Diplomarbeit, 2004
87 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Charakteristika der FSC
2.1 Definition der FSC
2.2 Notwendigkeit und Ziel der Betrachtung der FSC
3 FSC-Prozesse in der Beschaffung
3.1 Prozesse der FSC
3.2 Prozesse der FSC in der Beschaffung
4 Optimierung der FSC in der Beschaffung
4.1 Optimierungsbereiche und Ziele
4.2 Voraussetzungen für die Optimierung
5 Untersuchung der IT-Lösungen
5.1 Übersicht
5.2 Lieferantenauswahl und Preisfindung
5.2.1 Lieferantenmanagement
5.2.2 Anfragen
5.2.2.1 Grundlagen
5.2.2.2 Funktionalität und Bewertung der IT-Lösungen
5.2.2.3 Lieferantenbewerbung
5.2.3 Ausschreibungen
5.2.3.1 Grundlagen
5.2.3.2 Funktionalität und Bewertung der IT-Lösungen
5.2.4 Online-Auktionen
5.2.4.1 Grundlagen
5.2.4.2 Funktionalität und Bewertung der IT-Lösungen
5.2.5 Vertragsverwaltung
5.2.5.1 Grundlagen
5.2.5.2 Funktionalität und Bewertung der IT-Lösungen
5.2.6 Finanzierung
5.2.6.1 Grundlagen
5.2.6.2 IT-Verbesserungsmöglichkeiten
5.3 Rechnungsabwicklung
5.3.1 Grundlagen
5.3.2 Formen der Rechnungsstellung
5.3.3 Funktionalität und Bewertung der IT-Lösungen
5.3.4 Sicherheit bei der Rechnungsübertragung
5.4 Zahlungsabwicklung
5.4.1 Grundlagen
5.4.2 Optimierungsansätze
5.4.3 Zahlungssysteme und -arten
5.4.4 Payment Service Provider
5.4.5 Cash Management und Inhouse Banking
6 Überwachung und Analyse der FSC
7 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von IT-Lösungen zur Optimierung der Financial Supply Chain (FSC), insbesondere mit Fokus auf die Beschaffungsprozesse, um die Wettbewerbsfähigkeit durch effizientere Finanzflüsse zu steigern.
5.2.3.1 Grundlagen
Viele Unternehmen haben mittlerweile bei der Beschaffung von Gütern oder Dienstleistungen über Ausschreibungen und Auktionen erste Erfahrungen gesammelt. Mit elektronischen Ausschreibungswerkzeugen, sogenannten RFQ- (Request for Quotation-) Tools, werden Software-Lösungen angeboten, mit denen die beschaffenden Unternehmen ihre Ausschreibungen komplett über das Internet durchführen können. Dies bedeutet im Einzelnen das Erstellen und Formulieren der Ausschreibung, die Benachrichtigung der ausgewählten Lieferanten und das Versenden der Ausschreibungsunterlagen sowie anschließend die Bearbeitung und Analyse der Angebotsabgaben der Lieferanten. Alternativ zu integrierten Software-Lösungen können Ausschreibungen über einen Fremdanbieter bzw. Marktplatz abgewickelt werden. Nachteil ist, daß die auf den Marktplätzen zur Verfügung gestellte Funktionalität in vielen Fällen nicht an diejenige von spezieller Ausschreibungssoftware heranreicht. Obwohl dem Einkäufer die meisten Teilnehmer unbekannt sind, kann er dennoch ohne Zeitdruck die Angebote bearbeiten und erhält zumindest einer Orientierungshilfe.
Neben offenen Ausschreibungen, an denen prinzipiell alle interessierten Lieferanten (eventuell über einen Marktplatz oder einen Lieferantenpool) teilnehmen können, sind im B2B-Bereich vor allem geschlossene Ausschreibungen gängig. In diesem Fall wird der potentielle Lieferantenkreis durch das beschaffende Unternehmen vordefiniert. Die auserwählten Teilnehmer erhalten ihren Zugang meist durch eine Identifikation mit dazugehörigem Paßwort. Der Vorteil bei offenen Ausschreibungen besteht darin, daß neue oder bisher unbekannte Lieferanten, sofern sie nicht bereits durch Anfragen ermittelt wurden, die Chance erhalten, sich an ihnen zu beteiligen. Dem entgegen steht ein größerer Auswertungsaufwand auf Einkäuferseite. Eine wichtige Rolle bei neuen Lieferanten spielt neben Preis-, Konditions- und Qualitätskriterien auch die Absicherung gegen Qualitäts- und Lieferrisiken.
1 Einleitung: Einführung in die Notwendigkeit der Optimierung von Finanzflüssen entlang der Wertschöpfungskette aufgrund von Wettbewerbsdruck und IT-Fortschritten.
2 Charakteristika der FSC: Definition der Financial Supply Chain und Erläuterung der Bedeutung eines ganzheitlichen Management-Ansatzes zur Sicherung der Unternehmensliquidität.
3 FSC-Prozesse in der Beschaffung: Herleitung eines Modellprozesses für die Finanzkette im Beschaffungskontext zur Identifikation von Optimierungspotenzialen.
4 Optimierung der FSC in der Beschaffung: Definition von Zielen und Voraussetzungen für Prozessverbesserungen, wobei Fokus auf Kosten, Zeit und Qualität liegt.
5 Untersuchung der IT-Lösungen: Detaillierte Analyse verschiedener Software-Tools und IT-Ansätze für die zentralen Teilprozesse der FSC von der Lieferantensuche bis zur Zahlungsabwicklung.
6 Überwachung und Analyse der FSC: Darstellung der Methoden zur datenbasierten Kontrolle und Steuerung der Finanzprozesse zur kontinuierlichen Verbesserung.
7 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick: Fazit über die Notwendigkeit der IT-gestützten Digitalisierung und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen.
Financial Supply Chain, SCM, Beschaffung, IT-Lösungen, Prozessoptimierung, E-Procurement, Rechnungsabwicklung, Zahlungsabwicklung, Cash Management, Lieferantenmanagement, Online-Auktionen, elektronische Signatur, EDI, EBPP, Liquiditätssicherung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Nutzungsmöglichkeiten und Auswirkungen von IT-Lösungen zur Unterstützung und Optimierung der Financial Supply Chain (FSC), mit einer besonderen Konzentration auf den Beschaffungsbereich.
Die zentralen Themen umfassen Lieferantenmanagement, elektronische Anfragen und Ausschreibungen, Online-Auktionen, Vertragsverwaltung sowie automatisierte Rechnungs- und Zahlungsabwicklung und Cash Management.
Das primäre Ziel ist es, den Status quo und das Optimierungspotenzial von IT-gestützten Finanzprozessen in der Beschaffung aufzuzeigen, um Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Liquidität zu verbessern.
Es wird ein Modellprozess der FSC entwickelt, der als Grundlage für die Untersuchung und Bewertung von marktgängigen IT-Lösungen dient, welche anschließend detailliert auf ihren Funktionsumfang und Nutzen analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert spezifische IT-Lösungen für die einzelnen Teilprozesse der FSC: von der Lieferantensuche und Preisfindung über die Rechnungsprüfung bis hin zur automatisierten Zahlungsverkehrsabwicklung.
Charakterisierende Begriffe sind Financial Supply Chain Management, E-Procurement, Prozessoptimierung, IT-gestützte Beschaffung, Zahlungsverkehr, Digitalisierung und Liquiditätsmanagement.
Das Biller-Direct-Modell ist ein Verfahren zur elektronischen Rechnungsstellung, bei dem der Rechnungssteller (Biller) sein eigenes Portal betreibt. Dies ist für den Lieferanten vorteilhaft, erfordert jedoch vom Kunden einen höheren manuellen Aufwand, da er sich auf diversen Lieferantenportalen identifizieren muss.
Das Signaturgesetz ist essenziell für die Rechtsgültigkeit elektronischer Rechnungen. Damit Unternehmen den Vorsteuerabzug nutzen können, müssen digitale Rechnungen zwingend mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein.
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