Bachelorarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 1.0
Die Arbeit befasst sich mit der deutschen Sonettdichtung im Zeitraum von 1933 bis 1945 und untersucht die Rolle des Sonetts in den verschiedenen Strömungen der Zeit: Nationalsozialismus, Innere Emigration und Exil. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Funktionen und Tendenzen des Sonetts in diesen Kontexten zu analysieren und dabei auch auf die (Nicht-)Traditionalität der formalen Elemente einzugehen.
Die Einleitung stellt die Bedeutung des Sonetts in der deutschen Literaturgeschichte dar und führt in die Fragestellung der Arbeit ein. Sie hebt die Relevanz des Sonetts in der Zeit von 1933 bis 1945 hervor, in der trotz der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen eine Vielzahl von Sonetten produziert wurde.
Das zweite Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über die Sonetttradition und die verschiedenen Formen des Sonetts, insbesondere die italienische, englische und französische Form. Dabei wird auch auf die traditionellen Themen und Inhalte des Sonetts eingegangen.
Das dritte Kapitel analysiert exemplarisch Sonette aus den verschiedenen Strömungen der Zeit von 1933 bis 1945: Nationalsozialismus, Innere Emigration und Exil. Dabei werden die Funktionen und Tendenzen des Sonetts in diesen Kontexten beleuchtet, zum Beispiel die Verwendung des Sonetts als Instrument der Propaganda im Nationalsozialismus oder die Reflexion auf die Situation im Exil.
Das vierte Kapitel, das Fazit, fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage der Arbeit.
Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Sonett in der Zeit von 1933 bis 1945. Die wichtigsten Schlüsselwörter sind daher: Sonett, deutsche Literatur, Nationalsozialismus, Innere Emigration, Exil, Form, Inhalt, Tradition, (Nicht-)Traditionalität, Funktionen, Tendenzen, Analyse, Literaturgeschichte.
Das Sonett bot durch seine strenge Form Halt in unsicheren Zeiten. Es wurde sowohl von Nationalsozialisten für Propaganda als auch von Widerstandskämpfern und Exilanten zur Reflexion genutzt.
Während NS-Sonette (z.B. von Gerhard Schumann) oft heroische und ideologische Inhalte transportierten, nutzten Autoren der Inneren Emigration (z.B. Albrecht Haushofer) die Form für versteckte Kritik und moralische Bestandsaufnahmen.
Exilautoren wie Bertolt Brecht oder Johannes R. Becher nutzten das Sonett, um die Sehnsucht nach der Heimat, die Schrecken des Krieges oder politische Analysen in eine klassische deutsche Literaturtradition einzubetten.
Die Arbeit untersucht die (Nicht-)Traditionalität der Gedichte, also inwieweit die Autoren die klassischen Regeln (Reimschema, Metrum) einhielten oder für ihre Zwecke modifizierten.
Viele Sonette entstanden zwar während der NS-Zeit, konnten aber aufgrund der Zensur oder der Fluchtumstände oft erst nach 1945 publiziert werden, was zu einer „Sonettenflut“ in der Nachkriegszeit führte.
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