Bachelorarbeit, 2016
48 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Leistungsmotivation
2.1.1 Leistungsmotivation im Kindesalter
2.2 John William Atkinson – Risikowahlmodell
2.3 AMS – Sport
2.4 Forschungsstand AMS – Studie
2.5 Hypothesen
3 Empirischer Teil
3.1 Stichprobe
3.2 Beschreibung der ausgewählten Methode und Messinstrumente
3.2.1 AMS – Sport Fragebogen
3.2.2 Handballwurfspiel
3.3 Die Durchführung
3.4 Die Auswertung
4 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Leistungsmotivation auf das Risikowahlverhalten bei Kindern in einer sportlichen Leistungssituation. Basierend auf dem Risikowahlmodell von Atkinson (1957) wird überprüft, ob erfolgsmotivierte Kinder in einem Handballwurfspiel bevorzugt Aufgaben mittlerer Schwierigkeit wählen, um eine realistische Zielsetzung zu realisieren.
Ringwurfspiel
Als Methode, um die Aufgabenwahl in einer Leistungssituation zu überprüfen, hat Atkinson (1964) ein Ringwurfspiel eingesetzt. Das Ringwurfspiel verfolgt das Ziel, aus unterschiedlichen Distanzen, einen Ring auf einen Stab zu werfen. Dabei konnten die Probanden die Distanz frei wählen, welche in 15 verschiedenen Stufen eingeteilt sind. Eine große Distanz weist auf eine geringe Erfolgserwartung hin. Daraus erschließt sich, dass eine geringe Distanz eine hohe Erfolgserwartung aufzeigt. Mit der Erfassung der Erfolgserwartung wird auch der verbundene Erfolgsanreiz ermittelt. Denn je schwieriger die Aufgabe, desto höher der Erfolgsanreiz. Das Experiment weist eine unabhängige und eine abhängige Variable auf. Die unabhängige Variable spiegelt sich in dem Erfolgsmotiv und Misserfolgsmotiv wider, welche mit dem TAT bzw. TAQ erfasst werden konnten. Mit diesem Verfahren werden zwei Motivkonstellationen demonstriert. Personen mit einem hohem Erfolgsmotiv und geringem Misserfolgsmotiv, außerdem Personen mit einem geringem Erfolgsmotiv und hohem Misserfolgsmotiv. Die abhängige Variable stellt die Distanz dar, welche die Probanden frei wählen. Anhand dieser wird eine Schwierigkeitsstufe ermittelt. Daraufhin werden die Ergebnisse mit der mathematischen Formel errechnet und ausgewertet. Die Werte werden verglichen und auf Zusammenhänge überprüft.
Atkinson (1964) hat vorausgesagt, dass erfolgsmotivierte Personen, Aufgaben mittlerer Schwierigkeit bevorzugen, da die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit und die subjektive Aufgabenschwierigkeit individuell ausbalanciert sind. Die Aufgabe kann als eine Situation bewertet werden, in der die Bewältigung gleichermaßen gelingen oder misslingen kann. Demzufolge weist die Chance, die Aufgabe erfolgreich zu bewältigen, eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 50 % auf. Eine sehr leichte Aufgabe unterfordert die erfolgsmotivierte Person und eine sehr schwierige Aufgabe wird als eine Überforderung angesehen. Deshalb gilt die mittlere Schwierigkeitsstufe als realistisch die Aufgabe zu bewältigen. Grundsätzlich vermeiden misserfolgsmotivierte Personen leistungsbezogene Situationen, doch wenn sie die Möglichkeit haben eine Schwierigkeitsstufe auszuwählen, dann tendieren sie zu sehr leichten oder sehr schwierigen Aufgaben. In ihrer Aufgabenwahl versuchen sie das Gefühl von Misserfolg zu vermeiden, indem sie Leistungsaufgaben mit einem vorhersehbaren Ausgang bzw. Ergebnis auswählen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Leistungsmotivation im Sport ein und illustriert anhand des Beispiels Britta Steffen, wie essenziell mentale Faktoren und Feedback für den sportlichen Erfolg sind.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Leistungsmotivation im Kindesalter und erläutert ausführlich das Risikowahlmodell nach Atkinson sowie die AMS-Sport-Skala als wissenschaftliche Instrumente.
3 Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt die durchgeführte Studie, die Stichprobe von 41 Kindern sowie die verwendeten Messmethoden inklusive der modifizierten Durchführung des Handballwurfspiels.
4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der AMS-Sport-Erhebung und des Handballwurfspiels präsentiert, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Nettohoffnung und der gewählten Schwierigkeitsstufe liegt.
5 Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, hinterfragt methodische Abweichungen von der ursprünglichen Theorie und diskutiert praktische Implikationen für Trainer und Lehrpersonen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die Hypothese zwar nicht vollständig gestützt werden konnte, aber wichtige Ansätze für die sportpsychologische Arbeit mit Kindern liefert.
Leistungsmotivation, Risikowahlmodell, Handballwurfspiel, Kinder, Erfolgsmotiv, Misserfolgsmotiv, AMS-Sport, Aufgabenwahl, Erfolgswahrscheinlichkeit, sportliche Leistungssituation, Nettohoffnung, Sportpsychologie, Motivtendenz, pädagogische Diagnostik, Zielsetzung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Leistungsmotivation auf das Risikowahlverhalten von Kindern in einer sportlichen Leistungssituation, konkret in einem Handballwurfspiel.
Die zentralen Themen umfassen die motivationspsychologische Theorie nach John W. Atkinson, die Erfassung von Leistungsmotiven mittels des AMS-Sport Fragebogens und das beobachtbare Entscheidungsverhalten in Sportspielen.
Das primäre Ziel ist zu prüfen, ob Kinder mit einer erfolgsmotivierten Tendenz bei der Wahl einer Wurfdistanz eine mittlere, realistische Schwierigkeitsstufe bevorzugen, wie es das Risikowahlmodell vorhersagt.
Es wird eine empirische Studie durchgeführt, die eine Kombination aus dem standardisierten psychologischen Fragebogen "AMS-Sport" und einer modifizierten motorischen Aufgabe (Handballwurfspiel) verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Risikowahlmodells, die Beschreibung der methodischen Durchführung der Studie mit Kindern sowie die Auswertung und Diskussion der erzielten Daten.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Leistungsmotivation, Risikowahlverhalten, Handballwurfspiel, Erfolgsorientierung und sportpsychologische Diagnostik charakterisieren.
Die Modifikation war notwendig, da das für Erwachsene konzipierte Standardmodell räumlich und inhaltlich zu komplex für Kinder war, um eine valide Durchführung in einem sportpädagogischen Kontext zu gewährleisten.
Die Autorin betont, dass Trainer und Lehrpersonen durch positive Kritik, individuelle Zielsetzungen und die Förderung der Selbstverantwortung maßgeblich zur Entwicklung einer erfolgsorientierten Leistungsmotivation bei Kindern beitragen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

