Masterarbeit, 2015
163 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Zielstellung und Forschungsfragen
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Tierhaltung und Fleischkonsum – ein Überblick
2.1 Fleischproduktion
2.2 Fleischhandel
2.3 Fleischkonsum
2.3.1 Historische Entwicklung des Fleischkonsums
2.3.2 Fleischkonsum in der Gegenwart
2.4 Nutzen der Tierhaltung
2.5 Kritische Aspekte der Tierhaltung
2.5.1 Ökologischer Aspekt
2.5.2 Tierethischer Aspekt
2.5.3 Sozialer Aspekt der Tierhaltung
2.6 Fleischkonsum und Gesundheit
2.6.1 Potential für die Ernährung
2.6.2 Risiken für die Gesundheit
2.7 Mögliche Ansätze zur Reduzierung des Fleischkonsums
2.8 Vegetarismus
3. Kulturelle Bedeutung von Fleisch
3.1 Kulturelle Unterschiede
3.2 Symbolische Bedeutungen des Fleischverzehrs
3.3 Fleischkonsum und Psychologie
3.4 Karnismus
4. Die Lupine als Alternative zum Fleisch
4.1 Fleischersatzprodukte – ein Überblick
4.2 Historische Bedeutung der Lupine
4.3 Die Lupine als Eiweiß der Zukunft
4.4 Chancen und Risiken
5. Methodik und Durchführung
5.1 Erstellung des Forschungskonzeptes
5.2 Operationalisierung und Datenerhebung
5.3 Datenauswertung
6. Auswertung
6.1 Soziodemographische Parameter
6.1.1 Greifswald
6.1.2 Soziodemographische Aspekte der Gemeinde Osterwieck
6.2 Inhaltliche Ergebnisse der Befragung
6.2.1 Fleisch – Wertvorstellungen und Konsum
6.2.2 Konsum und Wertvorstellungen von Fleischalternativen und Lupinenprodukten
6.2.3 Subjektive Einschätzungen über den Gesundheitswert und die ökologische Verträglichkeit ausgewählter Nahrungsmittel
7. Beantwortung der Forschungsfragen
7.1 Der Fleischverzehr und seine Wertvorstellungen
7.2 Akzeptanz von Lupinenprodukten im ländlichen/urbanen Raum
7.3 Subjektive Einschätzung der Menschen auf die ökologische bzw. gesundheitliche Verträglichkeit von ausgewählten Nahrungsmitteln
8. Diskussion
8.1 Zusammenfassung der Hauptergebnisse
8.2 Einordnung der Ergebnisse in den wissenschaftlichen Kontext
8.3 Methodenkritik
9. Fazit
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist es, die gesellschaftliche Bedeutung von Fleisch zu untersuchen und die Akzeptanz von Lupinenprodukten als Fleischalternative in ländlichen sowie urbanen Räumen zu vergleichen. Zudem analysiert die Arbeit subjektive Einschätzungen der Bevölkerung hinsichtlich des Gesundheitswertes und der ökologischen Verträglichkeit von Fleisch im Vergleich zu Fleischersatzprodukten, um Potenziale für eine Reduzierung des Fleischkonsums aufzuzeigen.
3.3 Fleischkonsum und Psychologie
Die meisten Menschen versuchen die negativen Auswirkungen des Fleischverzehrs aus ihrem Bewusstsein zu verdrängen, um den unangenehmen „Beigeschmack“ zu vermeiden (vgl. FIDDES, 2011 S. 63). Besonders die Tatsache, dass Menschen einerseits Fleisch essen können und gleichzeitig Zuneigung zu Tieren verspüren, ist widersprüchlich. Der Psychologe Bastian Brock (2011, S. 2-9) beschreibt diesen Umstand als Fleischparadoxon und liefert eine psychologische Erklärung. Tier und „Steak“ wird in der Vorstellung grundsätzlich voneinander getrennt.
Eine Rechtfertigung des Fleischessens wird zudem durch die Geringhaltung der geistigen Fähigkeiten von Tieren erlangt (vgl. BASTIAN et al., 2011, S. 2-9). Joy (2011, S. 19-23) schreibt dazu, dass Menschen empathische Lebewesen seien und ihnen deshalb Tiere in der Regel nicht egal sind bzw. nicht wollen, dass diese leiden. Diese Wertvorstellung deckt sich aufgrund des Fleischverzehrs nicht mit dem Verhalten und bereitet daher moralisches Unbehagen. Da eine Veränderung des eigenen Verhaltens schwierig ist, neigt der Mensch zur Anpassung seiner Wahrnehmung an das eigene Verhalten. Die Realität wird dabei so weit verzerrt, dass der Konsum von Fleisch weniger Beklommenheit auslöst.
Möglich macht dies die psychische Betäubung, die Emotionen und Gefühle von Tatsachen abkoppelt. Psychische Betäubung ist ein adaptiver Prozess, der bei der Bewältigung seelischer Folgen einer Gewalteinwirkung hilft. Jedoch kann dieser Apparat komplexer Abwehrmechanismen ebenso Gewalt ermöglichen wie die Gewalt, die in der Nutztierhaltung stattfindet. Einer dieser Mechanismen ist Unsichtbarkeit, dessen Abwehrmechanismen mit Vermeidung und Verleugnung einhergehen und es möglich machen, Fleisch zu essen ohne sich das Tier vorzustellen. Außerdem schirmt diese Unsichtbarkeit den gesamten Vorgang von der Tieraufzucht bis hin zur Schlachtung ab (vgl. JOY, 2011, S. 19-23).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die negativen Folgen des hohen Fleischkonsums und stellt die Lupine als potenzielle, nachhaltige Alternative vor, deren Akzeptanz im Fokus der Forschungsarbeit steht.
2. Tierhaltung und Fleischkonsum – ein Überblick: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über die globale Fleischproduktion, den Handel sowie die ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Aspekte der intensiven Tierhaltung.
3. Kulturelle Bedeutung von Fleisch: Hier wird der Fleischverzehr historisch und kulturell eingeordnet, wobei Fleisch als Symbol für Macht, Männlichkeit, Tradition und Gemeinschaft beleuchtet wird.
4. Die Lupine als Alternative zum Fleisch: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Fleischersatzprodukte und hebt die Lupine als ökologisch vorteilhafte und historisch bedeutsame Pflanze für die zukünftige Ernährung hervor.
5. Methodik und Durchführung: Die Methodik erläutert den Aufbau der quantitativen Umfrage, die in Greifswald und Osterwieck durchgeführt wurde, um die Forschungsfragen mittels eines standardisierten Fragebogens zu prüfen.
6. Auswertung: Im Auswertungskapitel werden die soziodemographischen Daten sowie die Ergebnisse der Befragung zu Konsumverhalten, Wertvorstellungen und subjektiven Einschätzungen detailliert dargestellt.
7. Beantwortung der Forschungsfragen: Dieses Kapitel verknüpft die empirischen Ergebnisse mit den aufgestellten Hypothesen, um die Forschungsfragen zur Bedeutung von Fleisch und der Akzeptanz von Lupinenprodukten zu beantworten.
8. Diskussion: Die Diskussion fasst die Hauptergebnisse zusammen, ordnet sie in den wissenschaftlichen Kontext ein und reflektiert kritisch die angewandte Methodik.
9. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens sowie politischer Reformen zur Förderung nachhaltiger Ernährungsweisen.
Fleischkonsum, Lupinenprodukte, Nachhaltigkeit, Fleischalternativen, Massentierhaltung, Ernährungsweise, Umfrage, Konsumverhalten, Umweltbelastung, Gesundheit, Fleischparadoxon, Karnismus, vegetarische Ernährung, soziale Auswirkungen, Wertvorstellungen.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Fleisch in der heutigen Gesellschaft, die damit verbundenen psychologischen und kulturellen Aspekte sowie die Akzeptanz von Lupinenprodukten als alternative Proteinquelle.
Die zentralen Themen umfassen die Fleischproduktion, die ökologischen und sozialen Folgen der Massentierhaltung, die kulturelle Symbolik von Fleisch und die Entwicklung von Fleischersatz auf Basis der Lupine.
Das Ziel ist es, herauszufinden, warum Fleisch so fest in der Gesellschaft verankert ist, und zu prüfen, inwieweit Verbraucher bereit sind, auf Lupinenprodukte umzusteigen, um bestehende ökologische und soziale Probleme zu lindern.
Es wurde eine quantitative Untersuchung in Form einer standardisierten, schriftlichen Befragung der Einwohner von Greifswald (urban) und Osterwieck (ländlich) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Fleischkonsum und Tierhaltung, eine kulturelle Analyse der Bedeutung von Fleisch sowie den empirischen Teil mit der Auswertung der Befragungsdaten.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Fleischkonsum, Lupinenprodukte, Nachhaltigkeit, Massentierhaltung und Fleischalternativen charakterisieren.
Die Studie zeigt, dass überraschenderweise die Akzeptanz für den zukünftigen Konsum von Lupinenprodukten in der ländlichen Gemeinde Osterwieck etwas höher war als in der Stadt Greifswald, obwohl die Einstellung zum Vegetarismus in urbanen Gebieten stärker verbreitet ist.
Es zeigt sich eine Korrelation: Mit einem höheren Bildungsgrad nimmt tendenziell die Ablehnung gegenüber Fleischersatzprodukten ab und die Bereitschaft zu, diese regelmäßig zu konsumieren.
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