Examensarbeit, 2015
170 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Der Inklusionsbegriff
2.1.1. Begriffsbestimmung nach Sander
2.1.2. Annäherung an ein internationales Inklusionsverständnis: Charakteristika und grundlegende Elemente nach Hinz
2.1.3. Vergleichende Betrachtung der Begriffsbestimmungen und Konkretisierung des für diese Arbeit zugrunde liegenden Inklusionsverständnisses
2.2. Grundsätzliche Überlegungen zum Schriftspracherwerb
2.2.1. Schriftspracherwerb aus entwicklungspsychologischer Perspektive
2.2.2. Die phonologische Bewusstheit als wichtige Vorläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb
2.2.3. Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb für Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf
2.2.4. Besonderheiten des Schriftspracherwerbs in inklusiven Klassen
3. RELEVANTE ERGEBNISSE AUS DER INKLUSIONSFORSCHUNG
3.1. Effekte inklusiver Beschulung auf die Leistungsentwicklung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf
3.2. Forschungsstand zum Schriftspracherwerb in inklusiven Settings
3.3. Relevante Ergebnisse aus der Lehrmittelforschung
4. ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG UND FORSCHUNGSFRAGEN
5. METHODISCHES VORGEHEN
5.1. Erhebung des Datenmaterials
5.1.1. Bestimmung des Ausgangsmaterials
5.1.2. Dokumentenanalyse als Erhebungsverfahren
5.2. Auswertung des Datenmaterials
5.2.1. Bestimmung und Legitimation der qualitativen Inhaltsanalyse als Auswertungstechnik
5.2.1.1. Globalauswertung nach Legewie
5.2.1.2. Grounded-Theory nach Glaser und Strauss
5.2.1.3. Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5.2.2. Festlegung der Analysegrundlagen
5.2.2.1. Deduktiv-induktive Kategorienbildung
5.2.2.2. Definition der Analyseeinheiten
5.2.2.3. Ablaufmodell der Analyse
5.2.3. Das entstandene Kategoriensystem
5.2.4. Konkrete inhaltsanalytische Umsetzung
5.2.4.1. Konkrete Kategorienbildung
5.2.4.2. Durchführung der Analyse am Material
6. DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
7. GESAMTINTERPRETATION UND FAZIT
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Qualität von Lernangeboten und -materialien für den Schriftspracherwerb in inklusiven Settings zu analysieren, um bestehende Forschungslücken zu schließen und Empfehlungen für den Unterrichtseinsatz abzuleiten.
2.1.1. Begriffsbestimmung nach Sander
Alfred Sander, der – wie bereits erwähnt – das Stufenmodell von Bürli systematisch aufgenommen hat, unterscheidet hinsichtlich der Eingliederung von Kindern mit und ohne Behinderung in die Schule fünf Entwicklungsstufen: Exklusion, Separation, Kooperation, Integration, Inklusion (vgl. Sander 2008a, 28 ff.)
Diese Entwicklungsstufen beschreiben „die Entwicklung des Bildungswesens für behinderte junge Menschen“ (Sander 2008b, 349), welche sich als ein langer historischer Prozess vollzogen hat und immer noch vollzieht (vgl. Sander 2008a, 27). Bezüglich dieser Entwicklungsstufen muss allerdings auch betont werden, dass eine Phase nicht immer vollständig abgeschlossen sein muss, damit die darauffolgende beginnen kann (vgl. ebd., 37). Dies zeigt sich auch im momentanen Bildungssystem, in dem mehr als zwei Phasen dieses Modells nebeneinander existieren (vgl. ebd., 38).
In der Phase der Exklusion haben Kinder mit Behinderung kein Recht auf Bildung und werden demzufolge aus dem gesamten Bildungs- und Erziehungssystem ausgeschlossen (vgl. Wocken 2010b, 1).
Die zweite Entwicklungsstufe stellt die Phase der Separation dar, in der Kindern mit Behinderung der Zugang zu schulischer Bildung gewährt wird, sie allerdings in separierten Sonderschulen unterrichtet werden (vgl. Sander 2008b, 349). Dadurch existiert ein Sonderschulwesen für Kinder, die einen speziellen Förderbedarf aufweisen, und ein Regelschulwesen, in dem die „normalen“ Kinder unterrichtet werden (vgl. Wocken 2010b, 1).
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung thematisiert den Paradigmenwechsel durch die UN-Behindertenrechtskonvention und begründet die Notwendigkeit, Unterrichtsmaterialien auf ihre Eignung für inklusive Lernsettings zu untersuchen.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe wie Inklusion und Integration sowie entwicklungspsychologische Stufenmodelle und Schwierigkeiten des Schriftspracherwerbs.
3. RELEVANTE ERGEBNISSE AUS DER INKLUSIONSFORSCHUNG: Hier werden Studien zur inklusiven Beschulung sowie Lehrmittelforschung kritisch reflektiert, um den Forschungsbedarf für die vorliegende Arbeit zu identifizieren.
4. ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG UND FORSCHUNGSFRAGEN: Dieser Abschnitt leitet aus den theoretischen Erkenntnissen konkrete Fragestellungen für die qualitative Analyse der Lernangebote ab.
5. METHODISCHES VORGEHEN: Hier wird die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring begründet sowie das Kategoriensystem und das konkrete Vorgehen der Datenauswertung erläutert.
6. DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Inhaltsanalyse, ergänzt durch quantitative Häufigkeitsanalysen der Kategorien.
7. GESAMTINTERPRETATION UND FAZIT: Hier werden die Ergebnisse zusammenfassend bewertet und Empfehlungen für den Einsatz der Materialien in der inklusiven Grundschule ausgesprochen.
Inklusion, Schriftspracherwerb, Grundschule, qualitative Inhaltsanalyse, Lernmaterialien, Förderprinzipien, sonderpädagogischer Förderbedarf, Heterogenität, Schriftsprachliche Fähigkeiten, Lese- und Schreiblernprozesse, Lehrmittelforschung, Diagnostik, Inklusiver Unterricht.
Die Arbeit untersucht, wie gut aktuelle Lernangebote und -materialien für den Schriftspracherwerb gestaltet sind, um den Anforderungen in inklusiven Grundschulklassen gerecht zu werden.
Zu den zentralen Themen gehören Inklusion, Schriftspracherwerb, Didaktik und die Analyse von Lehrmaterialien auf ihre Eignung für heterogene Lerngruppen.
Das primäre Ziel ist es, die Qualität bestehender Lernmaterialien durch eine qualitative Inhaltsanalyse zu bewerten und Lücken in der aktuellen didaktischen Forschung zu diesem Themenbereich aufzuzeigen.
Es wird die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewendet, welche durch ein deduktiv-induktiv entwickeltes Kategoriensystem ergänzt wird.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise bei der Materialanalyse sowie eine detaillierte Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse.
Inklusion, Schriftspracherwerb, Grundschule, qualitative Inhaltsanalyse und heterogene Lernsettings sind die prägendsten Begriffe dieser Arbeit.
Die Analyse zeigt, dass die Materialien sehr unterschiedlich konzipiert sind; einige bieten ein breites Spektrum an Förderprinzipien, während andere sich stark auf einzelne Teilbereiche spezialisieren.
Die Autorin stellt fest, dass nur wenige der untersuchten Angebote Diagnosehilfen für Lehrkräfte enthalten, was im Hinblick auf die Erfassung individueller Lernstände in heterogenen Gruppen als Manko angesehen wird.
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