Bachelorarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 2,3
1 EINLEITUNG
2 LEBENSMITTE
2.1 KLIMAKTERIUM / MEDIZINISCHE PERSPEKTIVE
2.2 PSYCHOSOZIALE FAKTOREN
2.3 MÄNNER IN DER LEBENSMITTE (KURZER EXKURS)
2.4 UMGANG MIT DEN WECHSELJAHREN (GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN DES WANDELS)
3 HISTORIE DER BETRIEBLICHEN SOZIALARBEIT
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
3.2 GESCHICHTE DER BETRIEBLICHEN SOZIALARBEIT
3.3 VORSTELLUNG DER SOZIALBERATUNG DER BERLINER JUSTIZ
3.4 ANGEBOTE DER SOZIALBERATUNG DER BERLINER JUSTIZ
4 METHODENTEIL
4.1 METHODISCHE VORGEHENSWEISE IM EMPIRISCHEN TEIL
4.2 HALBSTANDARDISIERTE FRAGEBÖGEN / ENTWICKLUNG DES FRAGEBOGENS
4.3 DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG
4.4 ERGEBNISDARSTELLUNG
4.5 ANALYSE UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
4.6 ZUSAMMENFASSUNG / DISKUSSION / FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Sozialberatung der Berliner Justiz Frauen in der Lebensmitte effektiv unterstützen kann, ob aktuelle Interventionsmethoden greifen und inwieweit ergänzende Angebote für diese Zielgruppe sinnvoll sind.
2.1 Klimakterium / Medizinische Perspektive
Das Klimakterium ist ein normaler physiologischer Lebensabschnitt, der definiert wird durch den Beginn der Menopause. Es handelt sich bei der Menopause um die letzte spontan Periodenblutung, nach der Minimum 12 Monate keine Menstruation erfolgt. Das durchschnittliche Alter der Menopause liegt in Mitteleuropa bei 51 Jahren (vgl. Runnebaum und Rabe 1994).
Das Ausbleiben der Regelblutung bedeutet für Frauen, dass sie biologisch unfruchtbar werden. Der Östrogenspiegel sinkt, da schlussendlich keine Follikel (Eiblässchen) mehr heranreifen, in denen Östrogene produziert werden. Die Funktionalität der Ovarien (Eileiter) ändert sich und wird dafür verantwortlich gemacht, dass der Östrogenspiegel abnimmt (vgl. Longcope 1990, S. 21). Das Klimakterium wird in Phasen unterteilt. Zum einen in die prämenopausale Phase und zum anderen in die postmenopausale Phase. Diese Zeit ist von unterschiedlicher Dauer und wird sehr verschieden erlebt. Allgemein wird über die Zeit zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr gesprochen. Zu den typischen Beschwerden gehören Schwindelgefühle, Hitzewallungen inklusive Schweißausbrüchen, Herzklopfen, Anstieg des Blutdrucks, Atemnot, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Durch die Veränderung des Hormonniveaus im Körper kann sich auch die Vaginal- und Blasenschleimhaut, sowie die Vulva (äußere weibliche Geschlechtsorgane) verändern. Der Schwund des festen Knochengewebes, also das Auftreten einer Osteoporose, ist ebenso möglich. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass ca. ein Drittel der Frauen massiv unter den Veränderungen, die das Klimakterium beinhaltet, leiden. Ein Drittel fühlt sich lediglich gelegentlich beeinträchtigt, während ein weiteres Drittel kaum Beeinflussung verspürt (vgl. Kast 2000, S. 92ff).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Frauen in der Lebensmitte und die spezifische Fragestellung zur Unterstützung durch die Sozialberatung der Berliner Justiz.
2 LEBENSMITTE: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Klimakterium, psychosozialen Faktoren sowie einem Vergleich der Lebensmitte bei Frauen und Männern.
3 HISTORIE DER BETRIEBLICHEN SOZIALARBEIT: Darstellung der historischen Entwicklung der betrieblichen Sozialarbeit sowie eine detaillierte Vorstellung der Sozialberatung bei der Berliner Justiz.
4 METHODENTEIL: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Durchführung und der Auswertung der empirischen Untersuchung zur Unterstützung der Zielgruppe.
Soziale Arbeit, Betriebliche Sozialberatung, Lebensmitte, Frauen, Klimakterium, Midlife-Krise, Evaluation, Intervention, Beschäftigte, Berliner Justiz, Psychosoziale Faktoren, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Prävention, Beratung, Gender.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen von Frauen in der Lebensmitte und die Möglichkeiten der betrieblichen Sozialberatung, sie in Krisensituationen zu unterstützen.
Die Themen umfassen das Klimakterium, psychosoziale Belastungen in der Lebensmitte sowie die historische und aktuelle Praxis der betrieblichen Sozialarbeit.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie die Sozialberatung der Berliner Justiz Frauen in der Lebensmitte unterstützt und welche zusätzlichen, sinnvollen Ergänzungsangebote implementiert werden können.
Die Arbeit nutzt eine empirische Evaluation in Form einer quantitativen schriftlichen Befragung, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Lebensmitte und eine praxisnahe Darstellung der Angebote der Sozialberatung der Berliner Justiz inklusive einer Befragung der Klientinnen.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Betriebliche Sozialberatung, Lebensmitte, Frauen, Klimakterium, Midlife-Krise, Evaluation und Intervention.
Die Autorin ist dort selbst als Beraterin tätig und konnte durch ihre Beobachtungen den erhöhten Beratungsbedarf bei Frauen zwischen 40 und 55 Jahren identifizieren.
Die Krise wird als zentraler Aspekt der Lebensmitte verstanden, auf den die Sozialberatung durch gezielte Interventionsmaßnahmen reagieren muss, um die Arbeitsfähigkeit und persönliche Gesundheit zu erhalten.
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