Bachelorarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund: Das Konzept der Persönlichkeit
2.1. Ansätze der Definition
2.2. Die Eigenschaftstheorie und der psycholexikale Ansatz
2.2.1. Persönlichkeitsdimensionen nach Cattell
2.2.2. 3-Faktoren-Modell nach Eysenck
2.2.3. 5-Faktoren-Modell: Die Big Five
3. Theoretischer Hintergrund: Das Konzept der Work-Life-Balance
3.1. Ansätze der Definition
3.2. Ursprung und Aktualität
4. Aktuelle Forschungen: Persönlichkeit, Gesundheit und Work-Life-Balance
5. Fragestellung und Hypothesen
6. Methode
6.1. Stichprobe
6.2. Material
6.2.1. IPIP: International Personality Item Pool
6.2.2. BIP: Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung
6.2.3. COPSOQ: Copenhagen Psychosocial Questionnaire
6.2.4. Work-Family-Conflict-Scale
6.2.5. TKS-WLB: Trierer Kurzskala zur Erfassung der Work-Life-Balance
6.3. Untersuchungsablauf
7. Ergebnisse
7.1. Gütekriterien der Variablen
7.2. Überprüfung der H1
7.3. Überprüfung der H2
7.4. Überprüfung der H3
7.5. Überprüfung der H4
7.6. Überprüfung der H5
7.7. Überprüfung der H6
7.8. Überprüfung der Forschungsfragen
8. Diskussion und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Persönlichkeit auf die individuelle Work-Life-Balance von Beschäftigten, um Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsdimensionen und der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit sowie Privatleben zu identifizieren. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich Extraversion und Neurotizismus auf das Arbeitsleben und die psychische Gesundheit auswirken.
2.2. Die Eigenschaftstheorie und der psycholexikale Ansatz
Die Beschreibung und Erklärung der Natur des Menschen und der Einzigartigkeit des einzelnen Menschen ist das Ziel der Persönlichkeitspsychologie. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, die sich in grundlegenden Konzepten, jedoch insbesondere in der abweichenden Gewichtung der allgemeinen Natur des Menschen auf der einen Seite, und der Einzigartigkeit des Individuums auf der anderen Seite, unterscheiden. Der psychoanalytische, behavioristische, kognitive, humanistische und neo-humanistische Ansatz sowie die Selbstkonzept- und Sozial-Kognitive-Lerntheorie sollen grob im Anhang B umrissen bleiben. Die Eigenschaftstheorie wird nachfolgend ausführlich beschrieben.
Eigenschaftstheorien gehen davon aus, dass sich die Persönlichkeit des Menschen durch die Ausprägung einer bestimmten Eigenschaft (Disposition, trait) kennzeichnen lässt. Der Alltagsvorstellung von Persönlichkeit kommen eigenschaftstheoretische Ansätze sicherlich auch deshalb am nähesten, da sie Verhaltens- und Erlebenstrends über verschiedene Situationen zusammenfassen. Diese individuellen Verhaltens- und Erlebenstrends können durch die Eigenschaftsbegriffe erklärt sowie vorhergesagt werden. Eigenschaftstheorien unterscheiden sich schlussendlich in der Auswahl der Eigenschaften sowie in der Ursachenerklärung für Stabilität und Konsistenz der Eigenschaft (Angleitner & Riemann, 2009).
Eigenschaften zeigen sich relativ beständig über einen gewissen Zeitraum (Stabilität) sowie in verschiedenen Situationen (Konsistenz). Diese Stabilität und Konsistenz bedeutet jedoch nicht, dass sie sich nicht auch ändern würden. Abzugrenzen sind Eigenschaften damit jedoch von Zuständen oder Stimmungen wie Müdigkeit oder Niedergeschlagenheit (Angleitner & Riemann, 2009). Nach Allport sind Eigenschaften Konstrukte der Neuropsyche, die zu sinnvollen und konsistenten, also äquivalenten Verhaltensweisen in Ausdruck und Leistung führen, indem sie die wahrgenommenen Reize zuvor funktional äquivalent machen (Allport, 1937; Angleitner & Riemann, 2009). Eigenschaften wirken also integrativ und sind durch die Konsistenz des Verhaltens, das sie bewirken, auch von außen erkenn- und messbar.
1. Einleitung: Beschreibt die steigenden Arbeitsanforderungen im Zuge der industriellen Entwicklung und führt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Work-Life-Balance ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Das Konzept der Persönlichkeit: Erläutert zentrale Persönlichkeitstheorien mit Fokus auf das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) und den psycholexikalen Ansatz.
3. Theoretischer Hintergrund: Das Konzept der Work-Life-Balance: Definiert den Begriff Work-Life-Balance, grenzt ihn von Konfliktmodellen ab und diskutiert theoretische Ansätze zur Vereinbarkeit von Lebensbereichen.
4. Aktuelle Forschungen: Persönlichkeit, Gesundheit und Work-Life-Balance: Beleuchtet den Forschungsstand zu den Wechselwirkungen zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Gesundheitsstatus und Arbeitsbelastung.
5. Fragestellung und Hypothesen: Formuliert sechs Hypothesen und eine Forschungsfrage, die den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit, Work-Life-Balance, Gesundheit und Arbeitszeitwünschen adressieren.
6. Methode: Beschreibt das Design der empirischen Studie, die Stichprobe unter den Beschäftigten der GFBI und die eingesetzten Fragebögen zur Datenerhebung.
7. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten mittels Pearson-Korrelation und t-Tests sowie die Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
8. Diskussion und Ausblick: Bewertet die Ergebnisse kritisch, leitet Implikationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ab und benennt Limitationen sowie Ansätze für zukünftige Forschung.
Work-Life-Balance, Persönlichkeit, Big Five, Extraversion, Neurotizismus, Gesundheit, Arbeitsbelastung, Leistungsmotivation, Belastbarkeit, Arbeitszeit, Stress, Coping, empirische Forschung, psychologische Diagnostik, Mitarbeiterbindung.
Die Bachelorarbeit erforscht, inwiefern die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen seine individuelle Gestaltung der Work-Life-Balance beeinflusst und welche Rolle dabei die Gesundheit sowie berufsbezogene Eigenschaften spielen.
Die zentralen Themenfelder sind die Persönlichkeitspsychologie (insbesondere das Fünf-Faktoren-Modell), das Konzept der Work-Life-Balance, der Zusammenhang zwischen Stress am Arbeitsplatz und Gesundheit sowie die empirische Untersuchung dieser Variablen bei Beschäftigten.
Das Ziel ist die Identifizierung von Zusammenhängen zwischen spezifischen Persönlichkeitsdimensionen (Extraversion, Neurotizismus) und dem subjektiven Erleben einer gelungenen Work-Life-Balance sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit und den Wunsch nach Arbeitszeitveränderungen.
Es handelt sich um eine quantitative, empirische Studie. Daten wurden mittels eines anonymen Online-Fragebogens bei 66 Beschäftigten erhoben und statistisch mittels Pearson-Korrelation und t-Tests analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Persönlichkeit und Work-Life-Balance, die Vorstellung des methodischen Vorgehens bei der Erhebung und eine detaillierte Ergebnisauswertung der Hypothesenprüfungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Work-Life-Balance, Persönlichkeit, Big Five, Extraversion, Neurotizismus, Gesundheit, Arbeitsbelastung und Arbeitszeitgestaltung.
Die Studie zeigt, dass eine hohe Ausprägung der Facette Frohsinn (ein Teil der Extraversion) signifikant mit einer als zufriedenstellender wahrgenommenen Work-Life-Balance korreliert.
Hohe Neurotizismuswerte sind mit einer geringeren Belastbarkeit und einer höheren Krankheitsanfälligkeit verbunden, was dazu führt, dass betroffene Personen schneller eine subjektive Work-Life-Imbalance wahrnehmen und unter den Belastungen im Privatleben durch die Arbeit stärker leiden.
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