Bachelorarbeit, 2016
50 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Einleitung und Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit und methodisches Vorgehen
2. Der Subjektwissenschaftliche Ansatz
2.1 Menschenbild der Kritischen Psychologie nach Klaus Holzkamp
2.2 Kritische Psychologie und Gesellschaftskritik
2.3 Begründungsdiskurs
2.4 Handlungsforschung
3. Relevanz der Subjektwissenschaft für die Erziehungswissenschaft
3.1 Subjektivität in der Pädagogik
3.2 Handlungsforschung in pädagogischen Feldern
3.3 Einfluss der Lebenswelt des Subjekts
4. Umgang mit Heterogenität
4.1. Zum Heterogenitätsbegriff
4.2 Zum Umgang mit dem Heterogenitätsbegriff
4.3 Zum Umgang mit (sozialer) Ungleichheit und Diskriminierung
5. Subjektwissenschaftliche Selbstreflexion im Kontext der Heterogenität
5.1 Selbstreflexion durch Intersubjektivität in Interaktionen
5.2 Zu bewältigende Schwierigkeiten in der Rolle des Forschers
5.3 Die Akzeptanz heterogener Lebenslagen durch Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit
5.4 Ambiguitätstoleranz als selbstreflexiver Umgang mit Begründungsmustern
6. Zusammenfassende Übersicht der Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht, wie subjektwissenschaftliche Handlungsforschung einen Beitrag zu einem selbstreflexiven Umgang mit Heterogenität im pädagogischen Kontext leisten kann. Ziel ist es, die Relevanz des subjektwissenschaftlichen Ansatzes für die Erziehungswissenschaft zu legitimieren und aufzuzeigen, wie Pädagogen durch Selbstreflexion und die Anerkennung subjektiver Handlungsbegründungen Machtasymmetrien sowie Diskriminierungstendenzen begegnen können.
Restriktive und Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit
Nach Markard ist die Handlungsfähigkeit in der Subjektwissenschaft eine lebenspraktische Vermittlung der individuellen bzw. der damit verbundenen gesellschaftlichen Reproduktion. Dabei greift der subjektwissenschaftliche Grundgedanke, dass äußere Einflussfaktoren nicht das Subjekt determinieren, sondern vielmehr Handlungsmöglichkeiten bzw. -behinderungen darstellen. Zu diesen „verhält“ sich das Individuum (vgl. 2014, S. 76). Der Begriff der Handlungsfähigkeit dient dabei zur Analyse des Mensch-Welt-Verhältnisses. Die Restriktive und Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit sollen helfen Widersprüchlichkeiten subjektiven Handelns zu verstehen (vgl. Kaindl 2014, S. 115).
Dabei wird unter der Restriktiven Handlungsfähigkeit das Arrangieren bzw. Abfinden mit bestehenden Lebensbedingungen verstanden und die Denkweise, nur bereits vorhandene Möglichkeiten nutzen zu wollen. Die Restriktive Handlungsfähigkeit bestimmt sehr oft das Handeln, weil neue, alternative Handlungsmöglichkeiten zu riskant erscheinen oder den eigenen Lebensinteressen (vorläufig) zuwiderlaufen und damit sonst potenziell gefährdet werden (vgl. Heesch 2001, S. 19). Allerdings wird aus Forscherperspektive in ihr eigentlich analysiert wie oder mit welchen Handlungen den eigenen Interessen langfristig geschadet wird und das Subjekt den eigenen Interessen zuwider handelt. Der Begriff dient somit zur Selbstaufklärung. Das Subjekt soll dadurch erkennen können, durch welche Probleme es beschränkt wird und an deren Ursachen arbeiten (vgl. Kaindl 2014, S. 116).
1. Einführung: Die Einleitung umreißt die Relevanz des subjektwissenschaftlichen Ansatzes für die Pädagogik und stellt die Fragestellung sowie das methodische Vorgehen dar.
2. Der Subjektwissenschaftliche Ansatz: Dieses Kapitel erläutert das Menschenbild nach Klaus Holzkamp, die damit verbundene Gesellschaftskritik und führt den Begründungsdiskurs sowie die Handlungsforschung ein.
3. Relevanz der Subjektwissenschaft für die Erziehungswissenschaft: Hier wird der Transfer der subjektwissenschaftlichen Erkenntnisse auf pädagogische Felder, insbesondere hinsichtlich der Subjektivität und des Einflusses der Lebenswelt, begründet.
4. Umgang mit Heterogenität: Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Heterogenitätsbegriff sowie dessen Verknüpfung mit Ungleichheit, Diskriminierung und der Konstruktion von Differenzen.
5. Subjektwissenschaftliche Selbstreflexion im Kontext der Heterogenität: Das Kapitel verknüpft Selbstreflexion, Intersubjektivität und Ambiguitätstoleranz, um einen reflektierten Umgang mit heterogenen Lebenslagen im professionellen pädagogischen Handeln zu ermöglichen.
6. Zusammenfassende Übersicht der Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden in einem Modell zusammengeführt, welches das Zusammenspiel von Subjektwissenschaft, Heterogenität und Selbstreflexion verdeutlicht.
Subjektwissenschaft, Kritische Psychologie, Klaus Holzkamp, Heterogenität, Selbstreflexion, Handlungsforschung, Handlungsfähigkeit, Intersubjektivität, Pädagogik, Differenz, Ungleichheit, Diskriminierung, Begründungsdiskurs, Ambiguitätstoleranz, Lebensführung.
Die Arbeit untersucht, wie subjektwissenschaftliche Ansätze genutzt werden können, um das pädagogische Verständnis von Heterogenität kritisch zu reflektieren und den professionellen Umgang mit Differenzen zu verbessern.
Die zentralen Felder umfassen die Kritische Psychologie nach Holzkamp, erziehungswissenschaftliche Diskurse über Heterogenität, die methodische Bedeutung der Selbstreflexion sowie die Analyse von Handlungsfähigkeit.
Das Ziel ist es, die Subjektwissenschaft für die Erziehungswissenschaft zu legitimieren und ein Modell für einen selbstreflexiven Umgang mit Heterogenität zu entwerfen, der soziale Ungleichheiten nicht unreflektiert reproduziert.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf subjektwissenschaftlicher Literatur und qualitativen Diskursanalysen aus der Pädagogik basiert, um das Theorie-Praxis-Verhältnis zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Subjektwissenschaft, deren Relevanz für pädagogische Felder, die kritische Dekonstruktion des Heterogenitätsbegriffs und die Anwendung von Selbstreflexion als Instrument der Fallarbeit.
Wesentliche Begriffe sind Subjektwissenschaft, Handlungsfähigkeit, Heterogenität, Intersubjektivität und Selbstreflexion.
Sie dient als Analyseinstrument, um zu erkennen, wie Subjekte sich mit Gegebenheiten abfinden oder warum sie sich normativen Zwängen unterordnen, anstatt ihre eigenen Interessen emanzipatorisch zu verfolgen.
Sie ermöglicht es Pädagogen, Widersprüche und paradoxe Situationen im Erziehungsprozess auszuhalten und produktiv zu nutzen, anstatt vorschnell in starre Kategorisierungen oder ein „Entweder-oder“-Denken zu verfallen.
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