Examensarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1. Problemumriss
1.2. Begründung der Themenwahl
1.3. Fragestellung und Eingrenzung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Begriffsklärung
2.2. Fachdidaktischer Hintergrund zum Thema Computer im Musikunterricht
2.3. Klassifikationen von Musikanwendungen
2.4. Musikpädagogische Einsatzmöglichkeiten des Programms „Cubase Education“
2.4.1. Das Programm Cubase Education
2.4.2. Die Möglichkeiten für den Musikunterricht
2.5. Technische Vorraussetzungen für den Einsatz in der Schule
3. Unterrichtspraktische Umsetzung
3.1. „Differences“: Einsatz des Programms zur Rezeption
3.1.1. Unterrichtszusammenhang
3.1.2. Lernziele der Stunde:
3.1.3. Situationsanalyse
3.1.4. Sachanalyse
3.1.5. Didaktische Vorüberlegungen
3.1.6. Methodische Überlegungen
3.1.7. Methodisch-didaktische Überlegungen zum Einsatz des Programms
3.1.8. Reflexion
3.2. Überblick über Einsatzmöglichkeiten des Programms zur Reproduktion
3.2.1. „Here we are!“ Einsatz von Cubase Education in der Band AG
3.2.2. Reflexion
3.2.3. Weitere Einsatzmöglichkeiten
3.3. „Here we are! The Remix“ Einsatzes des Programms zur Produktion:
3.3.1. Unterrichtszusammenhang
3.3.2. Lernziele der Stunde
3.3.3. Situationsanalyse
3.3.4. Sachanalyse
3.3.5. Didaktische Vorüberlegungen
3.3.6. Methodische Vorüberlegungen
3.3.7. Didaktisch-methodische Überlegungen zum Einsatz des Programms Cubase Education:
3.3.8. Reflexion der Stunde
4. Gesamtreflexion
4.1. Ergebnisse der Arbeit
4.2. Ökonomie und Effizienz von Cubase Education als Medium im Musikunterricht an der Hauptschule
4.3. Fazit und Ausblick
5. Literaturangaben
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten der Musiksoftware „Cubase Education“ als ergänzendes Unterrichtsmedium im Musikunterricht der Hauptschule. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie das Programm Schülerinnen und Schüler bei produktiven, reproduktiven und rezeptiven Lernprozessen effektiv unterstützen kann, ohne den traditionellen Musikunterricht zu ersetzen.
Werkzeug-Programme
Mischa schob den Schlagzeugrhythmus in die freie Spalte. Gleich ertönte über die Kopfhörer der laute Beat und er holte das Mikrofon. Er klickte auf den roten Aufnahmeknopf und begann zu singen. Noch während er sang, sah er die Wellenmuster der Aufnahme im Computer entstehen. Das klang schon ganz gut. Nur der Teil am Schluss musste weg. Er klickte auf die Wellenform und löschte mit dem Radiergummi den Schluss. Nur noch ein wenig Hall dazu und fertig war der Hit...
Ritter bezeichnet Werkzeugprogramme sehr allgemein als „Plattform verschiedener Hilfsmittel zur Problemlösung am Computer“ (RITTER 1995, 160). Diese Beschreibung umfasst Programme zur Datenverarbeitung, Textverarbeitung, Präsentationssysteme, Notendruckprogramme, Aufnahmeprogramme, Grafikprogramme und noch viel mehr.
Ritters allgemeine und umfassende Betrachtung wird durch Auerswalds genaueren Blick auf den Musikbereich präzisiert. Er definiert Werkzeugprogramme im musikalischen Kontext als „spezielle Computerprogramme (…), die der Aufnahme, Speicherung, Bearbeitung und Wiedergabe musikspezifischer Daten dienen.“ (AUERSWALD, 2000 37). Im Hinblick auf den Musikunterricht nennt er folgende Untergruppen der Werkzeugprogramme als bedeutsam: Notations- und Sequencerprogramme, Arrangerprogramme und Soundbearbeitungsprogramme. Obwohl diese Unterteilung noch vor wenigen Jahren sinnvoll war, ist die aktuelle Programmgeneration bereits soweit ausgereift, dass viele musikalische Werkzeugprogramme, wie etwa Cubase, Notator oder Capella die Fähigkeiten dieser drei Untergruppen vereinen.
Ritter betont, dass diese Programme für die außerschulische Anwendung konzipiert sind und daher nicht ohne weiteres in den Unterricht übernommen werden können. Er weist aber auch darauf hin, dass es inzwischen zu vielen Werkzeugprogrammen spezielle Schulversionen gibt, die in ihrem Funktionsumfang reduziert, oder um spezielle Hilfsfunktionen erweitert sind (vgl. RITTER 1995 161). Als Beispiel sei hier das Arrangerprogramm „Logic Fun“ oder auch „Cubase Education“ genannt. Solche Programme versuchen den Spagat zu vollbringen, gleichzeitig annähernd die Funktionsfülle der ursprünglichen Werkzeugprogramme zu bieten und dabei trotzdem intuitive und schülergerechte Handhabung zu bieten.
Für den Musikbereich ordnet Auerswald die Werkzeugprogramme recht eindeutig der Funktion „Bearbeiten von Musik“ zu.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich des Computereinsatzes an Hauptschulen und Begründung der Themenwahl sowie Eingrenzung der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund: Erörterung der Begriffe, Klassifikation von Musikanwendungen und Einordnung von Cubase Education in den fachdidaktischen Kontext.
3. Unterrichtspraktische Umsetzung: Detaillierte Beschreibung der praktischen Erprobung in drei verschiedenen Lerngruppen anhand von Unterrichtssequenzen.
4. Gesamtreflexion: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich pädagogischer Möglichkeiten, Risiken und der Effizienz des Programms.
5. Literaturangaben: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen.
Cubase Education, Musikunterricht, Hauptschule, Computer, Medienkompetenz, Musikproduktion, Musikrezeption, Handlungsorientierung, Software, Musikdidaktik, Schulmusik, Werkzeugprogramme, Digitale Medien, Unterrichtsgestaltung, kreatives Lernen.
Die Arbeit untersucht, wie das Computerprogramm „Cubase Education“ sinnvoll und bereichernd im regulären Musikunterricht an Hauptschulen eingesetzt werden kann.
Im Zentrum stehen die theoretische Einordnung des Computereinsatzes, die praktische Anwendung in Form von Unterrichtseinheiten sowie die kritische Reflexion von Chancen und Risiken.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Computer den regulären Musikunterricht nicht ersetzen, sondern durch gezielte, medienbasierte Methoden sinnvoll ergänzen sollte.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer praxisorientierten Aktionsforschung in drei verschiedenen Lerngruppen.
Neben einer theoretischen Klärung der Begriffe und Programmkategorien enthält der Hauptteil konkrete Planungen, Durchführungen und Reflexionen von Unterrichtsstunden zur Rezeption, Reproduktion und Produktion von Musik.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Musikunterricht“, „Hauptschule“, „Cubase Education“, „Medieneinsatz“ und „Handlungsorientierung“ beschreiben.
Die Arbeit beschreibt, dass technisches Scheitern, wie versehentliches Löschen von Dateien, anfangs zu Disziplinproblemen führte, was zu der Erkenntnis führte, dass klare Regeln und kleinschrittige Anleitung unerlässlich sind.
Obwohl die Vorbereitung arbeitsintensiv ist, kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass der Gewinn für die Motivation der Schüler den Aufwand für punktuelle Unterrichtssequenzen rechtfertigt.
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