Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Definition des Veganismus
2.1 Bio-Veganismus
2.2 Fruganismus
2.3 Vegane Rohkost
3. Motive für den Veganismus
3.1 Umweltschutz
3.2 Verteilungsgerechtigkeit/Welternährungsproblematik
3.3 Tierethik
3.4 Potentielle gesundheitliche Nachteile einiger tierischer Produkte
3.5 Weitere Motive für den Veganismus
4. Ernährungsphysiologische Bewertung einer Ernährungsform
4.1 Methodik
4.2 Hauptnährstoffe
4.3 Vitamine
4.4 Mineralstoffe
4.5 Ballaststoffe
5. Gesundheitliche Beurteilung einer veganen Kostform
5.1 Präventives Potential veganer Ernährung
5.2 Potentiell kritische Nährstoffe bei einer veganen Ernährung
5.2.1 Protein
5.2.2 Eisen
5.2.3 Kalzium
5.2.4 Vitamin B12
5.2.5 Vitamin D
5.2.6 Essentielle Fettsäuren
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht unter ernährungsphysiologischen Aspekten, inwieweit eine vegane Ernährungsweise den menschlichen Nährstoffbedarf decken kann, ob eine gezielte Supplementierung notwendig ist und welche gesundheitlichen Vor- oder Nachteile mit dieser Kostform verbunden sind.
3.4 Potentielle gesundheitliche Nachteile einiger tierischer Produkte
Hormone: Eine Studie mit über 47.000 Jugendlichen in den USA zeigt eine deutliche positive Korrelation zwischen dem täglichen Konsum von Milch und Milchprodukten und dem Auftreten von Akne auf, wohl aufgrund von Hormonen und anderen bioaktiven Molekülen in der Milch, stellen die Forscher als Hypothese auf. (Adebamowo et al. 2005)
Phenol: Einige ältere Studien befassten sich mit der Auswirkung hohen Konsums tierischer Proteine, also oberhalb von 9 – 11 % der täglichen Kalorienzufuhr, auf den menschlichen Körper. So hat z.B. die Aufnahme hoher Mengen tierischen Proteins einen höheren Phenolwert im Urin zur Folge. (Bone et al. 1976) Dies ist damit zu begründen, dass tierische Proteine besonders reich an den Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin sind, welche im Darm unter anderem durch die E.Coli-Bakterien metabolisiert werden, wodurch Phenol entsteht. Dieser Umstand lässt sich jedoch mit einer erhöhten Zufuhr von Ballaststoffen eindämmen. Phenol im Körper erhöht das Krebsrisiko. (Cummings et al. 1979) Bei einem Aminosäurenüberschuss entsteht im Darm Phenol, welches im Körper erst zum äußerst toxischen Ammoniak und dann zu Harnstoff abgebaut wird. Dieser wird über die Nieren ausgeschieden. Die Proteinzufuhr sollte daher begrenzt werden. (van Staveren und Dagnelie 1988)
Die oben genannten Umstände können zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen und im schlimmsten Fall sogar zu Nierensteinbildung bei einer proteinüberschüssigen Ernährung. (Chandra 1981)
1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet den aktuellen Trend zur veganen Ernährung, diskutiert gesellschaftliche Faktoren wie Lebensmittelskandale und definiert das Ziel der Arbeit, die ernährungsphysiologische Eignung zu bewerten.
2. Definition des Veganismus: Das Kapitel erläutert die geschichtliche Herkunft des Begriffs und grenzt verschiedene Formen des Veganismus wie Bio-Veganismus, Fruganismus und vegane Rohkost voneinander ab.
3. Motive für den Veganismus: Hier werden vielfältige Beweggründe analysiert, die von ökologischen Faktoren und der Welternährungsproblematik bis hin zu ethischen Überlegungen und gesundheitlichen Aspekten reichen.
4. Ernährungsphysiologische Bewertung einer Ernährungsform: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Erfassungsmethoden für den Nährstoffstatus und gibt eine Übersicht über die Bedeutung von Hauptnährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.
5. Gesundheitliche Beurteilung einer veganen Kostform: Der Hauptteil analysiert das präventive Potential einer veganen Ernährung bei Zivilisationskrankheiten und identifiziert detailliert kritische Nährstoffe und deren Versorgung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer bewussten Planung und Supplementierung bei veganer Ernährung und sieht erheblichen weiteren Forschungsbedarf.
Veganismus, Ernährungsphysiologie, Vitamin B12, Nährstoffbedarf, Prävention, Zivilisationskrankheiten, Pflanzenprotein, Kalzium, Eisen, Tierethik, Umweltschutz, Supplementierung, Nährstoffversorgung, Kostform, Gesundheit
Die Arbeit untersucht die gesundheitlichen Aspekte und die ernährungsphysiologische Deckung des Nährstoffbedarfs bei einer veganen Ernährungsweise.
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Veganismus, Motive, eine ernährungsphysiologische Bewertung sowie die detaillierte Analyse gesundheitlicher Vor- und Nachteile.
Das Ziel ist es, zu klären, ob der Veganismus den Nährstoffbedarf decken kann, inwiefern Supplemente nötig sind und welche Rolle er bei der Krankheitsprävention spielt.
Die Arbeit basiert auf einer Auswertung bereits vorhandener wissenschaftlicher Studien, Statistiken und Daten zur Nährstoffaufnahme sowie ernährungsphysiologischer Fachliteratur.
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Bewertung, der Rolle von Hauptnährstoffen sowie einer intensiven Auseinandersetzung mit präventivem Potential und kritischen Nährstoffen.
Zu den Schlüsselwörtern gehören unter anderem Veganismus, Nährstoffversorgung, Vitamin B12, Prävention, Zivilisationskrankheiten und ernährungsphysiologische Bewertung.
Da Pflanzen kein Vitamin B12 synthetisieren und es im menschlichen Darm kaum absorbiert wird, ist eine Supplementierung für Veganer meist zwingend erforderlich, um neurologische Schäden zu vermeiden.
Ein übermäßiger Verzehr insbesondere tierischer Proteine führt zu einer erhöhten Säurebelastung, was eine verstärkte Kalziumausscheidung über den Urin und somit eine Kalziumentleerung der Knochen zur Folge haben kann.
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