Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung: Zur Thematik der Zuwanderung und nationalen Identität
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Einführung in den Identitätsbegriff
2.2 Die Theorie der sozialen Identität nach Henri Tajfel
2.3 Studien zur nationalen Identität und Fremdenfeindlichkeit
3. Eigene Untersuchung
3.1 Die ISSP-Studien 2004 und 2014 als Erhebungsinstrument
3.2 Darstellung der zentralen Variablen
3.3 Datenaufbereitung und Hypothesen
4. Empirische Erkenntnisse
4.1 Die Einstellung zur Zuwanderung in Deutschland der Jahre 2004 und 2014 im Vergleich: Univariate Analyse der drei abhängigen Variablen
4.2. Die Einstellung zur Zuwanderung in der BRD: Zusammenfassung der Ergebnisse
4.3 Die nationale Identifikation in der Bundesrepublik Deutschland der Jahre 2004 und 2014 im Vergleich: Univariate Analyse der unabhängigen Variablen
4.4 Die nationale Identifikation in Deutschland: Zusammenfassung der Ergebnisse
4.5 Der Zusammenhang bzw. Unterschied zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und der nationalen Verbundenheit in Deutschland
4.6 Der Zusammenhang bzw. Unterschied zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und dem kulturell-politischen Faktor einer nationalen Identität in Deutschland
4.7 Der Zusammenhang bzw. Unterschied zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und dem Merkmal der ethnischen Abstammung als Indiz einer deutschen Identität
4.8 Der Zusammenhang bzw. Unterschied zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und der Bewertung von religiöser Zugehörigkeit als Indiz einer deutschen Identität
4.9 Der Zusammenhang zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und der nationalen Identifikation in der BRD: Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und der nationalen Identifikation in Deutschland, basierend auf den Daten der ISSP-Studien von 2004 und 2014. Ziel ist es, zu analysieren, wie sich das Meinungsbild gegenüber Zuwanderern und das Verständnis einer nationalen Identität über diesen zehnjährigen Zeitraum entwickelt haben und ob eine Korrelation zwischen beiden Konstrukten besteht.
2.2 Die Theorie der sozialen Identität nach Henri Tajfel
Das folgende Kapitel thematisiert die nationale Identität als soziale Identität und ermöglicht die sozialpsychologische Sichtweise einzunehmen. Die Social Identity Theory, kurz SIT, wurde mit dem Ziel, intergruppale Differenzierungsprozesse erklären zu können, von den Begründern Henri Tajfel und John Turner in den 1970er Jahren erstmalig publiziert und wird seither zur Erklärung von Gruppenkonflikten herangezogen (vgl. Klein 2009, vgl. Zick 2005).
Grundlage und Ausgangspunkt der SIT waren Minimalgruppen-Experimente, in jenen das Verhalten der Probanden, nachdem sie in soziale Kategorien zugeordnet wurden, analysiert wurde. Tajfel und seine Mitarbeiter beobachteten, dass eine soziale Kategorisierung ausreicht um eine soziale Identität für die Testpersonen zu erschaffen und differenzieren drei Dimensionen heraus, jene die soziale Identität definieren (vgl. Zick 2005).
Die kognitive Dimension beschreibt das Wissen des Individuums um seine Zugehörigkeit zur sozialen Gruppe. Dabei ist es irrelevant, inwieweit andere die Zugehörigkeit zur Gruppe anerkennen. „Entscheidend ist das subjektive Gefühl der Gruppenzugehörigkeit, die Selbstidentifikation mit der Gruppe“ (Zitat Lühr 2014, Seite 10). Die emotionale Dimension beschreibt die Verbundenheit bzw. Abneigung zur sozialen Gruppe. Die letzte Komponente, die bewertende, beschreibt den Prozess, durch den das Individuum die eigene Gruppe als positiv oder negativ interpretiert. Dabei stellen die Dimensionen keine festen Strukturen dar, sondern sind veränderlich und unterliegen einem ständigen Wandel (vgl. ebd., Seite 10ff./ vgl. Klein 2013, Seite 25ff.).
Nach Tajfel sind die Gruppenangehörigen stets danach bestrebt, ein positives Selbstbild aufzubauen. „Da die soziale Identität einer Person einen maßgeblichen Einfluss auf das Selbstbild hat, ist eine positive Bewertung der eigenen Gruppenzugehörigkeit notwendig, um auch ein positives Selbstbild zu erlangen“ (Zitat Lühr 2014, Seite 11). An diesem Punkt schließen weitere theoretische Überlegungen Tajfels an, die insgesamt drei Prozesse beschreiben, die zum Erhalt oder zur Aufwertung der eigenen Gruppe dienen.
1. Einleitung: Zur Thematik der Zuwanderung und nationalen Identität: Einführung in das Forschungsinteresse hinsichtlich Zuwanderung und nationaler Identität unter Berücksichtigung des Vergleichszeitraums 2004 und 2014.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Darstellung der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Identitätsbegriffe und der Social Identity Theory nach Henri Tajfel.
3. Eigene Untersuchung: Vorstellung der ISSP-Datengrundlage, der Operationalisierung der Variablen und der methodischen Vorgehensweise zur Hypothesenprüfung.
4. Empirische Erkenntnisse: Ausführliche univariate und bivariate Datenanalyse der Einstellungen zur Zuwanderung und nationalen Identifikation sowie deren Zusammenhang.
5. Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bilanz der Ergebnisse und kritische Reflexion des Zehnjahresvergleichs sowie Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.
Zuwanderung, nationale Identität, ISSP-Studien, soziale Identität, Fremdenfeindlichkeit, Patriotismus, Gruppendifferenzierung, empirische Sozialforschung, nationale Verbundenheit, kulturelle Bewertung, Staatsangehörigkeit, ethnische Abstammung, Deutschland, 2004, 2014.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Einstellung zur Zuwanderung und der nationalen Identifikation in der Bundesrepublik Deutschland.
Zentrale Themen sind die Einstellung zur Zuwanderungsanzahl, zur rechtlichen Gleichbehandlung von Immigranten sowie die Wahrnehmung dessen, was eine deutsche Identität ausmacht.
Das Ziel ist ein quantitativ-empirischer Vergleich der Daten der ISSP-Studien von 2004 und 2014, um Entwicklungen und Zusammenhänge in diesem Zeitintervall aufzudecken.
Verwendet werden univariate Analysen zur Beschreibung der Häufigkeitsverteilungen sowie bivariate Analysen (Rangkorrelation nach Spearman) und Mittelwertvergleiche (Kruskal-Wallis-Test) zur Prüfung von Hypothesen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Beschreibung der Daten und einen umfangreichen empirischen Teil, in dem Korrelationen zwischen Identitätsmerkmalen und Zuwanderungseinstellungen berechnet werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie nationale Identifikation, soziale Identität, Zuwanderung, Korrelationsanalyse und zeitlicher Vergleich von Einstellungsdaten charakterisiert.
Ja, die Arbeit stellt eine tendenziell positivere Einstellung zur Zuwanderung fest, obwohl weiterhin eine Verringerung der Zuwanderungsanzahl gefordert wird, während die Wahrnehmung von Zuwanderern als kulturelle Bereicherung zugenommen hat.
Besonders die Sprache und die Staatsangehörigkeit werden als sehr wichtig angesehen, während ethnische Abstammung und religiöse Zugehörigkeit an Bedeutung verloren haben.
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