Bachelorarbeit, 2016
86 Seiten, Note: 1.0
Einleitung
1 „Jugend 2.0“
1.1 Der Generationsbegriff
1.2 Social Media
1.3 Generation „Social Media“ ein Erklärungsversuch
2 Mediennutzung der Genration „Social Media“
2.1 JIM-Studie 2015
2.2 Medienkompetenz
3 Online-Kommunikation
3.1 Was ist Kommunikation
3.2 Computervermittelter Kommunikation (CvK)
3.3 Grundlegende Unterschiede zwischen computervermittelter Kommunikation und der Face-to-Face-Kommunikation
3.4 Theorien der computervermittelten Kommunikation
4 Cybermobbing
4.1 Traditionelles Mobbing unter Schülern.
4.2 Cybermobbing ein Definitionsversuch
4.3 Besonderheiten
4.4 Methoden
4.5 Rechtliche Folgen
4.6 Die Beteiligten
5 Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit und anderer Akteure
5.1 Handlungsmöglichkeiten von Schule
5.2 Handlungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit bzw. der Sozialen Arbeit
5.3 Handlungsmöglichkeiten der betroffenen Personen
5.4 Handlungsmöglichkeiten und Prävention durch Medien
5.5 Handlungsmöglichkeiten Erwachsener von betroffenen Jugendlichen
6 Zusammenfassung
7 Fazit
8 Literatur- und Quellenverzeichnis
Diese Arbeit untersucht die Zunahme von Cybermobbing bei Jugendlichen im Kontext der "Generation Social Media". Das primäre Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Schulen, Sozialarbeiter und Eltern aufzuzeigen, um präventiv und intervenierend gegen digitale Gewalt vorzugehen.
Besonderheiten
Als eine Besonderheit kann der hohe Anonymitätsgrad innerhalb des Cybermobbings beschrieben werden. Nicknames oder virtuelle, neugestaltete Identitäten dienen als Deckmantel, hinter dem sich der Täter verstecken kann. Dies verleiht den Attacken eine ganz neue Qualität, denn sie verstärkt das Gefühl der Ohnmacht auf Seiten des Opfers noch. Es entwickelt sich eine Angst, dass jeder in der realen Welt, z.B. in der Schule, der Täter sein könnte (vgl. Katzer 2014 S. 61). Aber auch für den Täter hat die Anonymität Folgen. Da kein direkter Kontakt in Form von Face-to-Face zwischen den Beteiligten besteht, bekommt der Täter die Auswirkungen bzw. die Reaktion des Opfers nicht mit. Das Ausmaß seiner Handlung wird dem Täter nicht bewusst (vgl. Belkacem 2012. S.).
Als weitere Besonderheit lässt sich der hohe Öffentlichkeitsgrad der Attacken bezeichnen. Je nachdem über welchen Kanal die Attacken laufen, können Hunderttausende wenn nicht sogar Millionen User*innen diese mitverfolgen und gegebenenfalls mit einsteigen. Verleumdungen und Lügen machen schnell die Runde und bleiben nicht mehr nur auf einen kleineren Kreis begrenzt (vgl. Katzer 2014 S. 61). Des Weiteren haben die Zuschauer nur dann eine Möglichkeit verbal einzugreifen, wenn die Attacken in einem öffentlichen Raum stattfinden. Tatsache ist, dass sich Erwachsene nur selten in den gleichen virtuellen Räumen befinden wie die Jugendlichen. Daher ist im Gegensatz zum Mobbing auf dem Schulhof das Eingreifen durch einen Erwachsenen kaum möglich (vgl. Belkacem 2012. S 55).
Einleitung: Einführung in das Thema der digitalen Gewalt unter Jugendlichen und Darstellung der Relevanz von Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit.
1 „Jugend 2.0“: Erläuterung des Generationsbegriffs und der Lebenswelt der "Generation Social Media" als digitale Sozialisationsinstanz.
2 Mediennutzung der Genration „Social Media“: Analyse der tatsächlichen Mediennutzung anhand der JIM-Studie 2015 sowie die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
3 Online-Kommunikation: Erörterung der Besonderheiten computervermittelter Kommunikation und deren Abgrenzung zur Face-to-Face-Interaktion.
4 Cybermobbing: Definition, Methoden, Straftatbestände und Analyse der Beteiligten (Täter, Opfer, Zuschauer) im Cybermobbing-Kontext.
5 Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit und anderer Akteure: Darstellung praktischer Interventions- und Präventionsmöglichkeiten für Schulen, Sozialarbeit, Eltern und Jugendliche.
6 Zusammenfassung: Zusammenführende Betrachtung der vorangegangenen Kapitel zum Themenkomplex der digitalen Gewalt.
7 Fazit: Reflektion der Ergebnisse und Aufruf zur politischen sowie pädagogischen Verantwortung.
8 Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Cybermobbing, Soziale Arbeit, Jugendliche, Medienkompetenz, Digitalisierung, Online-Kommunikation, Prävention, Intervention, Generation Social Media, Internet, Schule, Schulsozialarbeit, Bullying, Medienpädagogik, Cyber-Stalking
Die Arbeit befasst sich mit der neuen Form der Gewalt unter Jugendlichen im digitalen Zeitalter, bekannt als Cybermobbing, und deren Auswirkungen auf die Betroffenen.
Die Themenfelder umfassen das Medienverhalten der Generation "Social Media", die Besonderheiten der computervermittelten Kommunikation und die sozialen sowie psychischen Folgen von Cybermobbing.
Das Ziel ist es, fundierte Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit, Schulen und Eltern aufzuzeigen, um Jugendliche präventiv zu unterstützen und in konkreten Krisensituationen angemessen zu intervenieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Studien wie die JIM-Studie 2015 sowie fachwissenschaftliche Theorien zur computervermittelten Kommunikation und Mobbingforschung einbezieht.
Im Hauptteil werden die Definitionen von Mobbing und Cybermobbing, die psychologischen Hintergründe der Akteure sowie rechtliche Rahmenbedingungen und konkrete Präventionsprojekte detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Cybermobbing, Soziale Arbeit, Medienkompetenz, Jugendliche, Prävention, Intervention und digitale Sozialisation.
Zuschauer können durch ihr Handeln – entweder durch Bestätigung der Täter oder durch Solidarisierung mit dem Opfer – maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf einer Cybermobbing-Attacke nehmen.
Cybermobbing zeichnet sich durch einen hohen Anonymitäts- und Öffentlichkeitsgrad, Entkörperlichung, Endlosviktimisierung und eine fehlende zeitliche oder örtliche Begrenzung aus.
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