Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung und Problemstellung
2 Bisheriger Forschungsstand
3 Neuerungen im Fußball im Vergleich zu anderen Sportarten
4 Pro-Contra-Stimmen in Bezug auf den technischen Neuerungen
5 Wissenschaftliche Interviews mit Vertretern der Fußballbranche
5.1 Untersuchungsfragen
5.2 Untersuchungsobjekte und Untersuchungszeitraum
5.3 Untersuchungsmethode und Untersuchungsinstrument
5.4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
5.4.1 Interview mit dem Schiedsrichter Knut Kircher
5.4.2 Interview mit dem Journalisten Tom Bartels
5.5 Schlussfolgerungen
6 Einfluss der Medien bei der Einführung technischer Hilfsmittel
6.1 Die Rolle der Medien
6.2 Die Macht der Medien (vergangene Beispiele)
7 Mögliche Lösungsansätze für die Umsetzung des Videobeweises
8 Veränderungen für das Spiel Fußball
9 Veränderungen für den Fernsehzuschauer
10 Fazit und Ausblick
11 Literaturverzeichnis
12 Anhang
12.1 Interview mit Knut Kircher
12.2 Interview mit Tom Bartels
Die Arbeit untersucht die Debatte um die Einführung technischer Hilfsmittel im Fußball – namentlich Torkamera, Chip im Ball und Videobeweis – unter Berücksichtigung von Pro- und Contra-Argumenten sowie der Rolle der Medien. Ziel ist es zu klären, warum eine Umsetzung bisher nicht erfolgte und welche Auswirkungen der Einsatz dieser Technologien auf das Spielgeschehen und den Fernsehzuschauer hätte.
6.2 Die Macht der Medien (vergangene Beispiele)
Um zu zeigen, welche Macht die Medien auf mögliche Regeländerungen haben, sind im Folgenden einige Beispiele aufgeführt, bei der die Medien entscheidenden Einfluss genommen haben.
Eine Sportart, bei der die Medien – hauptsächlich das Fernsehen – einen maßgeblichen Anteil an den neuesten Regeländerungen hatten, ist Tischtennis. Durch den Drei-Punkte-Plan des Präsidenten des ITTF Adham Sharara sollte der Sport medienwirksamer gestaltet werden. Der Drei-Punkte-Plan sah die Vergrößerung des Durchmessers des Tischtennisballs von 38 auf 40 Millimeter, die Verkürzung der Zählweise von 21 auf 11 Punkte und das Verbot der verdeckten Aufschläge vor. Diese Änderungen wurden keineswegs von den Spielern oder Trainern vorgeschlagen, da die neuen Regelbeschlüsse eine Umgewöhnung für die Spieler war. Die neuen Regeln wurden ausschließlich aufgrund der größeren Medienwirksamkeit eingeführt (vgl. Kucharski, 2003, o. S.).
Natürlich sind die Sportarten Tischtennis und Fußball nur schwer miteinander zu vergleichen, da zwischen der Medienpräsenz und dem Interesse der beiden Sportarten große Differenzen bestehen. Doch auf der anderen Seite zeigt es welche Macht die Medien auf den Sport ausüben können. Sie können Entscheidungen auch ohne Zustimmung der Spieler und Trainer über deren Köpfe hinweg durchsetzen. Auch wenn hier auf der anderen Seite beachtet werden muss, dass der Fußball eine deutlich größere Macht auf die Medien und die Politik ausüben kann als das Tischtennis, da das Interesse erheblich größer ist und der finanzielle Aspekt im Fußball deutlich größer ist.
1 Einleitung und Problemstellung: Vorstellung der Debatte um technische Hilfsmittel im Fußball und Skizzierung der Forschungsfragen.
2 Bisheriger Forschungsstand: Aufarbeitung der vorhandenen, teils spärlichen Literatur zu technologischen Neuerungen in Deutschland und dem internationalen Vergleich.
3 Neuerungen im Fußball im Vergleich zu anderen Sportarten: Analyse der IFAB-Strukturen und Vergleich mit anderen Sportarten, die bereits technologische Hilfsmittel nutzen.
4 Pro-Contra-Stimmen in Bezug auf den technischen Neuerungen: Darlegung der Argumente von Befürwortern und Kritikern sowie der Haltung prominenter Vertreter der Fußballbranche.
5 Wissenschaftliche Interviews mit Vertretern der Fußballbranche: Empirischer Teil mit Experteninterviews zur Meinung und den Auswirkungen von Technik im Fußball.
6 Einfluss der Medien bei der Einführung technischer Hilfsmittel: Untersuchung der ökonomischen Interessen und der Macht der Medien bei der Gestaltung von Regeländerungen.
7 Mögliche Lösungsansätze für die Umsetzung des Videobeweises: Vorstellung technischer Modelle und Konzepte für die praktische Implementierung des Videobeweises.
8 Veränderungen für das Spiel Fußball: Bewertung, wie sich Torkamera und Videobeweis auf den Spielfluss und das Fußballspiel selbst auswirken würden.
9 Veränderungen für den Fernsehzuschauer: Diskussion, ob sich das Sehverhalten durch den Einsatz von Technik verändern würde.
10 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur Zukunftsfähigkeit des Videobeweises im Fußball.
Fußball, Technische Hilfsmittel, Torkamera, Chip im Ball, Videobeweis, IFAB, Schiedsrichterentscheidungen, Medien, Fernsehen, Sportberichterstattung, Regeländerungen, Sportpublizistik, Spielunterbrechungen, Torlinientechnologie, Experteninterviews.
Die Arbeit analysiert die Debatte um die Einführung technischer Hilfsmittel im Fußball und untersucht, inwiefern Torkamera, Chip im Ball und Videobeweis zur Qualität des Spiels und der Entscheidungsfindung beitragen können.
Die zentralen Themen sind die Rolle der Verbände, der Einfluss der Medien auf Sportentscheidungen, der Vergleich zu anderen Sportarten und die Akzeptanz technischer Neuerungen durch Experten.
Das Ziel ist es zu verstehen, warum die Einführung technischer Hilfsmittel im Fußball trotz langer Diskussionen zögerlich verläuft und welche Auswirkungen diese auf das Spiel und die Zuschauer haben könnten.
Es wurde eine Kombination aus Literaturrecherche und der Durchführung von qualitativen Experteninterviews mit Vertretern aus Schiedsrichterwesen und Medienjournalismus verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung, den Vergleich mit anderen Sportarten, die Auswertung von Experteninterviews sowie die kritische Reflexion über den Einfluss der Medien und Lösungsansätze für den Videobeweis.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von sportwissenschaftlicher Theorie mit der medienkritischen Perspektive auf ein hochaktuelles und kontrovers diskutiertes Sportthema aus.
Sowohl der Schiedsrichter Knut Kircher als auch der Journalist Tom Bartels lehnen den klassischen Videobeweis ab, da sie befürchten, dass dieser den Spielfluss durch zu häufige Unterbrechungen negativ beeinflusst.
Aufgrund seiner Größe und weltweiten Präsenz gilt der DFB als einflussreicher Verband, während die Medien als Bindeglied fungieren, die durch ihre Übertragungsrechte und öffentliche Meinungsbildung massiven Druck auf Entscheidungsträger ausüben können.
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