Bachelorarbeit, 2017
43 Seiten, Note: 1,5
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Die Fragebogenmethode
1.1.1 Grundlegende Regeln
1.1.2 Vor- und Nachteile
1.2 Sprachbewusstheit – language awareness
1.3 Einstellungen
1.4 Die mittelelbischen Mundarten
1.5 Vorgängerstudie
2. Sprachdatenerhebung im Mittelelberaum
2.1 Der Fragebogen
2.2 Durchführung
2.3 Auswertung
2.3.1 Durchschnittswerte
2.3.2 Sprachkompetenz in Hinblick auf das Alter der Befragten
2.3.3 Häufigkeit und Gelegenheit des Mundartgebrauchs
2.3.4 Bevorzugte und abgelehnte Gesprächspartner
2.3.5 Gründe für und gegen die Verwendung von Mundart
2.3.6 Aneignung der Mundartkompetenz
2.3.7 Konsum von Mundartliteratur
2.3.8 Selbsteinschätzung und Übersetzungsfähigkeit der Gruppe Passive Mundartkompetenz „sehr gut“/ „gut“
2.3.9 Selbsteinschätzung und Übersetzungsfähigkeit der Gruppe Passive Mundartkompetenz „Einzelwörter“/ „gar nicht“
2.3.10 Vergleich beider Gruppen „sehr gut“/ „gut“ und „Einzelwörter“/ „gar nicht“
2.3.11 Selbsteinschätzung und Mundartproduktion der Gruppe Aktive Mundartkompetenz „sehr gut“/ „gut“
2.3.12 Selbsteinschätzung und Mundartproduktion der Gruppe Aktive Mundartkompetenz „Einzelwörter“/ „gar nicht“
2.3.13 Vergleich der Mundartproduktion der Gruppen „sehr gut“/ „gut“ und „Einzelwörter“/ „gar nicht“
3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die gegenwärtige Lebendigkeit der mittelelbischen Mundarten durch eine empirische Erhebung mittels Fragebögen. Ziel ist es, die aktive und passive Sprachkompetenz verschiedener Altersgruppen zu erfassen, Einstellungen zur Mundart zu analysieren und Nutzungsmuster in inoffiziellen sowie offiziellen Kontexten zu identifizieren.
1.1.1 Grundlegende Regeln
Die Entscheidung, ob eine indirekte oder direkte Befragung durchgeführt werden soll, hängt von der persönlichen Einschätzung der finanziellen und zeitlichen Mittel des Explorators ab. Die Wahl für erstere erscheint bei Wortzatzuntersuchungen als eine leichte Entscheidung, da hier die Vorteile voll zur Geltung kommen und die Nachteile das Datenmaterial nur unwesentlich beeinflussen, worauf noch näher eingegangen wird. Hierbei wird der Explorator durch Versand der Fragebogen veranlassend tätig.
Die Qualität des Fragebogens ist maßgeblich für die Nützlichkeit der erhobenen Sprachdaten, wobei die Fragen allein nicht ausschlaggebend sind. Die Gewährsperson zu motivieren, mit der Beantwortung anzufangen und diese auch abzuschließen, ist unabdingbar. Diese Aufgabe soll der Begleitbrief übernehmen. Zudem beeinflusst dieser, wie auch die Länge des Bogens, die Anordnung der Fragen sowie reine Äußerlichkeiten die Sorgfalt beim Ausfüllen und die Rücklaufquote. Dennoch gibt es hierfür keine Garantie, beziehungsweise narrensichere Regeln. Durch Erfahrung kann auf begangene Fehler und besser auf die Gewährspersonen eingegangen und je nach sprachlichem Bereich müssen die Frageformulierungen angepasst werden. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass es nicht möglich ist, diese für alle Gewährspersonen verständlich genug zu formulieren. Es können die Gewährspersonen aber durch Zusätze wie „z.B.“ oder „usw.“ ermutigt werden, eigene Beispiele orthografisch von der Standardsprache abweichend niederzuschreiben oder aber Echoformen zu nennen. Diese sind von der sprachlichen Wirklichkeit nicht weit entfernt und daher dienlicher als gehäuft auftretende falsche Antworten aufgrund nicht eindeutiger Fragen.
1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Ansätze der Fragebogenerhebung sowie die theoretischen Konzepte von "Language Awareness" und Einstellungsforschung.
2. Sprachdatenerhebung im Mittelelberaum: Hier werden das Forschungsdesign, die Datengewinnung, die Auswertung der quantitativen und qualitativen Ergebnisse sowie spezifische Analysen zur Mundartkompetenz der Befragten detailliert dargestellt.
3. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise und bietet einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsfragen.
Mundart, Mittelelberaum, Sprachkompetenz, Fragebogenmethode, Language Awareness, Einstellungen, Sprachgebrauch, Dialektologie, Sprachdatenerhebung, Mundartproduktion, Niederdeutsch, Sprachwandel, Sprachbewusstsein, Regionalsprache, empirische Sozialforschung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Lebendigkeit der Mundarten im Mittelelberaum und untersucht, inwieweit diese noch im Alltag der Menschen verankert sind.
Die zentralen Felder umfassen die Messung der aktiven und passiven Sprachkompetenz, die Einstellung der Sprecher zur Mundart sowie die Analyse von Verwendungskontexten.
Das Ziel ist es, durch eine empirische Umfrage zu ermitteln, ob und wie die mittelelbische Mundart heute noch von verschiedenen Generationen gesprochen und verstanden wird.
Die Autorin nutzt die Methode der schriftlichen Befragung mittels eines strukturierten Fragebogens, der sowohl geschlossene als auch offene Fragen enthält.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Methodik und zu sprachwissenschaftlichen Begriffen sowie eine detaillierte quantitative und qualitative Auswertung der erhobenen Sprachdaten.
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Mundart, Mittelelberaum, Sprachkompetenz, Language Awareness, Dialektologie und Einstellungsforschung.
Die Auswertung zeigt, dass bei der vorliegenden Stichprobe keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei der aktiven oder passiven Sprachkompetenz feststellbar sind.
Die Verwendung wird mehrheitlich positiv wahrgenommen, insbesondere in informellen Kontexten, wobei jedoch in offiziellen oder beruflichen Situationen Vorurteile wie eine vermeintlich "fehlende Bildung" als Gegenargumente genannt werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

