Bachelorarbeit, 2011
40 Seiten
1.0 EINLEITUNG
2.0 ÄSTHETIK DES GELDES
2.1. ROMANTISCHE THEORIE IM HISTORISCHE KONTEXT
2.1.1. Frühromantik
2.1.2. Hochromantik
2.1.3. Spätromantik
2.2. GELDTHEORIE
2.2.1 Pro und Contra einer Geldgesellschaft
2.2.2 Was macht die Faszination von Geld aus
2.2.3 Geld als Ersatzreligion
2.3. PROGRAMMATISCHE LITERATUR
2.3.1. DER RUNENBERG VON LUDWIG TIECK (1804)
2.3.1.1. Etymologische Begriffsanalyse
2.3.2. DIE BERGWERKE ZU FALUN VON E.T.A HOFFMANN (1819)
2.3.2.1. Analyse des Begriffes Vitriol
2.3.2.2. Geld als modernes Kunstwerk und seine Inkompatibilität zur Gesellschaft
2.3.3. DAS KALTE HERZ VON WILHELM HAUFF (1827)
2.3.3.1. Die moralisierende Abkehr von dem monetären Kunstideal
2.3.3.2. Der Holländer – Michel und die Funktionsweise seiner unlauteren Geschäftspraktiken
3.0 FAZIT
4.0 LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem ökonomischen Wert des Geldes und der Ästhetik in romantischen literarischen Texten. Ziel ist es, Parallelen zwischen frühen Formen der Kapitalakkumulation und dem Selbstverständnis des Künstlers im Verhältnis zur Gesellschaft aufzuzeigen, wobei insbesondere untersucht wird, ob moderne kapitalistische Strukturen und der Umgang mit Geld als eine Art inszenierte Kunstform betrachtet werden können.
2.2.2 Was macht die Faszination von Geld aus
Ein wesentlicher Faktor, der Geld zu einem Faszinosum macht ist seine Arbitrarität. Es besteht hier eine Funktionsäquivalenz zwischen dem Umgang mit Sprache und dem Umgang mit Geld. Beide Systeme beruhen auf menschlicher Konvention und Vereinbarung statt auf einer naturgegebenen Gesetzmäßigkeit. Das meinte Liessmann, als er von einer Unmöglichkeit des natürlichen Geldes sprach. Doch kommt Gold diesem natürlichen Eigenwert ziemlich nahe. Durch seinen Glanz bedient es viel besser eine Ästhetik als es Papiergeld könnte. Aber auch die Haptik des Materials und das klingende Geräusch zweier einander stoßender Münzen haben einen Reiz, den das Papiergeld nicht hat. Es taugt also besser zu einem Fetisch als es das Papiergeld könnte, dessen Funktion stärker darin liegt Mittel zum Zweck zu sein. Eine mögliche Konnotation wäre die Comicfigur Dagobert Duck, die mit ihrem Geldspeicher einen signifikanten Geldfetisch aufweist. Aber was motiviert Dagobert, was treibt ihn zu diesem Verhalten? Es kann nicht allein aus der Materialästhetik erwachsen. Es sind psychologische Dispositionen, die ihn dominieren. Zum Einen ist es die Macht und soziale Anerkennung, aber zum Anderen ist es auch die Sicherheit. Dagobert glaubt daran, dass er durch seinen Geldspeicher vor allen potentiellen Gefahren der Zukunft abgesichert ist. Dabei muss er sich zwanghaft jedes Mal die vielen Möglichkeiten aufzeigen, die ihm das Geld bieten. Er vergewissert sich dieser Optionsvielfalt metaphorisch übertragen mit einem Bad voller Goldmünzen. Warum aber diese Assoziation zu Wasser?
1.0 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Forschungsinteresse ein, das Verhältnis zwischen ökonomischem und ästhetischem Wert zu untersuchen und die Romantik mit zeitgenössischer Kapitalismuskritik in Bezug zu setzen.
2.0 ÄSTHETIK DES GELDES: Dieses Kapitel bildet den theoretischen Hauptteil, in dem die Romantik in ihre historischen Phasen eingeteilt und kunsttheoretische Paradigmen sowie Geldtheorien erörtert werden.
3.0 FAZIT: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die funktionalen Äquivalenzen zwischen Geld und Kunst zusammen und resümiert die Gefahr der totalen Instrumentalisierung durch den modernen Kapitalismus.
4.0 LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet alle verwendeten gedruckten Quellen und Internetressourcen auf, die für die wissenschaftliche Fundierung der Arbeit genutzt wurden.
Romantik, Geld, Ästhetik, Kapitalismuskritik, Funktionsäquivalenz, Kunst, Wertwechselstrom, Frühromantik, Hochromantik, Spätromantik, Warenwert, Individuum, Gesellschaft, Geldtheorie, Literatur.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen ästhetischen Werten und ökonomischen Strukturen des Geldes, unter besonderer Berücksichtigung literarischer Texte der Romantik.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Geld und Kunst, die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft, die Kritik am Kapitalismus sowie die psychologische Dimension des Geldbesitzes.
Es soll untersucht werden, ob funktionale Äquivalenzen zwischen der Handhabung von Geld und Kunst bestehen und ob der Kapitalist im Grunde eine Art inszenierender Künstler ist.
Es erfolgt eine vergleichende Analyse literarischer Texte (Romantik) in Verbindung mit geisteswissenschaftlichen, soziologischen und ökonomischen Aufsätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Romantik (Früh-, Hoch-, Spätromantik), eine Geldtheorie sowie eine detaillierte Untersuchung spezifischer Werke von Tieck, Hoffmann und Hauff.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Romantik, Ästhetik des Geldes, Kapitalismuskritik, Funktionsäquivalenz und die psychologische Bedeutung des Wertes.
Während Tieck und Hoffmann das Geld und den Tausch oft metaphorisch und innerpsychisch verhandeln, steht bei Hauff das Geld in einer direkteren, moralisch-gesellschaftlichen Kritik ohne das komplexe kunsttheoretische Paradigma der früheren Romantiker.
Der Film dient als modernes Fallbeispiel für die radikale Kapitalismuskritik und die Pervertierung des Umgangs mit Geld, um die Parallelen zwischen dem "Markt lesen" und künstlerischer Wahrnehmung zu verdeutlichen.
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