Examensarbeit, 1992
78 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die deutschen Einheitsbestrebungen im 19. Jahrhundert
2.1 Von den Befreiungskriegen bis zur Auflösung der Nationalversammlung
2.2 Die Ära Bismarck und Königgrätz
3. Ursachen und Verlauf des Deutsch-Französischen Krieges bis zur Schlacht von Sedan
3.1 Die politische Vorgeschichte des Konfliktes
3.2 Zusammenfassung des bisherigen Kriegsverlaufes
3.3 Kräftekonstellationen und Aufmarschgebiete der Kriegsparteien am Vorabend der Schlacht
4. Die Schlacht von Sedan
4.1 Strategische Überlegungen und Ziele vor dem Treffen
4.2 Augenzeugenberichte über Truppenbewegungen und Verlauf der Kampfhandlungen
4.3 Die Kapitulation und Gefangennahme Napoleons III.
4.4 Resümee der Schlacht
5. Die Auswirkungen des deutschen Sieges
5.1 Sedan im zeitgenössischen Urteil
5.2 Die innenpolitische Entwicklung in Frankreich – Ausrufung der Republik
5.3 Stimmungen bei den Bundestruppen und in Deutschland nach der Siegesnachricht – die unmittelbaren Auswirkungen auf die Einheitsbewegung in Deutschland
6. Die nationale und internationale Neuorientierung im Ergebnis der Schlacht von Sedan
6.1 Die Neuverteilung der Macht in Europa nach dem Zerfall des französischen Kaiserreiches
6.2 Der Einfluss des Treffens von Sedan im deutschen Einigungsprozess von 1870/71 (Thesen)
Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Schlacht von Sedan am 2. September 1870 und deren direkte Auswirkungen auf den Prozess der deutschen Reichsgründung. Im Zentrum steht die Analyse, wie der militärische Sieg als Katalysator für nationale Einigungsbestrebungen wirkte und welche politischen sowie gesellschaftlichen Reaktionen er in Deutschland und Europa auslöste.
4.2 Augenzeugenberichte über Truppenbewegungen und Verlauf der Kampfhandlungen
Am Morgen des 01. September erwarteten 140 000 französische Soldaten in ihren Stellungen den Angriff von 230 000 Mann der deutschen Bundesarmee. Der Historiker und als Kriegskorrespondent für den ‚Grenzboten‘ tätige Gustav Freytag beschreibt die Stimmung am Beginn der Schlacht:
„…Dichter Wasserdampf liegt am frühen Morgen über der Landschaft, der Anmarsch des Heeres gleicht einem unabsehbaren Geisterzuge. In dem wogenden Nebelmeere schimmern die Brände der verlassenen Lagerfeuer, hier und da werden ein Pferdehaupt, die schwankenden Umrisse einer Menschengestalt sichtbar, dazwischen ragt ein Baum, ein Hausbach, ein Kirchturm als dunklerer Schatten. Überall tönt um den Fahrenden das dumpfe Geräusch der marschierenden Kolonnen, aber der Weg und die Fuhrwerke darauf sind wenige Pferdelängen entfernt unsichtbar. In der umschließenden Wolkenmasse tönt aus der Ferne ein Dröhnen, nicht wie Geschützdonner, sondern wie ein Geräusch unzähliger, stürzender Bäume, und man meint das Getöse vom Boden her zu vernehmen. Durch eine Dorfstraße marschiert Infanterie, es sind Landsleute aus der Heimat, aber seltsam, auch sie scheinen geisterhaft verwandelt. Schweigend ziehen sie dahin, der Tritt ist fest, aber die Gesichter bleich, um die tiefliegenden Augen zuckt die Erregung, einer Anrede folgt höfliche aber kurze Antwort, sie alle schreiten wie unter dem Zauber finsterer Mächte. Das ist das Aussehen tapferer Männer vor der Schlacht, und ihre Gedanken flattern in der Erwartung des Todes um Bilder, die sie in ihrem Herzen aus der Heimat mitbringen…“
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Beweggründe der Arbeit und stellt das Thema in den Kontext der historischen Bedeutung der Schlacht von Sedan als entscheidende Wende im Deutsch-Französischen Krieg.
2. Die deutschen Einheitsbestrebungen im 19. Jahrhundert: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der deutschen Nationalstaatsentwicklung von den Befreiungskriegen bis zum preußisch-österreichischen Dualismus unter Bismarck.
3. Ursachen und Verlauf des Deutsch-Französischen Krieges bis zur Schlacht von Sedan: Hier werden die politische Vorgeschichte, die Bündniskonstellationen und der initiale Kriegsverlauf bis zur Einkreisung bei Sedan analysiert.
4. Die Schlacht von Sedan: Dieser Hauptteil widmet sich dem detaillierten Schlachtverlauf, strategischen Überlegungen sowie der Kapitulation und Gefangennahme von Napoleon III. anhand zahlreicher Zeitzeugnisse.
5. Die Auswirkungen des deutschen Sieges: Das Kapitel beleuchtet die zeitgenössische Wahrnehmung des Sieges, die politische Umwälzung in Frankreich und die unmittelbare Wirkung auf die deutsche Einheitsbewegung.
6. Die nationale und internationale Neuorientierung im Ergebnis der Schlacht von Sedan: Hier wird die machtpolitische Neuordnung Europas diskutiert und der Einfluss der Schlacht auf den Abschluss der deutschen Reichsgründung zusammengefasst.
Schlacht von Sedan, 1870/71, Deutsch-Französischer Krieg, Otto von Bismarck, deutsche Einheit, Nationalstaat, Preußen, Napoleon III., Kapitulation, Reichsgründung, Kriegskorrespondenten, Zeugnisse, Feldzug, europäische Mächte, Revolution
Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung der Schlacht von Sedan (1870) und deren Rolle bei der Einigung Deutschlands zum Kaiserreich.
Die Schwerpunkte liegen auf der militärstrategischen Analyse der Schlacht, der internationalen diplomatischen Resonanz und der politischen Transformation sowohl in Frankreich als auch in den deutschen Staaten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das militärische Ereignis von Sedan den Weg zur deutschen Einheit von 1870/71 maßgeblich beeinflusst und beschleunigt hat.
Der Autor nutzt eine methodische Kombination aus historischer Analyse, der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Augenzeugenberichte und Feldpostbriefe, um eine authentische Darstellung der Ereignisse zu erreichen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf den Verlauf der Schlacht, die Kapitulation Napoleons III. und die Reaktionen auf den Sieg in unterschiedlichen europäischen Ländern.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sedan, deutsche Einheit, Bismarck, Kriegstagebücher und machtpolitische Neuordnung charakterisieren.
Die Arbeit thematisiert die Rolle der Emser Depesche als entscheidenden Auslöser für die französische Kriegserklärung an Preußen.
Der Autor verweist auf Augenzeugenberichte, die den Widerstand der französischen Zivilbevölkerung bei Bazeilles als besonders erbittert und von äußerster Brutalität geprägt beschreiben.
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