Masterarbeit, 2008
103 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Arbeit und Gesundheit
2.1 Gesundheit und Gesundheitsförderung
2.2 Gesundheitsbildung und Persönlichkeitsförderung
2.3 Prävention in der Arbeitswelt
2.4 Evaluation von Gesundheitsprogrammen
3 Bewegungsprogramme im betrieblichen Kontext
3.1 Coopers "Pionierarbeit"
3.2 Evidenzbasierte Ergebnisse: Effekte körperlicher Aktivität
3.3 Laufspezifische Auswirkungen auf berufliche Tätigkeit
3.4 "Lauf-Coaching"
4 Aerobe Bewegung und "Therapeutisches Laufen"
4.1 Aerobe vs. anaerobe Bewegung
4.2 Medizinische Forderungen an Präventionsmaßnahmen
4.3 Effekte des langsamen Dauerlaufs
4.3.1 Körperliche Wirkungen
4.3.2 Einflüsse auf die Psyche
4.3.3 Veränderung von Persönlichkeitseigenschaften
4.4 Ansatz des therapeutischen Laufens ("Lauftherapie")
4.5 Exkurs: Laufen - eine Therapie?
5 Projektbeschreibung "Betriebliche Laufgruppe"
5.1 Betriebliche Rahmenbedingungen
5.2 Belastungen im Gesundheits-, Sozial- und Erziehungssektor
5.3 Zielgruppe und Teilnehmer/innen
5.4 Fragestellung/Zielsetzungen
5.5 Kursablauf und Laufparameter
5.5.1 Zeitrahmen und Gelände
5.5.2 Laufprogramm
5.5.3 Belastungspuls
5.5.4 Unterstützende Maßnahmen
6 Untersuchungsdesign
6.1 Instrumente und Verfahren - Übersicht
6.2 Anmeldegespräch und Anamnesebogen
6.3 Messinstrumente - halbstandardisierte Verfahren
6.4 Interview
6.5 Physiologische Parameter
6.6 Dokumentenauswertung
7 Fallbericht
7.1 Fallbeispiel Frau N.
7.1.1 Angaben zur Person - Motive und Ziele
7.1.2 Erfolgsmessung
7.1.3 Interviewaussagen
7.2 Bewertung des Laufprozesses
7.2.1 Physio-psychische Wirkungen
7.2.2 Auswirkungen auf Berufssituation
7.2.3 Lebensstiländerungen
7.3 Einschub: Lauf-Effekte bei weiteren Kursteilnehmerinnen
8 Diskussion und Kritik
8.1 Gesamtbetrachtung der Ergebnisse
8.2 Möglichkeiten und Grenzen der Fallstudienarbeit
8.3 Gütekriterien und "Fallen" der Ergebnisinterpretation
8.4 Qualitätssicherung und Transfer
9 Implementierung des therapeutischen Laufens
9.1 Projektmanagement und Gesundheitsförderung
9.2 Laufen als Projekt
9.3 Leitfaden Kurs "Therapeutisches Laufen"
9.4 Grenzen der Planbarkeit und didaktische Kompetenz
9.5 Laufen als Angebot auf dem Gesundheitsmarkt
10 Laufen - unspektakulär, kostengünstig und effektiv
Die Arbeit untersucht, inwiefern ein gezieltes, aerobes Laufprogramm als gesundheitsfördernde Maßnahme im betrieblichen Umfeld dazu beitragen kann, das Wohlbefinden und die psychische Stabilität von Mitarbeitern zu stärken sowie berufliche Belastungen besser zu bewältigen.
Die Entfremdung des Menschen von seinem Körper
Die Entfremdung des Menschen von seinem Körper verlangt geradezu danach, den Körper wieder neu wahrzunehmen. Entfremdung heißt nämlich in letzter Konsequenz, dass der Mensch den Kontakt zu sich selbst verliert. A. Lowen umschreibt dies so: „Das Gefühl der Identität wurzelt in einem bestimmten Körpergefühl. Um zu wissen, wer man eigentlich ist, muss man sich dessen bewusst sein, was man fühlt. Man muss wissen ... wie man sich bewegt“ (1985, 10). Die Forderung, die sich daraus ableitet: Arbeit mit dem Körper – also Bewegung – muss wieder stärker in den Alltag der Menschen integriert werden.
Wie ernst das Problem eingeschätzt wird dokumentiert eine gemeinsame Erklärung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Weltverbandes der Sportmedizin (FIMS), in der das Gesundheitsrisiko durch Bewegungsmangel mit dem Risiko durch Nikotinmissbrauch verglichen wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende psychische Belastung am Arbeitsplatz und die Zunahme von Frühberentungen, wobei die Notwendigkeit gesundheitsfördernder Bewegungsangebote im Unternehmen hervorgehoben wird.
2 Arbeit und Gesundheit: Dieses Kapitel erläutert theoretische Modelle der Gesundheitsförderung und Prävention, insbesondere den salutogenetischen Ansatz und die Bedeutung der Arbeitsgestaltung für die psychische Stabilität.
3 Bewegungsprogramme im betrieblichen Kontext: Hier werden Pionierarbeiten im Bereich Betriebssport sowie evidenzbasierte Ergebnisse zu den positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf das Arbeitsleben diskutiert.
4 Aerobe Bewegung und "Therapeutisches Laufen": Dieses Kapitel definiert die physiologischen Grundlagen aerober Bewegung und stellt das Konzept des therapeutischen Laufens als gesundheitsorientierte Interventionsmethode vor.
5 Projektbeschreibung "Betriebliche Laufgruppe": Das Kapitel beschreibt das konkrete Pilotprojekt, inklusive der Rahmenbedingungen, Zielgruppen, Laufparameter und der organisatorischen Umsetzung.
6 Untersuchungsdesign: Es wird das methodische Vorgehen der Studie dargelegt, das auf explorativer Forschung, halbstandardisierten Verfahren (PFzS, Überdrussskala) und Interviews basiert.
7 Fallbericht: Anhand einer Fallstudie (Frau N.) und ergänzender Erfahrungen anderer Teilnehmender wird die Wirksamkeit des Laufprogramms hinsichtlich psychischer Veränderungen und beruflicher Auswirkungen illustriert.
8 Diskussion und Kritik: Das Kapitel reflektiert kritisch die Ergebnisse, diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen der Fallstudienmethodik und thematisiert die Qualitätssicherung betrieblicher Gesundheitsprogramme.
9 Implementierung des therapeutischen Laufens: Hier werden praktische Leitlinien für das Projektmanagement betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen sowie für die fachliche Qualifikation von Kursleitern vermittelt.
10 Laufen - unspektakulär, kostengünstig und effektiv: Das Fazit unterstreicht das große Potenzial einfacher Ausdauerbewegungen zur dauerhaften Stärkung der psychischen und physischen Gesundheit in Unternehmen.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Therapeutisches Laufen, Lauftherapie, Aerobe Bewegung, Psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Prävention, Burnout-Syndrom, Gesundheitsbildung, Salutogenese, Arbeitszufriedenheit, Fallstudie, Sportpädagogik, Interventionsforschung, Lebensstiländerung.
Die Master Thesis befasst sich mit der Planung, Durchführung und Evaluation eines betrieblichen Laufkonzepts, das auf dem Ansatz des "Therapeutischen Laufens" basiert.
Die zentralen Themen sind Gesundheitsförderung in Unternehmen, die psychischen und körperlichen Effekte von Ausdauersport sowie die verhaltensorientierte Prävention am Arbeitsplatz.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen durch systematisches Lauftraining die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter nachhaltig stärken und gleichzeitig berufliche Belastungen reduzieren können.
Es wurde eine explorative Pilotstudie durchgeführt, die qualitative Interviews mit standardisierten Fragebögen (PFzS, Überdrussskala) und physiologischen Messungen kombiniert.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Gesundheitsmodelle, Wirkmechanismen von Sport) als auch die praktische Projektdokumentation inklusive eines Kursleitfadens für Unternehmen.
Kernbegriffe sind Betriebliche Gesundheitsförderung, Therapeutisches Laufen, Psychische Gesundheit, Prävention und Salutogenese.
Im therapeutischen Laufen steht nicht die sportliche Leistung im Fokus, sondern die gezielte Förderung der psychischen Balance und Achtsamkeit durch dosierte, langsame Dauerläufe in einem therapeutisch begleiteten Kontext.
Die Fallstudie dient der exemplifizierenden Darstellung individueller Veränderungen; sie verdeutlicht, wie durch das Laufprogramm eine signifikante Reduktion von Stresssymptomen und eine Steigerung des allgemeinen Lebensgefühls erreicht werden kann.
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