Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
2. Was ist Entwicklungszusammenarbeit?
2.1 Definition und Zielsetzung
2.2 Armut und Lebensstandards – Messinstrumente
2.3 Die UN-Milleniumsziele
2.4 Kritik an Entwicklungszusammenarbeit
3. Was sind Mikrofinanzdienstleistungen?
3.1 Abgrenzung
3.2 Historische Entwicklung
3.3 Aktuelle Verbreitung
3.4 Vergabepraxis
3.4.1 Gemeinsame und individuelle Haftung
3.4.2 Finanzierung
3.4.3. Bildung und Gesundheitsleistungen
3.5 Neue Ansätze
3.5.1 Mobile Banking
3.5.2 Crowdfunding
4. Wie wirksam sind Mikrofinanzprodukte?
4.1 Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien
4.1.1 Metastudie der Grameen Foundation
4.1.2 Metastudien der Universität London
4.1.3 Resultat
4.2 Kritik an Mikrokrediten
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die entwicklungspolitische Wirksamkeit von Mikrofinanzdienstleistungen, insbesondere Mikrokrediten, im Hinblick auf eine nachhaltige Armutsreduzierung. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob diese Instrumente tatsächlich als nachhaltiger Lösungsansatz zur Armutsbekämpfung dienen können oder ob sie durch systemische Herausforderungen in ihrer Wirkung begrenzt sind.
Die neuere Mikrokreditgeschichte
Die Anfänge der modernen Mikrokreditentwicklung finden sich in den 1970er Jahren in Bangladesch. In einem ersten Versuch vergab Muhammad Yunus umgerechnet 27 US-Dollar an eine Gruppe von 42 Frauen, die Bambusstühle herstellten. Das Problem an deren Situation war, dass sie um die Rohstoffe zu erwerben, auf Kredite von lokalen Anbietern angewiesen waren. Diese Anbieter verlangten im Gegenzug den Verkauf der fertigen Stühle an sich, zu einem von ihnen festgelegten Preis. Ein Ausbruch aus der Armutsspirale schien daher für die Frauen aus eigener Initiative nicht möglich. Durch die Kleinstkredite war jedoch eine Alternative hierzu vorhanden und es gelang den Frauen, sich aus dem System zu befreien. Erst durch diese Unabhängigkeit von den lokalen „Kredithaien“ war hier Fortschritt möglich. Der Versuch, eine lokale Bank zur Teilnahme an diesem Mikrokreditprojekt zu bewegen scheiterte damals zunächst, da das Risiko, Geld an arme Menschen zu verleihen, als zu hoch eingeschätzt wurde. Erst als Muhammad Yunus als Garant für die Rückzahlungen zwischen den armen Kreditnehmer und der Bank fungierte, war eine Kreditaufnahme möglich. Das Projekt „Grameen Bank“ („Dorf Bank“) startete in den ländlichen Dörfern in der Umgebung der Chittagong Universität, an welcher Yunus lehrte und wuchs zunächst nur limitiert. Erst 1983 erließ die Regierung von Bangladesch eine Verordnung, die es dem Projekt erlaubte, als unabhängige Bank zu funktionieren.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Mikrofinanzierung ein und stellt die Forschungsfrage nach deren Nachhaltigkeit als Lösungsansatz zur Armutsreduzierung.
2. Was ist Entwicklungszusammenarbeit?: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Entwicklungszusammenarbeit, beleuchtet Messinstrumente für Armut und diskutiert die generelle Kritik an diesen Ansätzen.
3. Was sind Mikrofinanzdienstleistungen?: Der Autor erläutert die Praxis von Mikrofinanzprodukten, deren historische Herkunft und moderne Ansätze wie Mobile Banking und Crowdfunding.
4. Wie wirksam sind Mikrofinanzprodukte?: In diesem Teil werden wissenschaftliche Metastudien evaluiert, um die tatsächliche Wirksamkeit von Mikrokrediten und anderen Finanzdienstleistungen zu prüfen.
5. Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz und stellt fest, dass Mikrofinanzierung kein Allheilmittel ist, sondern als Bestandteil umfassenderer, integrativer Entwicklungsstrategien betrachtet werden muss.
Mikrokredite, Mikrofinanzierung, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, Grameen Bank, Mobile Banking, Crowdfunding, soziale Wirksamkeit, wirtschaftliche Entwicklung, Finanzielle Inklusion, Kiva, Nachhaltigkeit, Armutsgrenze, Kapitaltransfer, Bildungsangebote.
Die Arbeit analysiert die entwicklungspolitische Wirksamkeit von Mikrofinanzdienstleistungen und bewertet, inwieweit diese zur Armutsreduzierung beitragen können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Entwicklungszusammenarbeit, die historische und praktische Entwicklung der Mikrofinanzbranche sowie eine wissenschaftliche Evaluation der Wirksamkeitsforschung.
Die Arbeit untersucht, ob Mikrokredite und erweiterte Mikrofinanzprodukte einen nachhaltigen Lösungsansatz zur dauerhaften Armutsreduzierung darstellen.
Der Autor nutzt eine systematische Auswertung vorhandener Metastudien und Literatur, um einen Konsens aus der globalen Effektivitätsforschung zu bilden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Entwicklungszusammenarbeit, die Praxis und Entwicklung von Mikrofinanzprodukten sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Wirksamkeitsforschung und Kritik an Mikrokrediten.
Die wichtigsten Begriffe sind Mikrokredite, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, finanzielle Inklusion und die kritische Analyse der Wirksamkeit durch Metastudien.
Die Grameen Bank wird als prominentes Beispiel und Mitbegründerin des Mikrofinanzgedankens angeführt, um die Anfänge und die operative Praxis von Kleinstkrediten zu illustrieren.
Der Autor identifiziert Mobile Banking als innovativen und potenziell leistungsfähigen Ansatz, um bestehende Probleme wie hohe Verwaltungskosten und mangelnden Zugang zu Finanzdienstleistungen in abgelegenen Gebieten zu überwinden.
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