschwächt wird.
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