Masterarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
0.1 Zielsetzungen
0.2 Aufbau der Arbeit
1. Bedeutungsvolle Aspekte bei der Kindesentwicklung
1.1 Spezifische Entwicklungsphasen
1.2 Wechselspiel zwischen genetischer Veranlagung und Umwelt
1.3 Eltern-Kind-Beziehung
1.4 Veränderungen der Kindheit von früher zu heute
1.4.1 Erwerbstätigkeit beider Elternteile
1.4.2 Bedeutung der Eltern
1.4.3 Was die traditionelle Familie ausmacht
1.4.4 Geschwister
1.5 Bedeutung und Veränderung der Partnerschaft
1.5.1 Scheidung
1.5.2 Stieffamilien
1.5.3 Alleinerziehende
1.6 Veränderte Familienbedingungen
1.7 Eigenverantwortung des zu Erziehenden
1.8 Sozialisation und gesellschaftliche Werte
1.8.1 Empathie
1.8.2 Imitieren
1.8.3 Medien
1.8.4 Freizeit
1.8.5 Kindergarteneintritt
1.9 Erziehungsmöglichkeiten
1.9.1 Autorität
1.9.2 Bestrafung
2. Verhaltensauffälligkeiten
2.1 Wann von einer Verhaltensauffälligkeit gesprochen werden kann
2.2 Mögliche Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten
2.3 Umgang mit „Problemkindern“
3. Die Persönlichkeit stärkende Fähigkeit der Resilienz
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Kindheit im Vergleich zu früheren Zeiten und analysiert die veränderten Bedingungen, unter denen Kinder heute aufwachsen. Ziel ist es, zu klären, wie trotz zunehmender gesellschaftlicher Heterogenität eine optimale kindliche Entwicklung ermöglicht werden kann, wobei insbesondere der innerfamiliäre Raum sowie die Rolle der Resilienz im Mittelpunkt stehen.
1.4 Veränderungen der Kindheit von früher zu heute
Birgit und Hans Bertram verweisen darauf, dass sich sowohl das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern, als auch die Kindheit allgemein in den letzten Jahren gewandelt haben. In den Augen von Christian Alt hat eine Aufwertung der Kindheit stattgefunden. Die enger gewordenen Eltern-Kind-Beziehungen und das Mehr an Fürsorge verleihen der Kindheit und den Kindern an sich einen Bedeutungszuwachs. Sie „[…] gewinnen im Laufe des langen Lebens auch als Partner der Eltern an Bedeutung.“45 Davon abgesehen, dass sie länger im Elternhaus leben, als bislang, werden Kinder in vielen Familien als den Erwachsenen gleichwertig angesehen. Das beinhaltet, wie Christian Alt genauer auslegt, die Anteilhabe an Entscheidungen innerhalb der Familie sowie ein hohes Maß an Freiheit, da es nicht zwingend feste Regeln gibt und das meiste verhandelbar ist.46 Auch Liselotte Wilk ist der Auffassung, es werde in höherem Maße partnerschaftlich über Regelungen verhandelt, welche früher schlichtweg akzeptiert wurden. Es kann, ihrer Meinung nach, von einem guten Verhältnis zwischen Eltern und Kindern gesprochen werden. Das Mitgefühl und die Unterstützung der Eltern, sowie ihr emotionaler Beistand, sind wichtiger geworden, was jedoch auf der anderen Seite häufig eine Abnahme der Bedeutung des autoritären Aspektes nach sich zieht.47
Peuckert fasst die Veränderungen der Beziehungen von Eltern zu ihren Kindern wie folgt zusammen. Die Autonomie wird als Ziel der Erziehung bedeutsamer, was eine Vernachlässigung solcher Ziele verantwortet, die zu einer gewissen Anpassungsfähigkeit erziehen. Dazu gehören der respektvolle Umgang mit Eltern und anderen Mitmenschen, soziales anstelle eines egoistischen Verhaltens, die Werte der Gesellschaft, die noch genauer erläutert werden, zu berücksichtigen. Alles in allem befinden sich Ordnung stiftende Werte, Leistungserbringung und Pflichterfüllung auf dem Rückzug. Holger Morawietz sieht den Grund hierfür woanders. „Weil gültige Erziehungsziele und ein Konsens über angemessene Erziehungsmethoden fehlen, sind viele Eltern mit der Erziehung überfordert und zunehmende Autoritäts- und Respektverluste der Erwachsenen zu verzeichnen.“48 Die Ausführungen Peuckerts und Morawietz’ können sich ergänzen, da das eine das andere nicht ausschließt. Im Grunde genommen bedingt das, auf den Wandel der Kindheit zurückzuführende, Argument Peuckerts, den Wegfall der einst mehr oder weniger einheitlichen Erziehungsstile.
0. Einleitung: Definiert die Zielsetzung der Arbeit und den Aufbau der Untersuchung zur Kindheit und deren Entwicklungsbedingungen.
1. Bedeutungsvolle Aspekte bei der Kindesentwicklung: Analysiert zentrale Einflussfaktoren wie Anlagen, Umwelt, Bindungstheorien und den gesellschaftlichen Wandel der Kindheit.
2. Verhaltensauffälligkeiten: Untersucht die Definition, Ursachen und den pädagogischen Umgang mit Verhaltensstörungen bei Kindern.
3. Die Persönlichkeit stärkende Fähigkeit der Resilienz: Erläutert das Konzept der psychischen Widerstandsfähigkeit als Schutzfaktor für die Entwicklung.
4. Fazit: Führt die wichtigsten Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten einer positiven kindlichen Entwicklung trotz komplexer werdender Lebensbedingungen.
Kindheit, Erziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Heterogenität, Resilienz, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialisation, Familienformen, Bindung, Autonomie, Wandel der Gesellschaft, Persönlichkeitsbildung, Erziehungsstile, Entwicklungsphasen, Schutzfaktoren
Die Masterarbeit befasst sich mit den veränderten Ausgangslagen von Kindern und deren Entwicklung unter heutigen, heterogenen Lebensbedingungen.
Die Arbeit thematisiert den familiären Wandel, die Bedeutung der Bindung, Einflüsse von Medien und Freizeitgestaltung sowie das Konzept der Resilienz.
Das Ziel ist es, die heutige Situation im Vergleich zu früheren Zeiten darzustellen und zu klären, wie trotz des gesellschaftlichen Wandels eine optimale Entwicklung von Kindern möglich ist.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und Synthese aktueller bildungswissenschaftlicher und psychologischer Studien.
Der Hauptteil erörtert entwicklungsrelevante Faktoren, Familienstrukturen, Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten sowie die Bedeutung der Resilienz.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kindheit, Erziehung, Heterogenität, Resilienz und Sozialisation.
Die Beziehung zu den Eltern gilt als das Fundament für emotionale Stabilität und als sicherstes Muster für alle späteren zwischenmenschlichen Beziehungen des Kindes.
Übermäßiger Medienkonsum kann zu Reizüberflutung, Aufmerksamkeitsdefiziten und einer Verringerung der realen sozialen Kontaktzeit führen, was die Entwicklung sozialer Kompetenzen erschweren kann.
Resiliente Kinder verfügen über eine höhere psychische Widerstandsfähigkeit, die es ihnen ermöglicht, trotz belastender Umstände oder Risikofaktoren eine gesunde Entwicklung zu nehmen.
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