Masterarbeit, 2015
132 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Forschungsleitende Fragestellung
1.3 Relevanz der Arbeit
1.4 Forschungsstand
1.5 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Verbindung von Sport, Medien und Wirtschaft
2.2 Anstieg der Sportrechtekosten
2.3 Nutzen des Sports für die Medien
2.4 Verschiedene Erlösmodelle
2.4.1 Mediale Erlöse
2.4.2 Direkte und indirekte Erlöse
2.5 Unterscheidung und Definition von Verwertungsrechten
2.6 Unterscheidung und Definition von Vermarktungsrechten
2.6.1 Einzelvermarktung
2.6.2 Zentralvermarktung
2.7 Theorie nach Kruse und Quitzau
2.8 Überlegungen der Vereine zum Thema Einzelvermarktung
2.9 Competitive Balance
2.10 Kartellrechtliches Problem der Zentralvermarktung
2.11 Kritische Auseinandersetzung mit der Theorie
2.12 Ableitung der Untersuchungsthesen anhand der Theorie
3 Untersuchungsvorgehen
3.1 Die Strukturanalyse
3.2 Begriffsbestimmungen für die Untersuchung
4 Die TV-Märkte in Europa
4.1 Der deutsche TV-Markt
4.1.1 Pay-TV in Deutschland
4.1.2 Fußballübertragungen in Deutschland
4.1.3 Koexistenz von Free- und Pay-TV in Deutschland
4.2 Der britische TV-Markt
4.2.1 Pay-TV- in Großbritannien
4.2.2 Fußballübertragungen in Großbritannien
4.2.3 Schutzlisten in Großbritannien und Deutschland
4.3 Der spanische TV-Markt
4.3.1 Pay-TV in Spanien
4.3.2 Fußballübertragungen in Spanien
4.3.3 Schutzliste in Spanien
4.4 Die Highlight-Berichterstattung im Vergleich
5 Durchführung der Untersuchung
5.1 Darstellung der Kostenentwicklung der Inlandsrechte
5.2 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2.1 Bundesliga
5.2.2 Premier League
5.2.3 Primera División
5.2.4 Zusammenfassung
5.3 Anteil der medialen Vermarktung
5.4 Auslandsvermarktung
5.5 Competitive Balance
5.5.1 Untersuchungsmerkmale
5.5.2 Ergebnisse der Untersuchung zur Competitive Balance
5.6 Zusammenfassung aller Untersuchungsergebnisse
6 Diskussion
7 Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit analysiert die strukturellen Unterschiede in den Vermarktungs- und Verwertungsstrategien medialer Rechte in den drei europäischen Top-Ligen Bundesliga, Premier League und Primera División, um zu ergründen, ob ein Wettbewerbsnachteil für die deutsche Bundesliga besteht und wie die unterschiedlichen Medienlandschaften die Einnahmen der Vereine beeinflussen.
2.4.2 Direkte und indirekte Erlöse
Es geht also nicht nur um die direkten Erlöse aus der TV-Vermarktung, sondern genauso um die indirekten Erlöse, die daraus folgen. So besteht beispielsweise ein sehr hoher Zusammenhang zwischen der TV-Präsenzzeit und den Einnahmen durch die Werbung. Wenn die TV-Präsenzzeit steigt, können auch höhere Erlöse durch die Werbung erzielt werden.
Auch die Sponsoringeinnahmen sind größer, wenn ein Verein mehr TV-Präsenzzeit erhält. Dies ist auch im Hinblick auf eine mögliche Einzelvermarktung interessant, wie Quitzau feststellt: „Gelingt es den kleinen Vereinen, mehr Medienpräsenz zu bekommen – z. B. durch den Verkauf ihrer Live-Rechte an Regionalprogramme oder an die Neuen Medien – würde sich das positiv auf ihre Sponsoringerlöse auswirken“ (Özdemir, 2011, S. 66).
Die Merchandisingeinnahmen dürften bei höherer TV-Präsenzzeit ebenso steigen, da eine größere Bekanntheit sehr wahrscheinlich zu einer höheren Kaufbereitschaft seitens der Konsumenten, in dem Fall der Fans, führt.
Der einzige Punkt, bei dem eine hohe TV-Präsenz sogar zu einer negativen Korrelation führen könnte, sind die Zuschauereinnahmen. Ausgehend von einer Marktübersättigung und somit von einem Überangebot an Fußballspielen (insbesondere von Live-Übertragungen), besteht die Gefahr, dass die Fans aus Bequemlichkeit auf den Gang ins Stadion verzichten und das Spiel im TV verfolgen. Allerdings lässt sich diese Entwicklung in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht erkennen, da die Zahl der Stadionbesuche konstant zunimmt (vgl. Bundesliga Report 2014, S. 52).
1 Einleitung: Einführung in die ökonomische Bedeutung der TV-Vermarktung im Fußball und Formulierung der forschungsleitenden Fragestellung hinsichtlich der Vermarktungsstrategien.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Verbindung von Sport, Medien und Wirtschaft, Definition verschiedener Erlösmodelle sowie Diskussion der Competitive Balance und theoretischer Ansätze zur Zentralvermarktung.
3 Untersuchungsvorgehen: Beschreibung der gewählten Methodik zur systematischen Strukturanalyse und Abgrenzung relevanter Begriffe für die Untersuchung.
4 Die TV-Märkte in Europa: Detaillierte Analyse der Medienlandschaften und Fußballübertragungsrechte in Deutschland, Großbritannien und Spanien unter Berücksichtigung von Free- und Pay-TV.
5 Durchführung der Untersuchung: Empirische Darstellung und Interpretation der Kostenentwicklung von Inlandsrechten sowie Analyse von Auslandsvermarktung und Competitive Balance.
6 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion über die Bedeutung der Vermarktungsform im Kontext tieferer struktureller Medienunterschiede.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Antwort auf die Forschungsfrage und Einordnung der Bedeutung von Pay-TV und Auslandsvermarktung für die Zukunft europäischer Fußball-Ligen.
Medienlandschaft, Einzelvermarktung, Zentralvermarktung, Pay-TV, Free-TV, Fußballrechte, Premier League, Primera División, Bundesliga, Wirtschaft, Competitive Balance, TV-Vermarktung, Sportberichterstattung, Medien, Einnahmequellen.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Strukturen und Vermarktungsstrategien von TV-Rechten in Europas drei größten Fußball-Ligen, um deren Unterschiede und Auswirkungen auf die Ligen zu verstehen.
Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen Zentral- und Einzelvermarktung, die Bedeutung der nationalen Medienmärkte, der Aufstieg des Pay-TV und die sportliche Ausgeglichenheit (Competitive Balance).
Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich Unterschiede in den Vermarktungs- und Verwertungsstrategien in Europas Top-Ligen finden lassen und worin diese begründet sind.
Es wird eine deskriptive Strukturanalyse durchgeführt, die wirtschaftliche Kennzahlen in Verbindung zum sportlichen Wettbewerb setzt.
Im Hauptteil werden die historischen und aktuellen TV-Märkte der drei Länder analysiert, die Kostenentwicklung von Übertragungsrechten verglichen und die Competitive Balance in den Ligen über zehn Jahre berechnet.
Kernbegriffe sind Medienlandschaft, Vermarktungsformen (Einzel-/Zentralvermarktung), Competitive Balance, TV-Erlöse und die spezifischen Ligen Bundesliga, Premier League sowie Primera División.
Der Autor zeigt auf, dass der Pay-TV-Sektor der Haupttreiber für Einnahmen ist, während das Free-TV zur Reichweite und zur Aufrechterhaltung der Massenattraktivität dient, was in den drei Ländern unterschiedlich gewichtet wird.
Sie dient als Maßstab, um zu bewerten, ob Zentralvermarktung tatsächlich für mehr sportliche Spannung sorgt, wobei die Ergebnisse zeigen, dass die Vermarktungsform allein nicht ausschlaggebend für die Ausgeglichenheit einer Liga ist.
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