Bachelorarbeit, 2016
43 Seiten, Note: 2.7
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
I. Einleitung
II. Entstehung und Entwicklung des Schengen-Raums
II.I. Erste Anfänge und Überlegungen zur Freizügigkeit in Europa
II.II. Die Pariser Gipfelkonferenz – 1974
II.III. Die Arbeit der Kommission – ab 1974
II.IV. Die Entschließung des Rates – 1984
II.V. Das Saarbrücker Abkommen – 1984
II.VI. Das Schengener Abkommen – 1985
II.VII. Das Schengener Durchführungsübereinkommen – 1990
II.VIII. Vertrag von Lissabon – 2007
II.IX. Prümer Vertrag – 2005
II.X. Reformdebatte – 2010 / 2011
III. Mitgliedstaaten des Schengen-Raums
III.I. Beitritte
III.II. Beitritte der skandinavischen Länder
III.III. Beitritte der Schweiz und Liechtenstein
III.IV. Der Sonderstatus von Irland, Dänemark und Großbritannien
IV. Amsterdamer Vertrag
IV.I. Allgemeines
IV.II. Schengen-Protokoll zum Amsterdamer Vertrag
V. Schengen-System
V.I. Schengener Durchführungsübereinkommen und Schengener Grenzkodex
V.II. Sicherheit im Schengen-Raum
V.II.I. Schengener Informationssystem der ersten Generation (SIS I)
V.II.II. Schengener Informationssystem der zweiten Generation (SIS II)
VI. Die temporäre Wiedereinführung von Kontrollen im Schengen-Rahmen
VII. Schlussteil
Diese Arbeit untersucht die historische Entstehung und die schrittweise Entwicklung des Schengen-Raums sowie dessen Integration in den Rechtsrahmen der Europäischen Union. Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen hinter der Aufhebung von Binnengrenzkontrollen zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, wie Sicherheit im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts gewährleistet wird.
I. Einleitung
Das Zitat stammt aus der Rede des Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union in Oslo am 10. Dezember 2012. Das Zitat spricht von der unbequemen Wahrheit, dass Europa ein Kontinent ist, auf welchem sich zahllose Konflikte und Kriege abgespielt haben. Diese reichen von Konflikten in der Antike bis hin zu den kaltblütigen Auseinandersetzungen im zerfallenden Jugoslawien. Beispiellos in der Geschichte sind der Erste und Zweite Weltkrieg, welche im Herzen Europas entsprangen und sich zu weltweiten Kriegen entwickelten. Ungefähr 40 Staaten beteiligten sich am Ersten Weltkrieg mit ungefähr 70 Millionen Menschen unter Waffen und einer Bilanz von 17 Millionen Toten. Gelernt wurde aus diesem Negativbeispiel nicht und es kam 21 Jahre später zu einem erneuten Krieg von noch extremerem Ausmaß. Dieser Krieg stellt den bis heute größten militärischen Konflikt in der Geschichte der Menschheit dar.
I. Einleitung: Beleuchtet die europäische Geschichte als Hintergrund für die Notwendigkeit von Frieden und Freizügigkeit.
II. Entstehung und Entwicklung des Schengen-Raums: Analysiert die chronologische Entwicklung vom Ursprung der Idee bis zur rechtlichen Verankerung in Verträgen.
III. Mitgliedstaaten des Schengen-Raums: Beschreibt die Erweiterung des Raums und die spezifischen Beitrittsmodalitäten sowie Sonderregelungen einzelner Staaten.
IV. Amsterdamer Vertrag: Erläutert die Integration der Schengener Bestimmungen in den EU-Rechtsrahmen und die Auswirkungen auf die Souveränität.
V. Schengen-System: Detailliert die operativen Regeln sowie die technologische Infrastruktur zur Sicherung des Raumes.
VI. Die temporäre Wiedereinführung von Kontrollen im Schengen-Rahmen: Diskutiert die Kontroverse und Rechtslage bei zeitlich begrenzten Grenzkontrollen.
VII. Schlussteil: Reflektiert über die Herausforderungen der Freizügigkeit in Zeiten von Migration und Konflikten.
Schengener Abkommen, Schengen-Raum, Freizügigkeit, Binnengrenzkontrollen, SIS, Schengener Besitzstand, Europäische Union, Grenzmanagement, Sicherheit, SIS II, Amsterdamer Vertrag, Europäische Integration, Migration, Polizeiliche Zusammenarbeit.
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise des Schengen-Raums und dessen Integration in das EU-Recht.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den rechtlichen Verträgen, den Sicherheitssystemen SIS I/II und der Problematik der Wiedereinführung von Grenzkontrollen.
Ziel ist es, die Mechanismen des freien Reisens zu verstehen und aufzuzeigen, wie das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit geregelt wird.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Dokumente, EU-Verträge und relevanter Fachliteratur, ergänzt durch eine eigene Umfrage zur Wahrnehmung der Reisefreiheit.
Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Entwicklung, die Beitrittsprozesse der Mitgliedstaaten, die vertragliche Integration durch den Amsterdamer Vertrag und die sicherheitstechnischen Aspekte wie das SIS.
Schlüsselbegriffe sind Schengener Abkommen, Freizügigkeit, Schengener Besitzstand, SIS und europäische Integration.
Das Schengener Informationssystem (SIS) bildet das sicherheitstechnische Herzstück, da es den Mitgliedstaaten ermöglicht, Informationen über Personen und Sachen fahndungsrelevant auszutauschen.
Länder wie Irland, Großbritannien und Dänemark nutzen Opt-in-Optionen oder Ausnahmeregelungen, die ihre Teilnahme am Schengen-Besitzstand spezifisch regeln und von der Vollintegration abweichen.
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