Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
Erster Teil: Entwicklung und aktuelle Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland
2 Was ist Kinder- und Jugendtheater?
3 Entwicklung des deutschen Kinder- und Jugendtheaters 1968 bis heute
3.1 Entwicklungen des Kinder- und Jugendtheaters 1968
3.1.1 Spielformen der emanzipatorischen bzw. neorealistischen Theater
3.1.2 Emanzipatorische bzw. neorealistische Theater
3.2 Nach der „Aufbruchphase 1968“
3.2.1 Theaterpädagogik
3.3 Zeitgenössisches Kinder- und Jugendtheater
3.3.1 Kinder- und Jugendtheater von Freien Theatern
Zweiter Teil: „Flucht und Migration“ im Kinder- und Jugendtheater – Praxisbeispiele
4 Interkulturalität und die Künste
4.1 Begriffsbestimmung: Migration
4.1.1 Gründe für Migration
4.1.2 Flüchtlinge
4.1.3 Migrationsproblematiken
4.2 Begriffsbestimmung: Interkulturalität
4.2.1 Interkulturelles Theater
4.3 Theaterarbeit unter dem Aspekt „Flucht und Migration“
4.3.1 Produktionsformen
4.4 Authentizität und Autobiografie als Inszenierungsformen
4.4.1 Potential von Selbstdarstellung im Theater für junge Flüchtlinge
5 Alarm Theater Bielefeld – „Herzrasen – Zeit der Wunde(r)“
5.1 Das Profil und die Arbeitsweise des Alarm Theaters
5.2 Die Produktion „Herzrasen – Voraussetzungen, Intenten und Wirkungen“
6 Grips Theater Berlin – „SOS – For Human Rights“
6.1 Das Profil und die Arbeitsweisen des Grips Theaters Berlin
6.2 Die Produktion „SOS – For Human Rights“ - Voraussetzungen, Intenten und Wirkungen
7 Vergleich und Potential der Theaterprojekte zum Thema Flucht und Migration im zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheater
8 Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Wirkungsweise zeitgenössischer Theaterprojekte im Kontext von Flucht und Migration. Dabei wird analysiert, wie Kinder- und Jugendtheater durch künstlerische Inszenierungen einen interkulturellen Austausch fördern und jungen Menschen eine Stimme geben können, um soziale Ausgrenzung zu überwinden.
4.4.1 Potential von Selbstdarstellung im Theater für junge Flüchtlinge
Zurzeit gibt es ausschließlich Praxiserfahrungen und keine Forschungen über die Wirkung von Biografiearbeit auf junge Menschen. Herausgestellt hat sich allerdings, dass mithilfe von Biografiearbeit bei jungen Menschen das innere Chaos geordnet, das Wissen über sich selbst gestärkt und schmerzliche Erfahrungen gemildert werden. Für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund gilt darüber hinaus, dass sie mit verschiedenen kulturellen Welten konfrontiert werden sowie sozialen und psychischen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Biografiearbeit leistet Unterstützung in der Auseinandersetzung. So kann autobiografische Selbstdarstellung im Theater auch Selbstwerdung agieren. Mit der Selbstdarstellung geht nämlich das „Von sich erzählen“ einher. Marginalisierte Gruppen der Gesellschaft, die als SchauspielerInnen auf der Bühne stehen und dort von sich erzählen können, erhalten die Möglichkeit aus der Rolle des sozialen Opfers zu gelangen, sich Gehör zu verschaffen und zum Gestalter ihres eigenen Bildes zu werden. Damit treten die Betroffenen in einen Prozess der Selbstbemächtigung – die aktive Gestaltung des eigenen Bildes wird zum Empowerment.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik von Flucht und Migration sowie die Relevanz der Theaterszene in diesem gesellschaftlichen Kontext.
2 Was ist Kinder- und Jugendtheater?: Definition und begriffliche Einordnung der Theaterformen im Kontext des 20. Jahrhunderts.
3 Entwicklung des deutschen Kinder- und Jugendtheaters 1968 bis heute: Historischer Überblick über die emanzipatorische Wende und die Entstehung der Freien Theaterszene.
4 Interkulturalität und die Künste: Theoretische Auseinandersetzung mit Migrationsbegriffen und dem Potenzial interkultureller Theaterarbeit.
5 Alarm Theater Bielefeld – „Herzrasen – Zeit der Wunde(r)“: Vorstellung des Alarm Theaters und Analyse seiner prozessorientierten Arbeit mit jungen Flüchtlingen.
6 Grips Theater Berlin – „SOS – For Human Rights“: Porträt des Grips Theaters und Untersuchung der kampagnenorientierten Produktion „SOS – For Human Rights“.
7 Vergleich und Potential der Theaterprojekte zum Thema Flucht und Migration im zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheater: Synoptische Gegenüberstellung der Arbeitsweisen und Wirkungsanalysen beider Theaterprojekte.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale des Kinder- und Jugendtheaters als Ort für interkulturelle Integration und Identitätsarbeit.
Kinder- und Jugendtheater, Flucht, Migration, Interkulturalität, Biografiearbeit, Empowerment, Theaterpädagogik, Freie Theaterszene, Authentizität, Selbstdarstellung, Integration, Alarm Theater Bielefeld, Grips Theater Berlin, Identitätsfindung, soziale Teilhabe
Die Arbeit analysiert, wie das Kinder- und Jugendtheater in Deutschland auf die aktuelle Thematik von Flucht und Migration reagiert und welche künstlerischen Möglichkeiten es bietet, um junge Geflüchtete zu integrieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Kinder- und Jugendtheaters, der theaterpädagogischen Arbeit mit marginalisierten Gruppen sowie der Bedeutung von Autobiografie und Authentizität als künstlerische Darstellungsformen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Theaterprojekte durch die bewusste Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit geflüchteter Jugendlicher einen sozialen Beitrag zur Selbstbemächtigung (Empowerment) und zur gesellschaftlichen Inklusion leisten können.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur historischen Einordnung und kombiniert diese mit einer qualitativen Analyse zweier konkreter Praxisbeispiele, um die Arbeitsweise und Wirkung der Theaterprojekte zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Migration und Theater sowie in eine detaillierte Untersuchung der Arbeit des Alarm Theaters Bielefeld und des Grips Theaters Berlin.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interkulturalität, Empowerment, Biografiearbeit, soziale Teilhabe und die spezifische Rolle der Freien Theaterszene.
Während das Alarm Theater stark auf prozessorientierte Biografiearbeit und persönliche Lebensgeschichten setzt, nutzt das Grips Theater Berlin seine langjährige Erfahrung für kampagnenorientierte, gesellschaftskritische Stücke mit politischem Appell.
Es ermöglicht den Jugendlichen, ihre schmerzhaften Erfahrungen strukturiert zu verarbeiten, aus der Opferrolle herauszutreten und aktiv zu Gestaltern ihres eigenen Lebensbildes zu werden.
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