Bachelorarbeit, 2015
67 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
2. Definition lebenserhaltende/lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erste Hilfe
2.1 Erste-Hilfe-Kurs und Kurs in lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen
2.2 Zeitliche Vorgaben LSM- und EH-Kurs
2.3 Inhaltliche Definition nach DVR (EH- und LSM-Kurs)
2.4 Konkrete Inhalte lebensrettende Sofortmaßnahmen nach Vorgaben des DVR (2011: 18ff.)
2.5 Konkrete Inhalte Erste Hilfe nach Vorgaben des DVR (2011: 15ff)
3. Notfallpflegerische Ausbildung
4 Pädagogische Ausbildung/Kompetenz der Lehrkräfte
4.1 Einfluss der Lehrkräfte auf die Lernenden
4.2 Gesetzliche Vorgaben
4.3 Lehrerqualifikationen in der Krankenpflegeausbildung
4.3.1 Lehrer in der Krankenpflege
4.3.2 Pflegepädagogen
4.3.2 Medizinpädagogen
4.3.3 Andere Qualifikationen
4.4 Qualifikation zum Erste Hilfe Ausbilder
5. Notfall- und Intensivpflege in der Krankenpflegeausbildung
5.1 Landeslehrplan Baden-Württemberg für die Ausbildung in der Krankenpflege
5.2 Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege
5.3 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege
5.4 Literatur in der Krankenpflegeausbildung
6. Simulation in der Krankenpflegeausbildung
6.1 Lernen durch Simulation
6.2 Grundlagen eines simulationsbasierten Trainings
7. Konzepte der notfallmedizinischen Ausbildung
7.1 Lehrkonzept nach Lücke (2006)
7.2 Das Böblinger Notfallpflege Lehrkonzept nach Richter (2015)
7.2.1 Einführung in die Notfallpflege: Erste Hilfe im Krankenhaus
7.2.2 Reanimationsmedizin und Simulationstraining
7.2.3 Schock
8. Auswertungen und Darstellungen der Studien
8.1 Empfinden der persönlichen Vorbereitung auf einen Notfall
8.1.1 Fragestellungen
8.1.2 Hypothesen
8.1.3 Methodik und Datenerhebung
8.1.4 Auswertungen und Darstellungen der Ergebnisse
8.2 Notfallpflegerische Ausbildung in Baden-Württemberg
8.2.1 Fragestellungen
8.2.2 Hypothesen
8.2.3 Methodik der Datenerhebung
8.2.4 Auswertungen und Darstellungen der Ergebnisse
9. Ergebnisse
10. Zusammenfassung und Fazit
Gesetzgeber und moralische Verantwortung
Lehrplan versus Realität
Notfallpflegerische Inhalte
Lehrpersonal
Erste Hilfe in der Ausbildung
Sicherstellung der Ausbildungsqualität
Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten
Fazit
11. Quellenangabe
Die vorliegende Arbeit untersucht den Status Quo der notfallpflegerischen Ausbildung in der Krankenpflege in Baden-Württemberg. Das Ziel ist es, zu evaluieren, ob die Ausbildung landesweit vergleichbare Standards hinsichtlich der Unterrichtsinhalte, des zeitlichen Umfangs und der Qualifikation der Lehrkräfte aufweist, um Auszubildende effektiv auf akute Notfallsituationen vorzubereiten.
6.1 Lernen durch Simulation
Simulationstrainings haben sich in den vergangenen Jahren in der Notfallmedizin sowie der Notfallpflege(-ausbildung) etabliert. Diese helfen, Situationen realitätsnah darzustellen sowie Fertigkeiten aktiv zu üben ohne dabei einen Patienten zu gefährden. Moecke und Müller (2014: 371–372) beschreiben den Ausbau eines Simulationstrainings als sehr effektiv, aber leider zu selten genutztes Instrument. Sie erklären, dass Patientensicherheits- und Simulationstrainings (PST) auch mit erheblichen Kosten verbunden sind. Simulationstechnik (Simulator, Videotechnik und andere technische Gerätschaften) verursachen Kosten bis über 100.000 Euro. Medizintechnik (Defibrillator, Monitoring etc.) und Personalkosten kommen hinzu. Ohne eine konkrete Finanzierung ist der von allen Seiten geforderte Ausbau von PST nicht möglich.
Etwa 70- 80 % aller Fehler in medizinischen Bereichen lassen sich auf sog. „Human Factors“ zurückführen. 80 % dieser Human Factors (Kommunikationsprobleme, Missverständnisse etc.) sind wiederum nachweislich vermeidbar. Mangelende medizinisch-pflegerische Kompetenzen sind demnach eher keine Ursachen für das Entstehen von kritischen Situationen (vgl. Koppenberg et al. 2014: 373–378).
Adaptiert an die durch Issleib und Zöllner (2015: 67–73) postulierten didaktischen Erfolge von Ärzten nach PST, können steilere Lernkurven ebenfalls in der (Notfall-)Pflegeausbildung erzielt werden. Allerdings lassen sich nicht alle Lerninhalte mit Simulatoren gut vermitteln. Der Erwerb von konkreten und standardisierten Handlungsabläufen (z. B. das Legen eines transurethralen Katheters, einer Venenverweilkanüle oder die Insertion einer supraglottischen Atemwegshilfe) lassen sich durch wiederholte Trainings an anatomischen Übungsmodellen effektiver erlernen. Auszubildende in einem Pflegeberuf sollten Gelegenheit erhalten, neue Fertigkeiten zu perfektionieren. Invasive Maßnahmen sind jedoch mit einer potenziellen Patientengefährdung assoziiert. PST bieten einen geschützten Raum, in welchem die Lernenden Handlungsabläufe konkret lernen und üben können. Fehler sind in diesem Kontext für den Lernerfolg hilfreich und wünschenswert. Positive Auswirkungen zeigten sich nach erfolgten PST auch in Fehlermanagement, Kommunikation, Zusammenarbeit, Führung und Situationsbewusstsein (vgl. Issleib und Zöllner 2015: 67–73).
1. Einleitung: Beschreibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen und das Problem der fehlenden Konkretisierung notfallpflegerischer Ausbildungsinhalte in Baden-Württemberg.
2. Definition lebenserhaltende/lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erste Hilfe: Definiert die Kurskonzepte nach Vorgaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und deren zeitliche sowie inhaltliche Vorgaben.
3. Notfallpflegerische Ausbildung: Erläutert die gesetzliche Verpflichtung zur Vermittlung von Notfallkompetenzen und ordnet die Wissensgrundlagen nach Lücke ein.
4 Pädagogische Ausbildung/Kompetenz der Lehrkräfte: Analysiert den Einfluss von Lehrkräften auf Lernerfolge und bewertet verschiedene Lehrerqualifikationen wie Pflegepädagogen und Medizinpädagogen.
5. Notfall- und Intensivpflege in der Krankenpflegeausbildung: Untersucht den Landeslehrplan Baden-Württemberg sowie geltende Rechtsgrundlagen für die intensiv- und notfallpflegerische Ausbildung.
6. Simulation in der Krankenpflegeausbildung: Erörtert das Potenzial und die Grundlagen von Simulationstrainings (PST) als moderne Lehrmethode zur Steigerung der Patientensicherheit.
7. Konzepte der notfallmedizinischen Ausbildung: Vergleicht das Lehrkonzept nach Lücke mit dem spezifischen Böblinger Notfallpflege-Lehrkonzept von Richter.
8. Auswertungen und Darstellungen der Studien: Dokumentiert die empirische Datenerhebung zum Empfinden der Lernenden und den Ausbildungszustand an baden-württembergischen Schulen.
9. Ergebnisse: Fasst die Kernergebnisse der Studie zusammen, die eine uneinheitliche und teils defizitäre notfallpflegerische Ausbildung belegen.
10. Zusammenfassung und Fazit: Resümiert die Notwendigkeit landeseinheitlicher, konkreter Lernziele und plädiert für eine professionelle notfallpflegerische Ausbildung anstelle von Laienkurs-Adaptionen.
Notfallpflege, Krankenpflegeausbildung, Baden-Württemberg, Erste Hilfe, Reanimationsmedizin, Simulationstraining, Patientensicherheit, Pflegepädagogik, Medizinpädagogik, Lehrplan, Notfallkompetenz, Skillslab, AED, Curriculum, Qualitätssicherung
Die Arbeit analysiert die Qualität und Einheitlichkeit der notfallpflegerischen Ausbildung für angehende Gesundheits- und Krankenpfleger im Bundesland Baden-Württemberg.
Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Vorgaben, die Qualifikation des eingesetzten Lehrpersonals, die verwendeten Lehrmethoden wie Simulationstraining sowie die tatsächliche inhaltliche Ausgestaltung der Notfall-Lehrpläne.
Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob Auszubildende in Baden-Württemberg eine adäquate und vergleichbare notfallpflegerische Ausbildung erhalten, die sie auf akute Notfälle im klinischen Alltag vorbereitet.
Die Studie basiert auf einer empirischen Erhebung bei 82 staatlich anerkannten Pflegeschulen mittels schriftlicher Fragebögen sowie einer qualitativen Analyse von Lernenden zur subjektiven Einschätzung ihrer Notfall-Vorbereitung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Lehrkonzepten, die Analyse der Qualifikationen von Lehrkräften und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten zu Kursinhalten und Stundenzahlen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Notfallpflege, Krankenpflegeausbildung, Simulationstraining (PST), Curriculum, Notfallkompetenz und Patientensicherheit.
Der Autor argumentiert, dass "Erste Hilfe" für Laien konzipiert ist und nicht den professionellen Anforderungen an Krankenpflegepersonal entspricht, die komplexere notfallmedizinische Maßnahmen beherrschen müssen.
Es dient als Fallbeispiel für ein strukturiertes, 72 Unterrichtseinheiten umfassendes Ausbildungskonzept, das Teamteaching und gezielte Simulationstrainings nutzt und damit über die minimalen gesetzlichen Vorgaben hinausgeht.
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