Bachelorarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 1,0
1. Nachkriegssituation – „Existenzberechtigung“ des Fachs Musik
2. Entwicklungsaspekte der schulischen Musikpädagogik in der Deutschen Demokratischen Republik
2.1 Entwicklung schulmusikalischer Leitsätze von 1946-1989
2.1.1 Allgemeine Schulsituation und erster Lehrplan 1946/1947
2.1.2 Hintergründe des Musiklehrplans 1951/1953 und die Zeit danach
2.1.2.1 Veröffentlichung des Curriculums
2.1.2.2 Inhalte
2.1.2.3 Zentrale Organe der Musikpädagogik und deren Beschlüsse
2.1.3 Lehrplanwerk 1959 – Theorie und Praxis
2.1.4 Lehrplan 1968-1972 – Prinzipien und Leitfäden
2.1.5 Musikpädagogische Situation von 1980-1989
2.2 Lehrplan und Lehrplaninhalte 1989 der allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule
2.2.1 Musiktheorie und Tonsatz
2.2.2 Musikgeschichte und Formenlehre in den Klassen 7 und 8
2.2.3 Einsatz von Lehrmitteln
2.2.4 Liedgut und Gesang
2.3 Die Musiklehrkraft
2.3.1 Ausbildung
2.3.2 Richtlinien zur Vorbereitung und Gestaltung von Musikunterricht
2.4 Methodiken und Zielsetzungen für eine sozialistische Kollektiverziehung
2.5 Reflexion der Schüler über den Musikunterricht
2.6 Außerunterrichtliche Begegnungen mit Musik
2.6.1 Singeklub
2.6.2 Tanzmusik und Unterhaltungsmusik
2.6.3 Konzertbesuch
2.6.4 Beat und Jazz als neue Musikrichtungen
2.6.5 Filmmusik
3. Befragung eines Zeitzeugen über die Umstände des Fachs Musik und des Musiklebens in der Deutschen Demokratischen Republik
3.1 Leitfadenstrukturiertes Interview
3.2 Angaben zur Person
3.3 Auswertung und Interpretation des Interviews
4. Fazit und Forschungsansätze
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungen des Musikunterrichts in der DDR zwischen 1946 und 1989. Dabei steht die Analyse der verschiedenen Lehrpläne unter dem Aspekt der ideologischen Beeinflussung durch die staatliche Führung sowie die praktische Vermittlung durch die Lehrkräfte im Fokus.
1. Nachkriegssituation – „Existenzberechtigung“ des Fachs Musik
Definitiv stellt die Musikpädagogik seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft dar. Der Drang, den jungen Menschen musikalisch „auszurüsten“, hat fortwährend Bestand und erfordert durchdachte methodische Ansätze und Vorgehensweisen. Heutzutage erleben wir Musikpädagogik als etabliertes System in der Schule, das ständig weiterentwickelt und verbessert wird, zugunsten der Schülerinnen und Schüler. Angebote zum Erlernen eines Instruments, das Konzept einer Bläserklasse beziehungsweise einer Gesangsklasse oder Ähnlichem, Konzertbesuche und strukturierter Musikunterricht sind nur einige Aspekte, die viele Schulen anbieten. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler mit grundlegenden musikalischen Kenntnissen ausgestattet werden, denn oft hat Musik nicht die Bedeutung in der Gesellschaft, die ihr zuteil werden sollte. Hier ist nun von wenig musikalischer Präsenz zuhause die Rede, denn wer kann sich denn heutzutage schon leisten, die Kinder nachmittags in die Musikschule zu fahren, wenn beide Eltern berufstätig sind? Aufgrund solcher Missstände ist es von enormer Wichtigkeit, dass schon in der Schule eine elementare Ausbildung in Musik und all ihren Facetten stattfinden sollte.
Der Level der Ausbildung und Forschung auf dem musikpädagogischen Sektor, auf dem wir uns heutzutage befinden, lag vor einigen Jahrzehnten jedoch sehr viel niedriger. Greift man die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg heraus, so muss festgestellt werden, dass die Schulmusik einen schlechten Stand hatte, was teilweise nachvollziehbar ist. Betrachtet man die Situation im dritten Reich, so sieht man, dass die Musikpädagogik, so weit diese Bezeichnung überhaupt zutrifft, in ihrer Art und Weise derart propagandistisch missbraucht wurde, dass solche „Fehler“ sich nicht wiederholen sollten. Geschichtlich entscheidend war wohl zunächst die Gründungsphase der beiden deutschen Staaten nach Kriegsende: Die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland. Einhergehend mit allen anderen Abweichungen zur Bundesrepublik bezüglich Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft, vollzog sich auch in der Musikpädagogik ein Wechsel in Theorie und Methodik in der DDR.
1. Nachkriegssituation – „Existenzberechtigung“ des Fachs Musik: Einleitende Betrachtung des Standes der Musikpädagogik nach 1945 und der Notwendigkeit einer fachlichen Neuorientierung in den beiden deutschen Staaten.
2. Entwicklungsaspekte der schulischen Musikpädagogik in der Deutschen Demokratischen Republik: Detaillierte chronologische Analyse der Lehrpläne, Inhalte und pädagogischen Leitsätze von 1946 bis 1989 unter Berücksichtigung ideologischer Vorgaben.
3. Befragung eines Zeitzeugen über die Umstände des Fachs Musik und des Musiklebens in der Deutschen Demokratischen Republik: Durchführung und inhaltliche Auswertung eines Zeitzeugengesprächs zur praktischen Wahrnehmung des Musikunterrichts im DDR-Alltag.
4. Fazit und Forschungsansätze: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Aufzeigen des weiteren Forschungsbedarfs hinsichtlich der DDR-Schulmusikgeschichte.
Musikunterricht, DDR, Lehrplan, Musikpädagogik, Schulmusik, sozialistische Erziehung, Liedgut, Musikerziehung, Zeitzeugengespräch, Politische Bildung, Musikgeschichte, Gesangsunterricht, Lehrerbildung, Kollektiverziehung, Polytechnische Oberschule.
Die Arbeit analysiert die geschichtliche Entwicklung und die inhaltliche Ausrichtung des schulischen Musikunterrichts in der ehemaligen DDR zwischen 1946 und 1989.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Lehrplanentwicklung, die Rolle der Musiklehrkräfte, die ideologische Beeinflussung des Musikunterrichts sowie die Wahrnehmung des Fachs durch die Schüler.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Musikunterricht von der Nachkriegszeit bis zum Ende der DDR unter dem Einfluss staatlicher Ideologien verändert hat und welchen Stellenwert er innerhalb des schulischen Fächerkanons einnahm.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse der historischen Lehrpläne und Primärquellen, ergänzt durch ein leitfadenstrukturiertes Experteninterview mit einer Zeitzeugin.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Untersuchung der verschiedenen Lehrplanwerke (von 1946 bis 1989), eine Analyse der Ausbildungssituation der Musiklehrkräfte und eine Auswertung der schülerseitigen Reflexion des Musikunterrichts.
Musikunterricht, DDR, Lehrplan, Musikpädagogik, sozialistische Erziehung, Musikerziehung und Zeitzeugenbefragung.
Die FDJ war als staatlich anerkannte Jugendorganisation maßgeblich an der Gestaltung der Freizeitkultur, etwa durch Singeklubs oder die Organisation von Werkstattwochen, beteiligt.
Musik wurde gezielt eingesetzt, um sozialistische Werte zu vermitteln, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Schüler zur „sozialistischen Persönlichkeit“ zu erziehen.
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