Bachelorarbeit, 2016
65 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Liquidität und Liquiditätsrisiken
2.1.1 Grundlegende Betrachtung des Liquiditätsbegriffs
2.1.2 Liquidität in Kreditinstituten
2.1.3 Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten
2.2 Regulierung von Liquiditätsrisiken gemäß Bankenaufsicht
2.2.1 Grundlagen der europäischen Finanzmarktregulierung
2.2.2 Liquidity Coverage Ratio
2.2.3 Net Stable Fund Ratio
2.3 Liquiditätsrisikosteuerung im Kontext der Gesamtbanksteuerung
2.3.1 Aufbau einer Liquiditätsrisikostrategie
2.3.2 Integration des Liquiditätsrisikos in die Risikotragfähigkeit eines Kreditinstituts
2.3.3 Integration der Liquiditätsrisikostrategie in die Gesamtbankstrategie
3 Eigenanlage- und Liquiditätsstrategie eines genossenschaftlichen Kreditinstituts
3.1 Vorgaben zur Allokation eines Eigenanlagedepots
3.1.1 Verantwortlichkeiten bei der Eigenanlage
3.1.2 Relevante Assetklassen und Anlagerestriktionen des Eigenanlagedepots
3.1.3 Liquiditätsvereinbarung im genossenschaftlichen Finanzverbund
3.2 Beispielallokation eines genossenschaftlichen Eigenanlagedepots
3.2.1 Beispielallokation nach Assetklassen
3.2.2 Beispielallokation nach Managementstil
3.2.3 Beispielallokation anhand der Liquiditätswirkung
3.3 Auswirkungen durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio auf die Eigenanlage eines genossenschaftlichen Kreditinstituts
3.3.1 Auswirkungen auf die Anlagestruktur und die Ertragskraft des Eigenanlagedepots
3.3.2 Auswirkungen auf die Überwachung und das Controlling
3.3.3 Auswirkungen auf die Anlagestruktur des genossenschaftlichen Finanzverbundes
4 Kritische Würdigung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen
4.1 Chancen durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio
4.1.1 Chancen hinsichtlich der Ertragsstruktur
4.1.2 Chancen in Stresssituationen
4.1.3 Weitere Chancen durch die Einführung der Kennzahlen
4.2 Risiken durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio
4.2.1 Risiken hinsichtlich der Ertragsstruktur
4.2.2 Risiken in Stresssituationen
4.2.3 Weitere Risiken durch die Einführung der Kennzahlen
4.3 Handlungsalternativen zur Optimierung der Liquidity Coverage Ratio
4.3.1 Vereinbarung einer Wertpapierleihe
4.3.2 Investition in eine kennzahlenoptimierte Fondslösung
4.3.3 Weitere Handlungsalternativen zur Kennzahlenoptimierung
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die regulatorischen Anforderungen der quantitativen Liquiditätskennzahlen (Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio) auf die Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung sowie die Ertragslage genossenschaftlicher Kreditinstitute auswirken, am Beispiel der Kasseler Bank eG.
3.1.2 Relevante Assetklassen und Anlagerestriktionen des Eigenanlagedepots
Für die Bestimmung relevanter Assetklassen bei der Eigenanlage gilt es zunächst den Auftrag einer Genossenschaft und das Wesen des Eigenanlagedepots kurz zu betrachten.
Der Auftrag einer Genossenschaft basiert auf der Förderung ihrer Mitglieder, der Kundschaft und der Unterstützung der Region, in welcher das Kreditinstitut tätig ist. Hierbei stellt die Hereinnahme von Kundengeldern und deren Weitergabe in Form von Krediten die zentrale Aufgabe dar. Die hieraus entstehenden bilanziellen Positionen weisen keine zwangsläufige Fristenkongruenz auf, sodass sowohl Aktiv- als auch Passivüberhänge in der Zins- und Liquiditätsbindungsbilanz eines Kreditinstituts entstehen können. Der Kompensationsprozess zur Steuerung der Fristigkeiten kann über das Eigenanlagedepot eines genossenschaftlichen Kreditinstituts erfolgen. Hierbei steht die jederzeitige Zahlungsfähigkeit im Vordergrund und sollte mögliche Renditeforderungen überlagern. Zum Ausgleich passivischer Zins- und Fristenüberhänge kann die Kompensation durch verlängerte Kapitalbindungen von Eigenanlagen erreicht werden. Bei erhöhten Zins- und Fristenbindungen von Aktiva können Fristigkeiten der Eigenanlage reduziert werden, um die jederzeitige Liquidität zu sichern und eine Fristenkongruenz herzustellen. Die genutzten Assetklassen, insbesondere deren Fristigkeiten, variieren hierbei deutlich und entsprechen dem jeweiligen Anspruch, welcher aus der bilanziellen und strategischen Positionierung des Kreditinstituts resultieren.
Zu den wesentlichen Assetklassen bei der Eigenanlage eines Kreditinstituts im genossenschaftlichen Finanzverbund zählen:
i. Renten
ii. Aktien und Unternehmensbeteiligungen
iii. Liquidität
iv. Immobilien
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Finanzkrise 2007 als Auslöser für verschärfte regulatorische Anforderungen an die Liquidität und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf genossenschaftliche Kreditinstitute.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Liquiditätsbegriff, die regulatorischen Rahmenbedingungen durch die europäische Bankenaufsicht (Basel III, CRR/CRD IV) und die Integration von Liquiditätsrisiken in die Gesamtbanksteuerung.
3 Eigenanlage- und Liquiditätsstrategie eines genossenschaftlichen Kreditinstituts: Hier werden die organisatorischen Anforderungen an die Eigenanlage beschrieben sowie die Allokation von Assetklassen und der Einfluss der LCR-Einführung am Beispiel der Kasseler Bank eG analysiert.
4 Kritische Würdigung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen: Das Kapitel reflektiert Chancen und Risiken der neuen Kennzahlen hinsichtlich Ertragsstruktur und Marktstabilität und zeigt Handlungsalternativen wie Wertpapierleihe und Fondslösungen zur Optimierung auf.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und ordnet die Auswirkungen der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorgaben für Banken und die Makroökonomie ein.
Liquidität, Liquiditätsrisiko, Eigenanlage, Genossenschaftliche Kreditinstitute, Liquidity Coverage Ratio, Net Stable Fund Ratio, Bankenaufsicht, Gesamtbanksteuerung, Anlagestruktur, Ertragssituation, Risikotragfähigkeit, Wertpapierleihe, Kasseler Bank eG, Finanzmarktregulierung, Fristentransformation
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der durch Basel III eingeführten quantitativen Liquiditätskennziffern auf die Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung sowie die Ertragssituation eines genossenschaftlichen Kreditinstituts.
Die zentralen Themen umfassen die aufsichtsrechtliche Regulierung von Liquiditätsrisiken (LCR, NSFR), das Management der Eigenanlage in Genossenschaftsbanken sowie die Auswirkungen auf Anlagestruktur und Controlling.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich die regulatorischen Anforderungen auf die Strategie und Ertragskraft eines genossenschaftlichen Instituts auswirken und welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen.
Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung regulatorischer Grundlagen basiert und diese durch eine Fallstudie (Analyse der Kasseler Bank eG) sowie einen Branchenvergleich mit dem genossenschaftlichen Finanzverbund illustriert.
Der Hauptteil befasst sich mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen, der Organisation der Eigenanlage, der konkreten Beispielallokation einer Bank sowie einer kritischen Würdigung der neuen Kennziffern inklusive Handlungsalternativen.
Wichtige Begriffe sind Liquidität, Liquidity Coverage Ratio (LCR), Net Stable Fund Ratio (NSFR), genossenschaftliche Kreditinstitute, Eigenanlage, Risikotragfähigkeit und Bankenregulierung.
Die Kasseler Bank eG dient als konkretes Praxisbeispiel, an dem die Auswirkungen der regulatorischen Änderungen auf die Anlagestruktur und die tägliche Controlling-Praxis detailliert nachvollzogen werden können.
Die Wertpapierleihe wird als Handlungsalternative vorgestellt, um die Kennzahl LCR durch die temporäre Erhöhung des Bestandes an hochliquiden Aktiva (HQLA) effizient zu optimieren.
Union Investment fungiert als Kapitalanlagegesellschaft des genossenschaftlichen Finanzverbundes, die durch Spezialfonds das Management der Liquidität und die Anlagestruktur der angeschlossenen Banken maßgeblich unterstützt.
Durch die Notwendigkeit, verstärkt in hochliquide (aber oft geringer verzinste) Aktiva zu investieren, können Margen unter Druck geraten, was die Banken dazu zwingt, nach optimierten oder derivativen Lösungen zu suchen.
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