Diplomarbeit, 2004
96 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Empfängnis und Schwangerschaft
2.1. Der Eisprung
2.2. Die Samenzellen auf dem Weg zur befruchteten Eizelle
2.3. Befruchtung und Einnistung
2.4. Die zeitliche Berechnung einer Schwangerschaft
2.5. Die Schwangerschaft
2.5.1. Die Embryonalphase
2.5.2. Die Fetalphase
2.6. Ausblick
3. Methoden des Schwangerschaftsabbruchs
3.1. Die Betäubung
3.1.1. Die Vollnarkose
3.1.2. Die örtliche Betäubung
3.2. Die Ausschabung (Abrasio)
3.3. Die Absaugung (Vakuumkürettage)
3.4. Die Abdominale Hystrotomie (Sectio parva)
3.5. Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch
3.6. Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Methoden zum Abbruch einer Frühschwangerschaft
3.7. Zusammenfassung
4. Geschichte des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs
4.1. Die Hormonforschung beginnt
4.2. Die Anfänge der Forschung an der Fruchtbarkeitskontrolle
4.3. Der Durchbruch mit RU 38486
4.4. Das Antiprogesteron und die Prostaglandine
4.5. Der lange Weg bis zur freien Nutzung
4.5.1. RU 486 im „Entdeckungsland“ Frankreich
4.5.2. RU 486 in China
4.5.3. RU 486 in England
4.5.4. RU 486 in den USA
4.5.5. RU 486 in Deutschland
4.6. Fazit
5. Wirkungsweise und Anwendung von Mifegyne
5.1. Die Rolle der Hormone
5.1.1. Die wichtigsten Hormone zur Steuerung der weiblichen Fortpflanzung
5.1.2. Der Menstruationszyklus
5.1.3. Die Hormone der Schwangerschaft
5.2. Die Antihormone
5.3. Die Prostaglandine
5.3.1. Aufgaben der Prostaglandine
5.3.2. Die Prostaglandine und das Progesteron
5.3.3. Die Prostaglandine und der Zyklus
5.3.4. Die Prostaglandine und die Schwangerschaft
5.3.5. Zusammenfassung
5.4. Die Wirkungsweise von Mifegyne
5.4.1. Nach der Einnahme von Mifegyne
5.4.2. Die „perfekte“ Kombination
5.5. Anwendungsgebiete von Mifegyne
5.6. Kontraindikationen bei einer Anwendung von Mifegyne
5.7. Zukünftige Anwendungsgebiete von Mifegyne
5.8. Neue Entwicklungen beim medikamentösen Schwangerschaftsabbruch
5.8.1. Die Einnahme von Prostaglandinen zu Hause
5.8.2. Die Erweiterung des Anwendungszeitraums von Mifegyne
6. Praktische Erfahrungen mit Mifegyne
6.1. Praktische Erfahrungen in Frankreich
6.2. Praktische Erfahrungen in Österreich
6.3. Praktische Erfahrungen in Deutschland
6.3.1. Warum ist der medikamentöse Abbruch mit Mifegyne und Prostaglandinen in Deutschland so wenig etabliert?
6.4. Zwei betroffene Frauen berichten
6.5. Psychische Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs
6.6. Fazit
7. Verantwortung und Selbstbestimmung der Frau bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch
7.1. Definition des Begriffs Verantwortung
7.2. Definition des Begriffs Selbstbestimmung
7.3. Gründe für und gegen einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch
7.4. Die Wahlfreiheit
7.5. Eine Chance die Verantwortung zu übernehmen
7.6. Zusammenfassung
8. Sozialpädagogische Konsequenzen
8.1. Konsequenzen für die Sexualpädagogik
8.1.1. Die Sexualaufklärung
8.1.2. Ziel der Sexualaufklärung
8.1.3. Was bedeutet Mifegyne für die Sexualaufklärung?
8.2. Konsequenzen für die Schwangerschaftskonfliktberatung
8.2.1. Die rechtliche Seite der Schwangerschaftskonfliktberatung
8.2.2. Die fachliche Seite der Schwangerschaftskonfliktberatung
8.2.3. Was bedeutet Mifegyne für die Schwangerschaftskonfliktberatung?
8.2.4. Fazit
9. Resümee
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Chancen und Risiken des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs mittels Mifegyne in Verbindung mit Prostaglandinen, analysiert den historischen Kontext der Zulassung in Deutschland sowie die sozialpädagogischen Konsequenzen für die Sexualpädagogik und die Schwangerschaftskonfliktberatung.
Die „perfekte“ Kombination
Durch den erhöhten Prostaglandinwert und die Blockierung des Progesterons wird die Frucht abgestoßen, werden Wehen ausgelöst und der Gebärmutterhals erweicht und geöffnet. Um den schon vorhandenen Prostaglandinwert weiter zu erhöhen und so die eingesetzten Vorgänge zu unterstützen, wird sechsunddreißig bis achtundvierzig Stunden nach einer Einnahme von Mifegyne zusätzlich eine geringe Dosis von synthetischen Prostaglandinen gegeben. Jede Substanz für sich allein eingenommen kann einen Schwangerschaftsabbruch herbeiführen. Mifegyne macht den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch jedoch schonender, als wenn nur Prostaglandine verwendet würden, und die zusätzliche Einnahme von Prostaglandinen steigert umgekehrt die Erfolgsrate von Mifegyne (siehe Abb. 11). Nach vielen klinischen Studien stellte sich eine Kombination von beiden Substanzen als eine Methode mit geringen Nebenwirkungen und einer hohen Erfolgsrate heraus. (Vgl. Semrau und Watzlawick 1999, S. 124 und 125)
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des medikamentösen Abbruchs mit Mifegyne und Prostaglandinen sowie ein kurzer historischer Abriss des Schwangerschaftsabbruchs.
2. Empfängnis und Schwangerschaft: Erläuterung der biologischen und hormonellen Grundlagen einer Schwangerschaft, um das Verständnis für den Prozess eines Abbruchs zu fördern.
3. Methoden des Schwangerschaftsabbruchs: Detaillierte Vorstellung chirurgischer und medikamentöser Verfahren sowie deren Vor- und Nachteile.
4. Geschichte des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs: Chronologische Darstellung der Entwicklung von RU 486 (Mifegyne) und des langen Weges zur Zulassung in verschiedenen Ländern.
5. Wirkungsweise und Anwendung von Mifegyne: Analyse der biochemischen Wirkungsweise, Kontraindikationen und zukünftiger medizinischer Einsatzmöglichkeiten.
6. Praktische Erfahrungen mit Mifegyne: Zusammenfassung internationaler Anwendererfahrungen, Fokus auf die Situation in Deutschland sowie Einblicke in psychische Aspekte.
7. Verantwortung und Selbstbestimmung der Frau bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch: Reflexion über die Rolle der Frau als aktiv handelndes Subjekt und die Bedeutung der Methodenwahl.
8. Sozialpädagogische Konsequenzen: Diskussion über die Auswirkungen der neuen Methode auf die Sexualpädagogik und die professionelle Schwangerschaftskonfliktberatung.
9. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit zur politischen und sozialen Relevanz des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs.
Mifegyne, RU 486, Schwangerschaftsabbruch, Prostaglandine, Schwangerschaftskonfliktberatung, Selbstbestimmung, Hormonforschung, Abtreibungspille, medizinische Methoden, sexualpädagogische Beratung, Frauengesundheit, psychische Folgen, Ethik, Wirkungsweise.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs unter Verwendung von Mifegyne und Prostaglandinen.
Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Wirkungsweise, der historischen Entwicklung des Medikaments, den praktischen Anwendungserfahrungen und den damit verbundenen sozialpädagogischen Konsequenzen.
Ziel ist es, die Auswirkungen der medikamentösen Methode auf die Entscheidungsfreiheit der Frau sowie auf die Anforderungen an Beratung und Aufklärung kritisch zu beleuchten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie auf Auswertungen von klinischen Studien und Experteninterviews basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die biologischen Grundlagen der Schwangerschaft, einen Vergleich der chirurgischen und medikamentösen Methoden, eine historische Aufarbeitung der Zulassungsgeschichte sowie die Analyse praktischer Erfahrungen und ethischer Fragen.
Wichtige Begriffe sind Mifegyne, Schwangerschaftsabbruch, Selbstbestimmung, Prostaglandine und Schwangerschaftskonfliktberatung.
Die Arbeit identifiziert Gründe wie ökonomische Faktoren bei der Vergütung, mangelnde Kenntnisse bei einigen Medizinern sowie formale Hürden im Vertriebsweg und das enge Zeitfenster der Anwendung.
Im Vergleich zum chirurgischen Eingriff, der oft eine passive Rolle der Patientin impliziert, fordert der medikamentöse Prozess eine bewusste und aktive Auseinandersetzung der Frau mit ihrem Körper und ihrer Entscheidung, was als Akt der Selbstverantwortung verstanden wird.
Die Autorin betont, dass die psychische Belastung individuell variiert; viele Frauen empfinden die aktive Rolle als hilfreich, sofern eine angemessene Begleitung und professionelle Beratung gewährleistet ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

