Bachelorarbeit, 2016
149 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Juristischer und theoretischer Rahmen
2.1 Definition und Funktion der Pflegedokumentation
2.2 Rechtliche Grundlagen der Pflegedokumentation
2.2.1 Verpflichtung zur Pflegedokumentation nach KrPflG
2.2.2 Verpflichtung zur Pflegedokumentation nach AltPflG
2.2.3 Verpflichtung zur Pflegedokumentation nach SGB XI
2.2.4 Beauftragte Prüfinstanz nach dem SGB XI
2.2.5 Verpflichtung zur Pflegedokumentation im Heimrecht
2.2.6 Dokumentationspflicht nach dem BGB
2.2.7 Pflegedokumentation aus juristischer Sicht
2.3 Qualitätsmanagement in Altenpflegeheimen
2.3.1 Begriffserklärung Qualität
2.3.2 Definition Pflegequalität
2.3.3 Funktion Qualitätsmanagement
2.3.4 Qualitätsdimensionen
2.3.5 Qualitätssicherung in der Altenpflege
2.4 Mitarbeiterzufriedenheit
2.4.1 Begriffsdefinition Mitarbeiterzufriedenheit
2.4.2 Kennzahlen Mitarbeiterzufriedenheit
2.5 Bedeutung und Funktion der Bürokratie
2.5.1 Definition von Bürokratie
2.5.2 Bürokratieverständnis nach Max Weber
2.5.3 Definition und Bedeutung Entbürokratisierung
2.5.4 Stand Entbürokratisierung der Pflegedokumentation
2.5.5 Gründe für Entbürokratisierung in der Altenpflege
3 Theoretischer Bezugsrahmen
3.1 Historische Entwicklung der Pflegedokumentation
3.2 Historische Entwicklung der Pflegetheorien
3.3 Pflegetheorien, Pflegekonzepte und Pflegemodelle
3.3.1 Definition Pflegetheorien
3.3.2 Definition Pflegekonzepte
3.3.3 Definition Pflegemodelle
3.4 Pflegetheorien in Deutschland
3.4.1 Virginia Henderson
3.4.2 Modell des Lebens von Roper/Logan/Tierney
3.4.3 Liliane Juchli
3.4.4 Monika Krohwinkel
3.5 Pflegeprozess
3.5.1 Historische Entwicklung des Pflegeprozesses
3.5.2 Pflegeprozessmodelle
3.6 Strukturmodell der entbürokratisierten Pflegedokumentation
3.6.1 Zielsetzung des Strukturmodells
3.6.2 Grundprinzipien des Strukturmodells
3.6.3 Grundstruktur des Strukturmodells
3.6.4 Pretest bzw. Praxistest
3.6.5 Ergebnisse des Pretests
3.6.6 Implementierungsstrategie des Bundes
4 Empirisches Studiendesign
4.1 Implementierungsstrategie des Strukturmodells
4.1.1 Projektanlass
4.1.2 Projektziel
4.1.3 Projektstrukturplanung
4.1.4 Projektablauf
4.1.5 Strukturdaten der Altenpflegeeinrichtung
4.1.6 Bestandsaufnahme
4.1.6.1 Analyse der Mitarbeiterzufriedenheit
4.1.6.2 Analyse des internen Qualitätshandbuches
4.1.6.3 Analyse der Qualitätssicherung
4.1.6.4 Analyse der bisherigen Pflegedokumentation
4.1.6.5 Analyse der direkten pflegerischen Versorgung
4.1.6.6 Zeitlicher Dokumentationsaufwand
4.1.7 Handlungsempfehlung
4.1.7.1 Qualitätsbeauftragter
4.1.7.2 Erstellung eines Qualitätshandbuches
4.1.7.3 Durchführung Qualitätssicherungsmaßnahmen
4.1.7.4 Bewohnerdokumentation
4.2 Evaluationsforschung
4.2.1 Definition Evaluationsforschung
4.2.2 Fragestellung
4.3 Evaluationsinstrumente
4.3.1 Evaluation der Kick-off-Veranstaltung
4.3.2 Pflegevisiten und Mitarbeiterhospitationen
4.3.3 Dokumentationszeitaufwand nach der Implementierung
4.3.4 World Café als Evaluationsmethode
4.3.5 Experteninterview
4.4 Evaluationsauswertungen
4.4.1 Auswertung der Kick-off-Veranstaltung
4.4.2 Auswertung Pflegevisiten und Mitarbeiterhospitationen
4.4.3 Auswertung des zeitlichen Dokumentationsaufwandes
4.4.4 Auswertung World Café
4.4.5 Durchführung der Experteninterviews
4.5 Evaluationsergebnisse
4.5.1 Ergebnisse der Kick-off-Veranstaltung
4.5.2 Ergebnisse der Pflegevisiten
4.5.3 Ergebnisse zeitlicher Dokumentationsaufwand
4.5.4 Ergebnisse World Café
4.5.5 Ergebnis der Experteninterviews MDK
5 Diskussion
6 Bewertung des Projekts
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Strukturmodells der entbürokratisierten Pflegedokumentation auf den Pflegealltag einer Altenpflegeeinrichtung. Das primäre Ziel besteht darin, den Ist-Zustand vor und nach der Implementierung zu erfassen, die Mitarbeiterzufriedenheit zu analysieren und zu bewerten, ob eine Reduzierung der bürokratischen Anforderungen zu einer höheren Zufriedenheit des Personals und somit zu einer gesteigerten Versorgungsqualität bei den Bewohnern führt.
1 Einleitung
Mit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 stiegen die Qualitätsanforderungen an die Einrichtungen der Altenhilfe ständig. Dies führte dazu, dass die Pflegedokumentation immer umfangreicher wurde und die Pflegekräfte, das Gefühl hatten, immer weniger Zeit für die zu erbringende Pflege zu haben. Der Bürokratismus in der Altenhilfe nahm im Laufe der Zeit immer mehr eine beherrschende Rolle bei der Versorgung und Betreuung der pflegebedürftigen Menschen ein. Die steigenden Anforderungen an die Pflege führten zu erheblichen körperlichen und psychischen Belastungen der Pflegefachkräfte. Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung und ungünstige Arbeitszeiten verursachten hohe Krankenstände. Oft ist die Verweildauer im Beruf sehr kurz. Laut der Next-Studie, die von Februar 2002 bis Juni 2005 durchgeführt wurde, beträgt die durchschnittliche Verweildauer von Pflegefachkräften in Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland nur vier bis fünf Jahre.
Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Bürokratie in der Altenpflege. Bei den Beschäftigten entsteht der Eindruck, immer weniger Zeit für die Pflege zu haben. Dafür wird immer mehr Zeit für aufwendige Dokumentationen, Besprechungen und Audits benötigt. Gründe hierfür können die Implementierung von Standards, Leitbildern und Ähnlichem sein. Viele Pflegefachkräfte stellen sich deshalb die Frage, welchen Stellenwert ihre pflegefachlichen Kenntnisse, ihre Erfahrungen und praktischen Fähigkeiten in der Altenpflege noch haben.
Pflegefachkräfte erleben täglich aufs Neue, dass Dokumentationspflichten immer mehr erweitert werden, sei es als Folge von Streitigkeiten mit Krankenkassen und Haftpflichtversicherungen, zum Schutz vor Rechtsstreitigkeiten mit Bewohnern und deren Angehörigen oder im Zuge der Umsetzung von Gesetzen und Rechtsvorschriften.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Belastung durch Bürokratie in der Pflege und führt in die Zielsetzung der Bachelorarbeit ein, die die Implementierung des Strukturmodells der entbürokratisierten Pflegedokumentation wissenschaftlich begleitet.
2 Juristischer und theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert die Pflegedokumentation, beleuchtet deren rechtliche Grundlagen und erläutert die Zusammenhänge zwischen Qualitätsmanagement, Bürokratie und Mitarbeiterzufriedenheit in Altenpflegeeinrichtungen.
3 Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden die historische Entwicklung der Pflegetheorien sowie die Grundlagen und Strukturen des Strukturmodells der entbürokratisierten Pflegedokumentation detailliert erörtert.
4 Empirisches Studiendesign: In diesem zentralen Kapitel wird das Studiendesign inklusive der Istanalyse, der Implementierungsstrategie, den Evaluationsinstrumenten wie Pflegevisiten und Experteninterviews sowie der Auswertung der Ergebnisse beschrieben.
5 Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Implementierung kritisch und setzt sie in den Kontext der wissenschaftlichen Fragestellung sowie praktischer Herausforderungen im Pflegealltag.
6 Bewertung des Projekts: Die Schlussbewertung fasst die Projektergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg der Einführung des Strukturmodells in der untersuchten Einrichtung.
Pflegedokumentation, Strukturmodell, Entbürokratisierung, Altenpflege, Pflegequalität, Mitarbeiterzufriedenheit, Pflegeprozess, Qualitätsmanagement, SIS, Pflegedienstleistung, Altenpflegeeinrichtung, Evaluation, Pflegefachkräfte, Dokumentationsaufwand, Praxisprojekt.
Die Arbeit untersucht, wie sich das sogenannte Strukturmodell der entbürokratisierten Pflegedokumentation auf den Alltag in einer Altenpflegeeinrichtung auswirkt und ob es zur gewünschten Entlastung des Personals führt.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Pflegedokumentation, die Bedeutung von Qualitätsmanagement und Bürokratie sowie die psychischen Belastungsfaktoren der Pflegefachkräfte.
Das Ziel ist es, den Status quo vor und nach der Einführung des Modells zu evaluieren, um zu prüfen, ob die Entbürokratisierung die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht und sich positiv auf die Versorgungsqualität auswirkt.
Es wird ein Methodenmix aus qualitativer und quantitativer Evaluationsforschung genutzt, darunter eine Mitarbeiterbefragung, Pflegevisiten, das World Café Format sowie ein Experteninterview.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, der historische Modelle erläutert, und ein empirisches Studiendesign, welches die konkrete Projektdurchführung in der Einrichtung beschreibt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Pflegedokumentation, Strukturmodell, Entbürokratisierung, Mitarbeiterzufriedenheit und Pflegequalität.
Das World Café wurde gewählt, um professionsübergreifend innovative Lösungen und Ideen zu generieren und das Personal direkt in die Reflexion des Strukturmodells einzubeziehen, ohne den Druck einer hierarchischen Prüfung.
Der MDK betonte, dass viele Einrichtungen Schwierigkeiten mit der Risikomatrix haben und dass der korrekte Umgang mit dem Modell ein hohes Maß an Fachlichkeit bei den Mitarbeitern voraussetzt.
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