Bachelorarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Was ist GMF
2.1 Das GMF-Syndrom
2.2 Elemente des Syndroms GMF
2.2.1 Rassismus
2.2.2 Fremdenfeindlichkeit
2.2.3 Antisemitismus
2.2.4 Etabliertenvorrechte
2.2.5 Sexismus
2.2.6 Islamfeindlichkeit
2.2.7 Homophobie
2.2.8 Abwertung von Obdachlosen
2.2.9 Abwertung von Behinderten
2.2.10 Abwertung von Langzeitarbeitslosen
2.2.11 Abwertung von Asylbewerbern
2.2.12 Abwertung von Sinti und Roma
2.2.13 Zusammenhang
2.3 GMF in sozialen Gruppen
2.4 Entwicklung GMF seit 2002
3 Jugend und GMF
3.1 Desintegrationsängste
3.2 GMF-Prävalenzen bei Jüngeren
3.2.1 Häufigkeit
3.2.2 Vergleich mit Älteren
3.2.3 Zusammenhänge von Desintegrationsrisiken und GMF
4 Wie Schule mit GMF umgeht
4.1 Prävention und Intervention
4.2 Konzept zum Umgang mit ethnischen Vorurteilen in der Schule
4.2.1 Konzept der Interkulturellen Pädagogik
4.2.2 Konzept der Antirassistischen Pädagogik
4.2.3 Verknüpfung Interkultureller und Antirassistischer Pädagogik
4.3 Methoden in der Sekundarstufe
5 Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, welche Maßnahmen und Methoden im schulischen Kontext eingesetzt werden können, um Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) bei Schülerinnen und Schülern vorzubeugen und negativen Einstellungen entgegenzuwirken. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Schule als Institution zur Etablierung eines toleranten Miteinanders und zur Prävention von Diskriminierung beitragen kann.
2.1 Das GMF-Syndrom
Mit dem Begriff Syndrom ist nicht eine einzelne Einstellung gemeint, die Menschen abwertet, wie Rassismus, sondern, dass das betrachtete ‚ego‘ mehrere Einstellungen zum ‚alter‘ hat, die nach der gleichen Logik funktionieren. Wenn jemand der Auffassung ist, dass Frauen weniger wert als Männer seien und schwule weniger als heterosexuelle Männer, steckt immer die gleiche Logik dahinter, die Abwertung einer Gruppe. Es ist davon auszugehen, dass Menschen, die in der Regel eine Gruppe abwerten, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch andere Gruppen abwerten (vgl. Zick et al. 2012, 68). Somit kann von einem Einstellungssyndrom gesprochen werden; so hängen die verschiedenen Elemente der GMF eng miteinander zusammen. Denn „äußert eine Person Zustimmung zur Abwertung einer bestimmten Gruppe, dann neigt sie mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit dazu, auch andere Gruppen zu diskriminieren“ (vgl. Zick et al. 2012, 65). Menschen, die allgemein rassistisch orientiert sind, sind es oftmals auch antisemitisch oder sexistisch. Es kann auch von einer Ideologie der Ungleichwertigkeit gesprochen werden, dem Kern des Syndroms (vgl. Groß et al. 2012, 12).
Die Elemente des Syndroms sind nicht fest verankert, sie können sich im Laufe der Zeit verändern. Neue Elemente könnten hinzukommen, bestehende entfallen. Beides hängt mit der aktuellen politischen Situation, dem gesellschaftlichen Diskurs und der biografischen Entwicklung zusammen (vgl. Zick et al. 2012, 65).
Im Folgenden werden die Elemente des Syndroms näher erläutert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ein und begründet die Relevanz des Themas für den schulischen Kontext.
2 Was ist GMF: Dieses Kapitel definiert GMF als sozialpsychologisches Konzept, erläutert die verschiedenen Facetten des Syndroms und analysiert die Entwicklung der Abwertungstendenzen seit 2002.
3 Jugend und GMF: Das Kapitel beleuchtet GMF bei jungen Menschen, den Einfluss von Desintegrationsängsten auf dieses Verhalten und vergleicht Prävalenzen zwischen Altersgruppen.
4 Wie Schule mit GMF umgeht: Hier werden pädagogische Konzepte wie Interkulturelle und Antirassistische Pädagogik vorgestellt und konkrete Methoden für die schulische Präventionsarbeit diskutiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Verknüpfung verschiedener pädagogischer Ansätze, um GMF im Schulalltag effektiv zu begegnen.
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, GMF, Desintegration, Interkulturelle Pädagogik, Antirassistische Pädagogik, Schule, Prävention, Intervention, Vorurteile, Diskriminierung, Jugend, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, soziale Ungleichwertigkeit, Einstellungssyndrom.
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Entstehungsursachen und der Verbreitung von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie mit Möglichkeiten, diesen feindseligen Einstellungen durch pädagogische Maßnahmen im Schulkontext vorzubeugen.
Das Ziel ist es, durch die Analyse theoretischer Hintergründe und praktischer Ansätze aufzuzeigen, wie Schulen als Institution dazu befähigt werden können, Vorurteilen und Diskriminierung bei Schülerinnen und Schülern aktiv entgegenzuwirken.
Zentrale Themen sind das Einstellungssyndrom der GMF, die Bedeutung von Desintegrationsängsten für abwertende Einstellungen, der Einfluss des sozialen Umfelds sowie die Wirksamkeit interkultureller und antirassistischer pädagogischer Konzepte.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender Langzeitstudien und Daten des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, ergänzt durch eine Literaturanalyse pädagogischer Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Facetten von GMF, die Untersuchung der Situation Jugendlicher im Kontext von Desintegration sowie die Darstellung und kritische Reflexion schulischer Präventionsmethoden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Desintegration, Schulklima, Präventionskonzepte und interkulturelle sowie antirassistische Bildung charakterisiert.
Desintegrationsängste bilden laut der Arbeit den Nährboden für eine Ideologie der Ungleichwertigkeit; insbesondere Ängste vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg führen dazu, dass Gruppen zur Eigenaufwertung abgewertet werden.
Die Autorin argumentiert, dass beide Konzepte für sich genommen Schwachstellen aufweisen (z.B. Kulturalisierung bei der Interkulturellen oder mangelnder Praxisbezug bei der Antirassistischen Pädagogik), deren Kombination jedoch ein umfassenderes Konzept gegen ethnische Vorurteile bietet.
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