Bachelorarbeit, 2016
67 Seiten, Note: 1,15
I EINLEITUNG
1.1 EINGRENZUNG DES THEMAS
1.2 DIE BEDEUTUNG DES THEMAS FÜR DIE FRÜHKINDLICHE PÄDAGOGIK
1.3 AUFBAU
II METHODIK
2.1 FRAGESTELLUNG
2.2 DIE LITERATURRECHERCHE
III THEORETISCHE GRUNDLAGE
3.1 WAS IST ERZIEHUNG?
3.2 DIE ERZIEHUNGSSTILE
IV VERTIEFUNG: DIE ERZIEHUNGSSTILE UND DEREN WANDEL
4.1 DIE AUTORITÄRE ERZIEHUNG
4.2 DIE ANTIAUTORITÄRE ERZIEHUNG
4.3 DIE EMANZIPATORISCHE ERZIEHUNG
4.4 ERZIEHUNG IM 21. JAHRHUNDERT
4.4.1 Interaktive Erziehung
4.4.2 Der Schrei nach Autorität
4.4.3 Die Familie und sich wandelnde Orte der Erziehung im 21. Jahrhundert
4.5 PÄDAGOGIK IM 20. JAHRHUNDERT UND BIS HEUTE
4.6 BEZUG ZWISCHEN DEN UNTERSCHIEDLICHEN ERZIEHUNGSSTILEN
4.7 EINFLUSSFAKTOREN AUF ERZIEHUNG
V SCHLUSSWORT UND AUSBLICK
5.1 ZUSAMMENFASSUNG
5.2 ERWARTUNGEN ZUR ENTWICKLUNG
5.3 BEDEUTUNG FÜR MICH ALS KINDHEITSPÄDAGOGIN
VI ANHANG
6.1 QUELLENVERZEICHNIS
6.1.1 Literaturquellen
6.1.2 Onlinequellen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Erziehungsstile in Deutschland während des 20. Jahrhunderts bis heute. Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, politischen sowie entwicklungspsychologischen Veränderungen und der elterlichen Erziehungspraxis aufzuzeigen und dabei die Entwicklung zum heutigen Verständnis von Erziehung nachzuvollziehen.
4.1 Die autoritäre Erziehung
Ein Autoritätsverhältnis beschreibt eine Beziehung, in welcher der Autoritätstragende den Autoritätsanerkenner „orientierend und regulierend zu beeinflussen vermag“. (Weber, 1974, S. 210)
Da es verschiedene Formen der Autorität gibt, soll zuerst festgelegt werden, dass es sich bei dem autoritären Erziehungsstil um die sogenannte persönliche Autorität handelt, nicht etwa um eine institutionelle oder um die herrschaftliche Autorität. (vgl. Weber, 1974, S. 221) Der autoritäre Erziehungsstil ist also geprägt von der persönlichen Autorität der Erziehenden, meistens der Eltern. Die Erziehung im Kindergarten und in der Schule wird hier nicht berücksichtigt. Außerdem ist klar, dass es sich nicht um eine Herrschaftsbeziehung handelt, sondern um die persönliche Beziehung zwischen einem Kind und einer Mutter und/oder einem Vater.
Mit autoritärer Erziehung wird heute vor allem eine strenge Erziehung assoziiert, in der die Kinder oft auch gewaltsam dazu gezwungen werden, ihren Eltern zu gehorchen. Desweiteren stellen autoritäre Eltern hohe Anforderungen an ihre Kinder, ohne dabei auf die Kinder einzugehen. Die Bedürfnisse der Kinder werden unter die eigenen Anforderungen gestellt. (vgl. Siegler, DeLoache & Eisenberg, 2011, S. 465)
Faktisch betrachtet geht die autoritäre Erziehung mit einem hohen Maß an elterlicher Kontrolle einher (vgl. Siegler et. al., 2011, S. 465). Bei hohen Anforderungen von Seiten der Eltern sind sie jedoch nur in geringem Maße ansprechbar für ihre Kinder (vgl. ebd. S. 464). Gehorsam wird mit Hilfe von Drohungen und Strafen erzwungen (vgl. ebd., S. 465). Neben dem Gehorsam ist außerdem ein fast unterwürfiger Respekt gegenüber älteren Personen, bzw. den Eltern, von bedeutender Rolle (vgl. Reichwein, 2012, S. 140).
I EINLEITUNG: Definiert Erziehung als lebenslange Aufgabe und skizziert den gesellschaftlichen Wandel der Erziehung sowie die Relevanz der Thematik für die Praxis.
II METHODIK: Erläutert die Wahl der Literaturrecherche als wissenschaftliche Methode zur Untersuchung des Erziehungswandels im 20. Jahrhundert.
III THEORETISCHE GRUNDLAGE: Legt den theoretischen Hintergrund fest, definiert Erziehung sowie Erziehungsstile und beleuchtet das Machtverhältnis zwischen Erziehenden und Kindern.
IV VERTIEFUNG: DIE ERZIEHUNGSSTILE UND DEREN WANDEL: Detaillierte Analyse der autoritären, antiautoritären und emanzipatorischen Erziehung, der pädagogischen Entwicklung und Einflussfaktoren wie Medien und sozialer Status.
V SCHLUSSWORT UND AUSBLICK: Fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung für die heutige Generation und reflektiert die Rolle der Kindheitspädagogin.
VI ANHANG: Enthält das vollständige Quellenverzeichnis, unterteilt in Literatur- und Onlinequellen.
Erziehung, Erziehungsstile, Wandel, 20. Jahrhundert, Deutschland, Kindheit, Pädagogik, Autorität, Eltern-Kind-Beziehung, Soziale Ungleichheit, Emanzipation, Bindung, Familienmodelle, Reflexion, Kindheitspädagogik
Die Arbeit untersucht den Wandel und die Entwicklung der Erziehungsstile in Deutschland vom 20. Jahrhundert bis heute, wobei ein Schwerpunkt auf der Literaturrecherche bedeutender pädagogischer Werke liegt.
Die zentralen Themen sind der historische Wandel der Erziehungsstile, der Einfluss der Gesellschaft auf die Erziehung, sowie die Analyse spezifischer Stile wie autoritäre, antiautoritäre und emanzipatorische Erziehung.
Das primäre Ziel ist es, pädagogischen Fachkräften eine leicht zugängliche Informationsquelle zu bieten, um Erziehungsmuster zu verstehen, zu reflektieren und die eigene pädagogische Arbeitsweise zu verbessern.
Die Arbeit basiert ausschließlich auf der Methode der wissenschaftlichen Literaturrecherche, um bestehende Erkenntnisse aus Fachliteratur und Erziehungsratgebern zusammenzuführen.
Der Hauptteil vertieft die theoretischen Grundlagen, beschreibt die drei Hauptströmungen der Erziehungsstile, untersucht deren Wandel durch gesellschaftliche Einflüsse und beleuchtet Einflussfaktoren auf die Erziehung.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Erziehung, Erziehungsstile, Wandel, Autorität, Kindheit, Pädagogik, Eltern-Kind-Beziehung und Emanzipation.
Während die autoritäre Erziehung auf Macht und Gehorsam basiert, wird die natürliche Autorität in der emanzipatorischen Erziehung durch Sach- und Beziehungskompetenz sowie innere Stärke begründet und zielt auf Mündigkeit ab.
Sie wird oft mit Machtverhältnissen und Unterdrückung in Verbindung gebracht, die historisch, insbesondere im Nationalsozialismus, zur Unterdrückung der kindlichen Individualität instrumentalisiert wurden.
Medien beeinflussen das Familienleben und die Spielzeugindustrie; die Arbeit betont, dass Eltern den Medienkonsum begleiten müssen, um Gefahren für die kindliche Entwicklung vorzubeugen.
Die Arbeit unterstreicht, dass pädagogische Fachkräfte ihre eigene Sozialisation reflektieren müssen, um in Stresssituationen nicht unbewusst auf autoritäre Muster zurückzugreifen, die sie aus der eigenen Kindheit kennen.
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